Forum


 

Politische Rhetorik: Einmal Hitler und Du bist raus

Kaum etwas bringt einen Politiker so schnell in Schwierigkeiten wie ein Nazi-Vergleich. Das musste gerade wieder der Geschäftsführer der Berliner Piraten erfahren. Doch oft ist die Empörung nur vorgeschoben. Es geht den Kritikern eher darum, einen Konkurrenten auszuschalten.

Nazi-Vergleiche sind in der politischen Rhetorik beliebt - SPIEGEL ONLINE
  1. #20

    Was

    Zitat von Nihil novi Beitrag anzeigen
    Niemand wüsste das besser als die Konservativen, die für Hitler einfach Stalin oder Kommunismus verwenden. Von daher traue ich Herrn Fleischhauer hier, ohne seine Kollumne gelesen zu haben, eine gewisse Kompetenz zu.
    wollen Sie mit Ihrem Beitrag nun dem interessierten Leser
    mitteilen ?
    Vielleicht erst den Beitrag lesen und dann sich äußern wäre wohl
    sinnvoller.
    Der Beitrag zum Thema "Piraten" des herrn Fleischauer hat
    meine volle Zustimmung,ganz im Gegensatz zu der
    gespielten Aufregung bei Kerner zu "Autobahnen"..........
  2. #21

    ?

    Zitat von Nihil novi Beitrag anzeigen
    Niemand wüsste das besser als die Konservativen, die für Hitler einfach Stalin oder Kommunismus verwenden. Von daher traue ich Herrn Fleischhauer hier, ohne seine Kollumne gelesen zu haben, eine gewisse Kompetenz zu.
    Mit dem einzigen Unterschied, das wohl kaum ein Politiker bei der CDU auf die Idee käme, eine "NS-Plattform" in der Partei zu gründen, so wie das die lieben Ewiggestrigen bei der LINKEN mit ihrer Kommunistenplattform und Vorhobserin Wagenknecht gemacht haben...
    Wenn Fleischhauer bei allem Gedöns, das er sonst in seinen Beitragen verbreitet, mit einer Sache Recht hat, dann mit dem "Nazometer"-Empörungstheater. Oft und gerne laut gerade von Leuten vorgetragen, die schon die Strassenseite wechseln, wenn ihnen aus 5 km zwei Glatzen entgegengelatscht kommen - man will ja dann doch nichts riskieren...
  3. #22

    Nachfrage!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kaum etwas bringt einen Politiker so schnell in Schwierigkeiten wie ein Nazi-Vergleich. Das musste gerade wieder der Geschäftsführer der Berliner Piraten erfahren. Doch oft ist die Empörung nur vorgeschoben. Es geht den Kritikern eher darum, einen Konkurrenten auszuschalten.

    Politische Rhetorik: Einmal Hitler, und du bist raus - SPIEGEL ONLINE
    Wurden die ganzen Kommentare in den besagten Strängen nicht veröffentlicht, damit Herr Fleischhauers Kolumne nicht wie aufgewärmt daher kommt?
  4. #23

    Mal ein guter Artikel. Delius hat sich doch ganz klar gegen Rechts positioniert und in dem Vergleich hat er ja auch nicht gesagt, das parteiploitische Ziele überschneidungen mit der NSDAP hätten.
    Aber auch er müsste wissen, das man keine Nazivergleiche zieht (was ich auch gut finde), warum lässt er es dann einfach nicht (so Dumm kann er doch garnicht sein). Aber wenn sich jemand über so eine harmlose Aussage aufregt, der Parteimitglieder wie Sarazin duldet, dann find ich das schon beschämend.
    Die Piraten bieten endlich mal die möglichkeit Protest zu zeigen ohne Rechte- oder Linke Spinner wählen zu müssen.
  5. #24

    Endlich ein Kommentar, der das hysterische Getue um lächerliche Nazivergleiche kritisiert. Jeder kann sich im Wort vergreifen, und manchmal ist der Nazivergleich sogar sachlich richtig.

