Politische Rhetorik: Einmal Hitler und Du bist raus

Kaum etwas bringt einen Politiker so schnell in Schwierigkeiten wie ein Nazi-Vergleich. Das musste gerade wieder der Geschäftsführer der Berliner Piraten erfahren. Doch oft ist die Empörung nur vorgeschoben. Es geht den Kritikern eher darum, einen Konkurrenten auszuschalten.

Nazi-Vergleiche sind in der politischen Rhetorik beliebt - SPIEGEL ONLINE
  1. #100

    Zitat von Wildes Herz Beitrag anzeigen
    Nein. Das sagt WEDER die "Hirnforschung" NOCH der "natürliche Verstand". Wenn diese Behauptung zuträfe, dann müssten die Gehirne der Menschen spätestens seit Erfindung des Rechenschiebers (vom Computer und anderen technischen Errungenschaften gar nicht zu reden!) völlig "degeneriert" sein.
    Die ersten.....
    In diesem Thread geht es nun nicht um die Endlosgeschichte BGE, dessen Finanzierung nicht mal die Piraten vorrechnen können, sondern um die geheuchelte Empörung der rot-grünen zukünftigen Wahlverlierer über die Äusserungen der Stimmenjäger bei den Piraten. ;-)
    Ich finde, daß Jan Fleischhauer in seiner Analyse mal wieder selbst übertroffen hat.
  2. #101

    Zitat von wolffsohn Beitrag anzeigen
    Besonders interessant an der Sache ist, dass sich Hitler ohnehin nicht mit anderem vergleichen lässt. Er und seine Hintermänner sind einmalig in der Historie Deutschlands. Einmalig grausam. Einmalig rücksichtslos. Einmalig menschenfeindlich.
    Sehe ich anders.
    Die Schlussfolgerung aus Ihren Ausführungen wäre ja: Weil das einmalig, unvergleichbar war, kann sowas nie mehr passieren. Darum braucht man überhaupt nicht mehr auf derartige Erscheinungen aufpassen.
  3. #102

    Einmalig?

    Zitat von wolffsohn Beitrag anzeigen
    Besonders interessant an der Sache ist, dass sich Hitler ohnehin nicht mit anderem vergleichen lässt. Er und seine Hintermänner sind einmalig in der Historie Deutschlands. Einmalig grausam. Einmalig rücksichtslos. Einmalig menschenfeindlich.
    Also mit "grausam, rücksichtslos und menschenfeindlich" gebe ich ihnen recht. Aber "einmalig"?

    Ohne das jetzt abwerten zu wollen aber organisierte Völkermorde hat es schon in vielen Kulturen gegeben. Und auch die Einschränkung der Meinungsfreiheit, Zensur (Gruß an die SPON Forum Moderatoren) Überwachung, gesellschaftliche Hetze und Denunziation findet sich in der heutigen Gesellschaft wieder. (Ups.. Nazi Vergleich?)

    Es ist halt wichtig, die wahren Ursachen solcher Gräueltaten zu bekämpfen!
  4. #103

    Nein die,

    Zitat von ginfizz53 Beitrag anzeigen
    ... und die "Volksgemeinschaft" soll das bezahlen?
    die es einführen (wollen würden).

    Eine offene Tatsache, dass die Partei, die das verspricht, "Petras" Pro-Meinung und Stimme bekommt.

    Aber auch das ist eine Phantomdiskussion (lediglich dem Adrenalinspiegel geschuldet), denn das wird nie kommen, weder von rechts noch von links außen, und von den Piraten (wenn sie denn in die Regierungsverantwortung kämen) der Mitte erst recht nicht.
  5. #104

    Hier liegt die Gefahr!

