Der Streit um den geplanten Bahnhof S21 geht weiter, doch Stuttgarts Polizeipräsident Thomas Züfle sieht sich gut vorbereitet: Er rechne nicht mit gewaltsamen Protesten, sagte der dem SPIEGEL. Und wenn doch, würde die Polizei ihr schwäbischstes Mittel anwenden.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...807867,00.html
Spiegelleser jammern ja dauernd "und das finanziere ich mit meinen Steuern", aber bei S21 ist Steuergeldverschwendung auf einmal ok. Die Argumentation fußt aber leider darauf, dass S21 ein Infrastrukturprojekt ist. Ist es aber nicht. Es handelt sich um einen Rückbau von Bahninfrastruktur, mit offener Kostenobergrenze und extremen Kostenrisiken.
Außer natürlich für die Profiteure (Bahn, Immobilienhändler Baufirmen, Tunnelborhmaschinenbauer).
Der Rest der Stuttgarter und BWler guckt in die Röhre: Riesige Dauerbaustelle in der Stadt, Haushalte leer, Stadtbild zerstört. Schulen, Krankenhäuser etc müssen dicht gemacht werden, damit S21 weitergebaut werden kann.
Haben Sie auch informationsbasierte Kritik ? Bei meiner Stellungsnahme gehts um die kippenden Meinungsumfragen vor der Abstimmung. Es geht also nicht um diejenigen welche die Landtagswahl korrigieren wollten . Im SWR wurde nach der Wahl eine Befragung zitiert. Als entscheidend wurde die Schadensersatzfrage bezeichnet. Deren Darstellung ist offensichtliche Irreführung. Da Ihnen die Kosten egal sind stellt sich die Frage ob auch das Kosten/Leistungsverhältnis egal ist. Es gibt entweder einen Kapazitätsrückbau der Infrastruktur - zustimmungsplichtig im Bundestag- für gerade noch gesetzmäßige Kosten, oder einen in etwa gleich leistungsfähigen Eisenbahnhalt ( Bahnhof ist es nicht mehr -siehe Sondergenehmigung EBA) der dramatisch unterfinanziert ist. Auf jeden Fall ist mit den aktualisierten Zahlen der volkswirtschafliche Nutzfaktor von 1 gerissen - darf überhaupt nicht gebaut werden.
Meinen Sie das wirklich ernst? Gerade in dem Bereich, der jetzt für den Bahnhof benötigt wird, stehen fast keine alten Bäume mehr. Die Briten und Amerikaner haben diesen Teil des Schlossgartens, da nahe am Hauptbahnhof mehrmals flächendeckend mit Bomben belegt. Da standen zu Kriegsende fast nur noch Baumleichen, die man dann auch gefällt hat. Wollen Sie wirklich wegen zwei oder drei Bäumen, die vermutlich in den nächsten 50 Jahren eines natürlichen Todes sterben, den Bau eines neuen Bahnhofs verhindern, den die Bevölkerung will?
Genau, 1 Stunde Polizeisänfte muss da schon drin sein.
Man fasst es nicht.
Mal sehen, wann sich jeder Demonstrant irgendwo vorher eintragen und im voraus eine "Wegtragegebühr" entrichten muss.
Manche glauben doch immer noch, wir lebten in einer Demokratie mit Demonstrationsrecht.
Nun ja, das die Teilnahme an einer Demo kostenlos sein muss, steht wiederum auch nirgends. Da können wir uns ja noch auf einiges an Einfallsreichtum einstellen.
Wenn das Land sich nicht beteiligt an der Finanzierung und der Bahnhof offensichtlich bei der Bahn bei der Kosten-Nutzenbewertung eine glatte 10 erreicht zu überschaubaren Baukosten von rund 4,1 Milliarden, dann bleibt es der Bahn unbelassen trotzdem zu bauen. Sie wissen ja die 10.000 neuen Arbeitsplätze beim Döner-King usw. , die dann bei der Bahn Miete zahlen werden.
Das ist Blödsinn. Auch ich möchte nicht auf die S-Bahn verzichten - das möchte vermutlich niemand.
Früher fuhren die Nahverkehrszüge (Vorort-Züge) auf den Gleisen, die nun von der S-Bahn und im Mischverkehr auch von Regionalzügen mitgenutzt werden.
Aber wie man bei S21 extra neue Gleise für die S-Bahn bauen möchte - z.B. einen neuen Tunnel unter dem Rosensteinpark und eine neue Brücke über den Neckar in Bad Cannstatt - so kann man das auch beim Kopfbahnhof machen (Konzept K21 und KL21). Dann stehen diese Gleise wieder für den Fern- und Regionalverkehr zur Verfügung, es gibt sogar noch mehr Gleiskapazität als früher, denn die Vorort-Züge von früher gibt es nicht mehr und machen Platz für andere Züge.
Sie sehen also - der Kopfbahnhof hat mindestens die Kapazität, die früher schon im täglichen Betrieb tatsächlich bewältigt wurde - und nicht nur wie bei S21 im Rechner mit unrealistischen Parametern simuliert wurde. Eine noch höhere Leistungsfähigkeit des Kopfbahnhofs ist möglich - die Bahn verweigert bis heute die Simulation wie bei S21 - vermutlich wohl wissend, dass S21 bei einem fairen Vergleich sehr schlecht abschneiden würde.
Es geht nicht um kippende meinungsumfragen, sondern es geht um ds Ergebnis der Volksabstimmung. Ich weiß: Sie wollen solange abstimmen bis Ihnen das Ergebnis passt. Das hat leider mit Demokratie nichts zu tun und die Avangarde der Arbeiterklassse, auch wnn sie sich jetzt als Avangarde des Bürgertums verkauft, hat Teile Deutschlands schon mal an den Rand des Abgrunds gebracht.
Zu Ihrer Information: Kein bezahlter Schreiber der Bahn oder der CDU, sondern ein Stuttgarter Bürger, der seit 15 Jahren das Projekt gut findet. Gut für Stuttgart - schlecht für Grüne, SÖS und Linke. Wobei die LINKE sich sehr bedeckt hielt. Man sandte Grußadressen. Das war's dann aber auch schon.
Mich würde nur mal so am Rande interessieren, was sie und die anderen mit dem automatischen "ANTI S21 BEISSREFLEX" machen würden wenn nicht ab und an mal eine Gelegenheit käme um ganz am Thema vorbei(das ja was mit 40€ Wegtragebühr zu tun hat) ihre schon mindestens 1000mal wiederlegten Fakten zum besten zu geben.
Früer fuhren die Nahverkehrszüge auf den normalen Gleisen. Der S-Bahn-Bau bedeutete, dass dieser Mischverkehr beseitigt wurde. Seitdem gibt es getrennte S-Bahn-Gleise z.B. zwischen Waiblingen und Stuttgart. Es ist nicht einzusehen, weshalb die letzten Mohikaner der S-21-Gegner das nicht wahrhaben wollen. Herr Hopfenzitz kann da auch nicht mehr als Zeug herhalten. Der fordert doch eigentlich den Ausbau des Kopfbahnhofs auf 30 Gleise.