    Jedenfalls spricht der Kommentator deutlich an, um was es bei der Empörung wirklich geht, nämlich um politische Gegner zu diskreditieren und mundtot zu machen. Dies zeigt lediglich, wie abstossend die ganze Deutsche Empörungskultur ist.

    Würde jemand wirklich Menschen wie Hertha Däubler-Gmelin oder den Geschäftsführer der Piratenpartei in der braunen Ecke verorten. Wirkliche Rechtsradikale wissen häufig besser, wie sie einer Entlarvung entgehen können.
  6. #25

    Zitat von Nihil novi Beitrag anzeigen
    Niemand wüsste das besser als die Konservativen, die für Hitler einfach Stalin oder Kommunismus verwenden. Von daher traue ich Herrn Fleischhauer hier, ohne seine Kollumne gelesen zu haben, eine gewisse Kompetenz zu.
    Konservative machen es auch gerne schon mal mit Hitler selbst. Immer wieder beliebt: "Nationalsozialisten waren ja auch Sozialisten..."
  7. #26

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kaum etwas bringt einen Politiker so schnell in Schwierigkeiten wie ein Nazi-Vergleich. Das musste gerade wieder der Geschäftsführer der Berliner Piraten erfahren. Doch oft ist die Empörung nur vorgeschoben. Es geht den Kritikern eher darum, einen Konkurrenten auszuschalten.

    Politische Rhetorik: Einmal Hitler, und du bist raus - SPIEGEL ONLINE
    "Doch oft ist die Empörung nur vorgeschoben. Es geht den Kritikern eher darum, einen Konkurrenten auszuschalten."

    In diesen Foren hier seit 7 Jahren, aber auch anderswo sehr gut zu sehen. Tagesgeschaeft.
  8. #27

    Mein Profil

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kaum etwas bringt einen Politiker so schnell in Schwierigkeiten wie ein Nazi-Vergleich. Das musste gerade wieder der Geschäftsführer der Berliner Piraten erfahren. Doch oft ist die Empörung nur vorgeschoben. Es geht den Kritikern eher darum, einen Konkurrenten auszuschalten.

    Politische Rhetorik: Einmal Hitler, und du bist raus - SPIEGEL ONLINE
    Ja, besser die Menschen nach ihren Handlungen bewerten.
    Wie es schon bei Johannes hieß: An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!

    Oder auch:
    „Beurteile einen Menschen lieber nach seinen Handlungen als nach seinen Worten; denn viele handeln schlecht und sprechen vortrefflich.“ Matthias Claudius ...
  9. #28

    Herr Fleischhauer, Sie haben das mit wunderbaren Humor auf den Punkt gebracht. Selten so geschmunzelt. Glückwunsch und Danke!
  10. #29

    Es geht aber noch weiter. Beide Parteien spielen oder spielten eine Vorreiterrolle in der Nutzung neuer Medien für die politische Kommunikation. Waren es die Nazis, die sich in ihrer Zeit so erfolgreich der aufkommenden Massenmedien Radio und Tonfilm bedienten, so sind es die Piraten, die bei der Nutzung des Internets zur politische Kommunikation unbestritten eine Avantgardeposition in Anspruch nehmen können.
    Und hier liegt auch der entscheidende Unterschied zwischen den Beiden. Während die klassischen Massenmedien (Radio, Film, Presse und später dann das Fernsehen) in ihrer top/down Struktur tendenziell totalitäre Herrschaftsformen befördern und von den Nazis dienstbar gemacht wurden, sind die Kommunikationsstrukturen des Internet bottom/up verankert und implizieren damit einen antiautoritären Impetus, der sich in seiner Kritik gegenüber "denen da oben" äußert und damit den Kern der Freiheits- und Teilhabeforderungen ausmachen, die die Piratenpartei artikuliert.
    So sind die Piraten durch den ihnen eingeschriebenen kommunikativen Code in ihrem politischen Wirken entgegen autoritären oder gar totalitären Herrschaftsformen ausgerichtet.


TOP



TOP