Brähler & Decker, Universität Leipzig Piraten-Wähler plagt die Angst vor Jobverlust, Frauen wenden sich von der FDP ab, immer mehr Jüngere gehen nicht mehr wählen: In einer Studie haben Forscher die individuellen Lebensumstände von Parteianhängern unter die Lupe genommen - mit zum Teil überraschenden Ergebnissen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...855153,00.html
Ich gehöre zu den mäßig armen, ängstlichen Nichtwählern.
Gerne würde ich aber wählen, wenn ich denn eine Wahl hätte...
Und da immer mehr Deutsche in prekäre Lebensumstände geraten, stellen die Piraten demnächst die Bundesregierung. Die Piraten schaffen es halt den Eindruck zu erwecken, den einzelnen in den Mittelpunkt zu stellen. Wohingegen CDU, FDP und Co das Wohl der Wirtschaft wichtiger ist, als das Wohl des deutschen Volkes.
... es die Wulffs gibt ist es schwer geworden, Schülern den hohen Wert der Demokratie und der Wählens zu erklären!
Es liegt nicht an den Wählern sondern an der Mentalität der Politik.
Sie haben recht ob man die Frau Yps, Koch, Gutenberg oder die Bundys (Wulffs) sieht, wem sollte man seine Stimme geben?
Schwere Frage.
Die Armen wählen Piraten. Die Armen sind immer auch die Dummen. Dümmer geht`s nimmer.
Ein gutes Lehrsbeispiel dafür, was man mit solchen pseudowissenschaftlichen Erkenntnissen anfangen kann und wie man mit manipulierbarem Rechenwerk "Wirklichkeit abbildet"
Denn sollten die Autoren der Studie und der Autor des Artikels mal besuchen. Denn bei den Schlussfolgerungen, die hier gezogen werden, sind soviele sogenannte Multikollinielitäten zu finden. Natürlich haben Piratenwähler das niedrigste Einkommen, weil nunmal junge Menschen eine niedrigeres Einkommen haben als Menschen mittleren Alters. Natürlich nutzen vorallem CDU und SPD Wähler eher klassische statt neuen Medien. Das hängt aber wohl auch eher mit der Altersverteilung der Wählerschaft zusammen. Um nur zwei Beispiele zu nennen, wo ein kausaler (!) Zusammenhang hergestellt wird, der sich auf den Einfluss einer dritten Variable zurückführen lässt.
Tja, wer noch nicht volljährig ist kann natürlich auch nicht wählen...
Oder ist hier nur jemand der nicht erkennt, daß wir sehr wohl eine Wahl haben?
Und wenn die aktuellen Parteien nicht gefallen:
Wir haben aktives und passives Wahlrecht.
Aber klar, für den Konsumenten, dem alles vorgesetzt werden muß weil er selbst nicht aktiv werden kann, ist das natürlich nichts.
Da wird lieber in Internetforen gemeckert.
Wobei das ein eher neutraler Aspekt ist. Schließlich sind arme Menschen keine schlechten Menschen.
Mit der Intention könnten sie schon recht haben, da die Überschrift so reißerischer klingt und mehr Klicks provozieren kann als anders. Vor einigen Monaten - als es offiziell cool war, Pirat zu sein oder zu unterstützen - wäre die andere Variante gewählt worden.
Sachlich korrekt ist der Aspekt jedoch schon: Gerade junge Leute wählen die Piraten. Gerade Akademiker müssen noch länger ohne Einkünfte in prekären Verhältnissen leben. Die haben eben meist noch kein Geld.
... und die Lebensbejahenden wählen auch Piraten.
Was mich auch besonders freut ist das Ergebnis, dass nicht nur 'pickelige männliche Nerds' Piraten wählen, wie es einige Medien gerne kolportieren, sondern zur Hälfte auch Frauen. Hätte mich auch stark gewundert, wenn eine sozial ausgerichtete moderne Partei bei Frauen keinen Anklang gefunden hätte.