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Politische Streitkultur: Die Würde des Gümbel

Mümpel, Stümpel, Dümpel, Pümpel, Gimpel, Simpel - nie zuvor ist ein bundesdeutscher Politiker wegen Namen und Aussehen derart mit Hohn, Hass und Häme überschüttet worden wie der neue Spitzenmann der SPD in Hessen. Thorsten Schäfer-Gümbel hat keine Chance - aber er nutzt sie.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...594456,00.html
  1. #1

    gleiches Unrecht für alle

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mümpel, Stümpel, Dümpel, Pümpel, Gimpel, Simpel - nie zuvor ist ein bundesdeutscher Politiker wegen Namen und Aussehen derart mit Hohn, Hass und Häme überschüttet worden wie der neue Spitzenmann der SPD in Hessen. Thorsten Schäfer-Gümbel hat keine Chance - aber er nutzt sie.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...594456,00.html
    passt doch prima in diese unsere Zeit - wenn Frauen wegen Mundwinkeln oder Frisur herabgewürdigt werden, wieso sollte dann ein Mann nach seinen Äusserungen beurteilt werden .... o tempora o mores <stöhn>
  2. #2

    Sümbahdische Kerl!

    Ei, als Hesse find isch den Kerl sümbaahdisch! Grad die ganse Anwürf, die der ertraache muss, gewwe bei mir e Gefühl von Sollidaaridäht. Der solld emal die Dachlatt eraushole und den Schmudzfinge uff die Fohde kloppe :-) Dess der kool bleibt hat mein volle Resbegt!
  3. #3

    kurzes Gedächtnis!

    "Wohl nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik ist ein Politiker - geschweige denn ein Newcomer - wegen seines Namens und wegen äußerer Attribute mit ähnlich viel Gehässigkeit bedacht worden. Fast scheint es, als habe sich eine Zeitenwende in der deutschen Streitkultur vollzogen (soweit von Kultur noch die Rede sein kann)."

    Oha, jetzt reagiert der Spiegel aber sensibel! Weil es gegen einen Sozialdemokraten geht?

    Ich beanspruche hier mal die Gnade der frühen Geburt und erinnere an die Verunglimpfungen, denen unser Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl auch wegen seines Körperbaus (Birne) und seiner Ernährungsgewohnheiten (Saumagen) ausgesetzt war.

    Diese Verunglimpfungen waren genauso nievaulos wie die aktuellen Angriffe auf Herrn Gümpel. Damals ging es allerding gegen einen konservativen Politiker, der Spiegel hat seinerzeit fleissig mit in dieses Horn gestoßen.

    Heute entdeckt man auf einmal Mitgefühl und politischen Anstand.

    Sollen wir das wirklich glauben?
  4. #4

    Auf den ersten Blick vielleicht lustig, aber ...

    Wer sucht sich schon seinen Namen und sein Aussehen aus?
    Zumindest in der Öffentlichkeit verbietet sich eine Verballhornung, das ist nicht nur schlechter Stil, das entlarvt und diskreditiert nur den Verballhorner. Wenn die Speerspitze zur Verbreitung des Analfabetismus (Bildzeitung, noch immer unerreicht, Gratulation) das macht, na ja, bild Dir Deine Meinung!
  5. #5

    Bei Friedmann

    hat er sich aber ganz schön blamiert, finde ich.

    Abgesehen davon, werden "rechte" Politiker seit ca. 25 Jahren grundsätzlich persönlich verunglimpft ("Dumpfe Vorurteile", "Birne"). Hoffen wir für ihn, daß er bei der Wahl 20% schafft.
  6. #6

    beschämend

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mümpel, Stümpel, Dümpel, Pümpel, Gimpel, Simpel - nie zuvor ist ein bundesdeutscher Politiker wegen Namen und Aussehen derart mit Hohn, Hass und Häme überschüttet worden wie der neue Spitzenmann der SPD in Hessen. Thorsten Schäfer-Gümbel hat keine Chance - aber er nutzt sie.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...594456,00.html
    Auch wenn Herr Schäfer-Gümbel offenbar nicht mit dem Charisma
    einer großen politischen Führungsfigur gesegnet ist,istes beschämend für erwachsene Zeitgenossen, wenn sie nun die
    kindliche Schulhof-Hänselei derart primitiv fortsetzen.Vor allem ist es dumm ; denn es könnte denken lassen, es gäbe
    keine sachlich-politischen Argumente gegen den Herrn.Und davon gibt es doch eine ganze Menge.
  7. #7

    Koch vs. Schäfer-Gümbel

    Das Auge isst mit. Daher Frischfleisch.
  8. #8

    Eigentlich doch ganz schön...

    ...wenn es außer seinem Namen scheinbar keine allzu große Angriffsfläche gibt.

    Im Gegensatz zu seinem, mit einem Allerweltsnamen betitelten Kontrahenten. Der klingt zwar normal, scheut aber zu Wahlkampfzeiten nicht davor zurück, Ängste und Ressentiments zu schüren.

    Vermutlich hat Herr Gümbel keine Chance. Der von seiner Vorgängerin verursachte Vertrauensverlust ist zu groß - er ist so eine Art Mc Cain von Hessen (und auch dessen Name ruft Assoziationen hervor - zu 1-2-3 Fritten).

    Währenddessen steht der Koch in der Gerüchteküche und erwartet seine erneute Inthronisierung - obwohl er ja eigentlich nie weg war und irgendwie den Anschein erweckt, dass er eine Kanzlerkandidatur nach wie vor für eine gute Idee hält. Kohl und Koch? Die Ähnlichkeit ist jedenfalls größer als bei Gümbel und Simpel - in jeder Hinsicht.
  9. #9

    Dass Spielereien mit Namen

    in der bundesrepublikanischen Politik ganz neuartig (und ungehörig - dazu wieder einmal gleich die gaaaaz dicke NS-Keule ) sein sollen, ist mir allerdings neu - ich kann mich noch gut an die Frau Engelen-Kefer, vulgo Quengelen-Keifer erinnern!








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