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Sehe ich anders.
    Die Schlussfolgerung aus Ihren Ausführungen wäre ja: Weil das einmalig, unvergleichbar war, kann sowas nie mehr passieren. Darum braucht man überhaupt nicht mehr auf derartige Erscheinungen aufpassen.
    Ich erinnere (sofern es mir diesmal durch die Moderation erlaubt ist) in diesem Zusammenhang gerne an die Zitate des Herrn Gauck bzgl. dieser Thematik.

    http://www.bosch-stiftung.de/content...r_Internet.pdf
    vgl. Seite 14 f. (das ganze zu lesen ist auch nicht schlecht)
  6. #105

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kaum etwas bringt einen Politiker so schnell in Schwierigkeiten wie ein Nazi-Vergleich. Das musste gerade wieder der Geschäftsführer der Berliner Piraten erfahren. Doch oft ist die Empörung nur vorgeschoben. Es geht den Kritikern eher darum, einen Konkurrenten auszuschalten.

    S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Einmal Hitler, und du bist raus - SPIEGEL ONLINE
    Fast jeden Abend laufen Dokus über die Nazizeit im TV. Keinesfalls mit kritischen Untertönen, sondern als Zeitdokument ohne Bewertung. Da redet Hitler in seiner kreischenden Art, da darf Göbbels seine Judensprüche ablassen und die Wehrmacht marschieren. Zeitzeugen kommen stolz zu Wort. Das regt keinen auf.
    Aber sag mal, dass die Autobahnen eine tolle Erfindung sind und du bist ein Nazi.
    Diese ganze Empörung ist reflexhaft, ohne Verstand. Es wird nicht mehr differenziert, sondern nur noch politische Korrektheit geheuchelt. Und es wird das Gegenüber schnell diffamiert, um sich selbst als heroischen Antinazi präsentieren zu können. Dies ist eine deutsche Volkskrankheit.
  7. #106

    Wer ist denn wir?
    .... Letzter Absatz.
    Tippe mal auf eine Auftragsarbeit für Herrn Fleischhauer und die Weidenbuschröslein.
  8. #107

    Danach kommt nichts mehr

    Zitat von labudaw Beitrag anzeigen
    (also ich glaub ich leb in einer Parallelwelt .. aber von den hier) aufgeführten Tabus hab ich noch nie gehört - der beste Beweis ist ja SPON - jeder 2. Beitrag zieht gegen diese "Tabus" zu Felde.
    Ihre Wahrnehmung scheint mir gestört zu sein. Der SPIEGEL bewegt sich, wenn auch manchmal fast rührend orientierungslos, noch eher in der linksschwadigen Nebelzone eines konditionierenden Wirtschaftsliberalismus, er repräsentiert damit auch die in Mode gekommene journalistische Nachdenklichkeit über die Schwächen des Systems – das ehrt ihn, aber trotzdem werden Sie im SPIEGEL niemals einen Artikel finden, der sich direkt gegen Wachstum, gegen die USA oder gegen die bestehende Vermögensverteilung ausspricht, ich betone „direkt“. Das sind eindeutig Tabus, das sind selbstgesteckte Grenzen, die noch viel deutlicher bei anderen bedeutenden Presseorganen und besonders im Fernsehen erkennbar werden. Natürlich wird über das 17-Millionen-Jahressalär eines Herrn Winterkorn gemeckert, auch medienöffentlich – aber das war’s dann auch schon, danach kommt nichts mehr.
  9. #108

    Bequem!

    Zitat von glen13 Beitrag anzeigen
    Diese ganze Empörung ist reflexhaft, ohne Verstand. Es wird nicht mehr differenziert, sondern nur noch politische Korrektheit geheuchelt. Und es wird das Gegenüber schnell diffamiert, um sich selbst als heroischen Antinazi präsentieren zu können. Dies ist eine deutsche Volkskrankheit.
    Es ist halt bequemer seine Karrieregegner auf die Art auszuschalten. Dann brauch man sich nicht die Mühe Machen auf einer fundiert argumentativen Basis gegen sie anzutreten.
  10. #109

    Zitat von wolffsohn Beitrag anzeigen
    Besonders interessant an der Sache ist, dass sich Hitler ohnehin nicht mit anderem vergleichen lässt. Er und seine Hintermänner sind einmalig in der Historie Deutschlands. Einmalig grausam. Einmalig rücksichtslos. Einmalig menschenfeindlich.
    Hitler ist nur ein Dreckskerl unter vielen. Er ist nicht einmalig. Hier eine Übersicht über Völkermorde:
    Völkermord