Kaum etwas bringt einen Politiker so schnell in Schwierigkeiten wie ein Nazi-Vergleich. Das musste gerade wieder der Geschäftsführer der Berliner Piraten erfahren. Doch oft ist die Empörung nur vorgeschoben. Es geht den Kritikern eher darum, einen Konkurrenten auszuschalten.
Nazi-Vergleiche sind in der politischen Rhetorik beliebt - SPIEGEL ONLINE
ich weiß nicht, ob es beabsichtigt war, doch wird in der Kolumne der heuchlerischen Berufsempörung und verlogenen Meinungsdiktatur in Deutschland ein (Eulen)Spiegel vorgehalten. Wäre zu wünschen, dass die Roths, Gabriels, Oppermanns und all die anderen schmierigen Erscheinungen der deutschen Politik ihr Spiegelbild in seiner ganzen jeweiligen Hässlichkeit und Verkommenheit erkennen und daran endlich verzweifeln...
allerdings sind deis doch die Instrumente der Augstein und Springerpresse, um deutsche Politiker als Personen abzuschießen. Sicher, wer solche Worte verwendet, muss sich stets klar sein, dass politische und journalistische Gegner aufspringen, den ZdJ aktivieren und erst, wenn Herr Graumann sich äußert, ist der Mensch tot.
Hi hi, glaube ich unbesehen. Ein Buzzword gehört, wer wird denn noch ganze Sätze im Zusammenhang erfassen wollen? Und das als Deutschlehrer.
btw hat schon mal jemand nachgedacht, ob man das Fach auch zeitgemäßer benannt werden kann? Einfach so Deutsch? Das muß doch in einen Kontext gestellt und auf die positiven Aspekte begrenzt werden. Vorschläge, die trotzdem in handelsübliche Stundenpläne passen?
natürlich ist es dämlich, da ja alle die in die Falle getappt sind nicht gerade gesten aus dem Kongo zugereist waren. Die hätten also wissen müssen das man sowas nicht mach, so wie man eben nicht öffentlich ausspuckt. Trotzdem, die Idioten, die einen zutreffenden Vergleich bejaulen, der Zuwachs an Mitgliedern und Wählerstimmen ist vermutlich wirklich der hefigste seit 80 Jahren, sind das Problem. Was dämliches sage ich auch mal, korrigiere es manchmal nach Einsicht sogar. Den geifernden Rechthabern Marke "er hat NSDAP gesagt" ist hingegen jede Reflektion fremd.
Mit fortschreitender Lektuere dieses Traktats fragte ich mich, wo der Verfasser seine sonst rhetorisch vor sich her getragene Impertinenz zu dem jeweils gewaehlten Thema gelassen hatte.
Geradezu enttaeuschend oede: nichts zu finden.
Sollte ihn etwa nun ein tieferer als bis zur Dialektik reichender Intellekt erreicht haben?
Interesssant war auch seine Anmerkung, mit wem man groteskerweise den sonst ehrenwerten und dialektisch gut geschulten Heiner Geissler schon mal verglichen hat.
Der rhetorische Bumerang trifft dann zugleich mit der rhetorischen Umlastung in grosser Unschuldsmiene im letzten Absatz des Beitrages ein: Herr Fleischhauer unterfuttert den unsaeglichen Vergleich des Oberpiraten mit passenden Zahlen.
Zum Vergleich.
Damit hat natuerlich weiterhin der Oberpirat verglichen, keinesfalls Herr Fleischhauer.
Irgendwie erinnert mich so eine kleinkunstwuerdige Wortdreher-Fertigkeit an jemandem im Koennerkreis des Herrn Geissler.
War das Pater Leppich, dem glaenzenden Rhetoriker, mit dem man ihn verglich?
Letztlich ist es nicht unsägliches Schubladendenken alleine. Dieser Art der Verkehrung nannte George Orwell 'Doppeldenk' und natürlich ist es ein Herrschaftsmittel durch verleumdende Unterdrückung. Und alle(!) wenden's an. Wie vor wenigen Wochen, als Gregor Gysi die Behandlung Griechenlands mit dem Versailler Vertrag verglich und ein Herr Volker Beck von den Grünen (sic!) drohte ob dessen in Ohnmacht zu fallen - gerade noch mit ausreichend Heldentum, von dem Dahinsinken auf die Genealogie 1871 - 1919 - 1933 zu verweisen. Einmal mehr muß ich an Monty Python denken: "Er hat Jehova gesagt!"
Das Thema wird doch nur so hochgehängt, weil eine ganze Riege alteinsessener Herren aus Politik und Presse bestürzt und verängstigt ist, dass eine Partei mit Ihnen unverständlicher Rhetorik und Organisation und ohne festes Programm ihnen den Rang abläuft - Gegenmittel nicht in Sicht!
Da wird so ein klassischer Ausrutscher natürlich zu eigenen Gunsten ausgenutzt. Aber geholfen hat diese Taktik noch keinem...
,... dass ausgerechnet der Spiegel am Abschuss der Piraten beteiligt seien soll. Es ist doch der Spiegel, der die Piraten, wie kaum eine andere Partei, zur Volkspartei hochschreibt. Kein Wunder, schließlich handelt es sich bei den Piraten um eine linke Partei. Die Piraten sind doch nach den Grünen die neuen Lieblinge aller Journalisten. Wenn dem nicht so wäre, würde es den Piraten ähnlich schlecht ergehen wie jetzt der FDP, dem Feindbild aller linken Journalisten.
... brauchen Sie sich da keine Hoffnungen zu machen. Dafür ist der Narzissmus unserer Elite viel zu groß und das Reflektionsvermögen entsprechend zu schwach ausgesprägt, als dass sie zu einer solchen Einsicht fähig wären. Um (politische) Führungspositionen aber ergattern zu können, braucht man zwangsläufig diese Kombination aus Persönlichkeitseigenschaften, die Sie als "Hässlichkeit" und "Verkommenheit" erkannt haben.