Polnisches NS-Opfer: "Ich brannte wie eine lebende Fackel"

Winicjusz Natoniewski war fünf Jahre alt, als die Nazis in seinem Heimatdorf ein Massaker anrichteten, Häuser und Menschen anzündeten. Er überlebte die Flammenhölle, nun verlangt er Gerechtigkeit - doch die Justiz weist ihn aus Angst vor milliardenschweren Entschädigungsforderungen ab.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...752722,00.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Winicjusz Natoniewski war fünf Jahre alt, als die Nazis in seinem Heimatdorf ein Massaker anrichteten, Häuser und Menschen anzündeten. Er überlebte die Flammenhölle, nun verlangt er Gerechtigkeit - doch die Justiz weist ihn aus Angst vor milliardenschweren Entschädigungsforderungen ab.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...752722,00.html
    Es wurde doch schon entschädigt, wie oft sollen die Deutschen denn noch entschädigen. Schon der Verlust von Ostpreußen, Pommern und Schlesien stellt eine riesige Entschädigungsleistung dar.
  2. #2

    Beiträge

    Zitat von Florian Geyer Beitrag anzeigen
    Es wurde doch schon entschädigt, wie oft sollen die Deutschen denn noch entschädigen. Schon der Verlust von Ostpreußen, Pommern und Schlesien stellt eine riesige Entschädigungsleistung dar.

    Auch die völlig überzogenen EU-Beiträge, die Deutschland leistet und mit denen in Polen Werte geschaffen werden, sind ja nichts anderes als eine Entschädigung für die Vergangenheit. Wird aber alles gerne vergessen, wenns darum geht die Hand aufzuhalten.
  3. #3

    Eine Frage?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Winicjusz Natoniewski war fünf Jahre alt, als die Nazis in seinem Heimatdorf ein Massaker anrichteten, Häuser und Menschen anzündeten. Er überlebte die Flammenhölle, nun verlangt er Gerechtigkeit - doch die Justiz weist ihn aus Angst vor milliardenschweren Entschädigungsforderungen ab.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...752722,00.html
    Warum kommt dieser Artikel gerade jetzt, zu der Zeit also, wo es um deutsche Milliardenzahlungen für den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) geht?
    Welcher Grund liegt vor, gerade jetzt einen solchen Artikel zu bringen?
  4. #4

    Entschädigungen und kein Ende

    Wenn Strasbourg der Klage entsprechen sollte, dann gibt es kein Halten mehr.
    Dann darf man gespannt sein, wie uns die Politik die bisher geleisteten Transferleistungen in Billiardenhöhe in die EU erklären wird, denn das Argument der Wiedergutmachung würde wohl entfallen.
    Zudem, und dieses Fass würde ich dann gerne aufmachen, was ist mit Schlesien, Pommern, Ostpreussen? I want my country back! um es mit Mrs. Thatcher zu sagen.
  5. #5

    Falsche Wortwahl

    Zitat von Florian Geyer Beitrag anzeigen
    Es wurde doch schon entschädigt, wie oft sollen die Deutschen denn noch entschädigen.
    Da gibt es ja wohl noch einigeOpfergruppen, die haben noch keinen müden Cent()ehemals Pfennig) gesehen; falls das mit Geld überhaupt aufzuwiegen ist.

    Und das waren keine Opfer von Kriegseinwirkungen, sondern Opfer eines Verbrechens. Da besteht wohl ein Unterschied.
    Und wer das Maul aufreißt, wegen der Kriegsverbrechen der Allierten, ja die gab es auch, der sollte erstmal mit gutem Beispiel vorangehen.
  6. #6

    Entschädigung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Winicjusz Natoniewski war fünf Jahre alt, als die Nazis in seinem Heimatdorf ein Massaker anrichteten, Häuser und Menschen anzündeten. Er überlebte die Flammenhölle, nun verlangt er Gerechtigkeit - doch die Justiz weist ihn aus Angst vor milliardenschweren Entschädigungsforderungen ab.
    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...752722,00.html
    Dieser Mann hat Recht.
    Wir haben nur ein Leben.
    Unvorstellbar, was er erdulden musste an Schmerzen und vermiesten Chancen durch das entstellte Gesicht.
    Seien Sie nicht herzlos!
    Kein Mensch hat das Recht, einem anderen Menschen so etwas anzutun.
    Das gilt für alle Opfer unmenschlicher Misshandlungen auf allen Seiten.

    Ein anständiger Friedensvertrag muss her, um klarzustellen, wer für was gerade stehen muss.
  7. #7

    Aha,

    ...und für die Gräueltaten an Sudetendeutschen und Deutschen aus Ostpreußen, Schlesien und Pommern gibt es natürlich keine Entschädigung, denn das war ja gerecht und selbstverschuldet.

    Ja, is klar, nä!
  8. #8

    ....

    Zitat von Freifrau von Hase Beitrag anzeigen
    Auch die völlig überzogenen EU-Beiträge, die Deutschland leistet und mit denen in Polen Werte geschaffen werden, sind ja nichts anderes als eine Entschädigung für die Vergangenheit. Wird aber alles gerne vergessen, wenns darum geht die Hand aufzuhalten.
    ...und haben denn menschen wie natoniewski etwas von dieser pauschalen entschädigung gehabt?
    offensichtlich nicht.
    Die beiträge, die Sie ansprechen und Werte schufen....wem kamen denn diese Werte zugute?
    Natoniewski?
    Wenn Sie diese frage ehrlich beantworten, erübrigt sich Ihr Beitrag...
  9. #9

    damit ist noch lange nicht Schluss

    demnächst kommt sicher der erste polnisch-deutsche Musterprozess, der Entschädigung einer polnischen Enkelin durchsetzt, weil die kriegstraumatisierten Großeltern immer so übellaunig waren...