Forum


 

Politische Newcomer: Werdet erwachsen, Piraten!

DPANazi-Vergleiche, Grabenkämpfe, Attacken der Etablierten: Die Piraten sind angetreten, um zu reizen - jetzt kriegen sie die Härte der politischen Alltagsarena zu spüren. Sie selbst sind mitschuldig daran. Weil sie permanent ihre eigenen Bemühungen um Profil und Glaubwürdigkeit sabotieren.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829209,00.html
  1. #70

    .... und jetzt wähle ich Piraten erst recht!!!!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nazi-Vergleiche, Grabenkämpfe, Attacken der Etablierten: Die Piraten sind angetreten, um zu reizen - jetzt kriegen sie die Härte der politischen Alltagsarena zu spüren. Sie selbst sind mitschuldig daran. Weil sie permanent ihre eigenen Bemühungen um Profil und Glaubwürdigkeit sabotieren.

    Politische Newcomer: Werdet erwachsen, Piraten! - SPIEGEL ONLINE
    Ich hätte nie gedacht, an dieser Truppen Gefallen zu finden, aber weil jetzt wieder wie üblich die Nazi-Keule niedersaust, tue ich es umso lieber!!!! Es ist immer Dasselbe: das stillschweigende Bündnis zwischen den etablierten Blockparteien, die um ihre fetten Diätenexistenzen fürchten, und den Medien, die in krankhaftem Verfolgungswahn vor "rechts" alles mögliche herbeischreiben, funktioniert wieder einmal ...... aber irgendwann geht es schief und dann werden auch die Medien zur Rechenschaft gezogen werden, Wyschinkie wartet auf Euch!
  2. #71

    Da schreibt Annett Meiritz einen Kommentar zu den Piraten, aus dem deutlich viel Sympathie für diese zu spüren ist. Und wie reagieren die Piraten-Sympatisanten im Forum? Wie jedes mal, wenn etwas über ihre Partei geschrieben wird, das nicht eindeutig positiv ist. Mit Schimpfe auf die böse Presse oder noch besser auf die noch böseren Altparteien, die die Presse anstiften ganz Böses zu schreiben. Vielleicht sollten nicht nur die Piraten erwachsen werden, sondern auch ihre Fans. In einer Demokratie - und die soll ja durch das Projekt erweitert werden - hat die Presse die Aufgabe gesellschaftliche Strömungen zu begleiten und das kann durchaus kritisch sein.
  3. #72

    Meine Stimme bekommen die Piraten nicht. Die sind mir zu unreif. Gerade auch im Umgang mit rechten Ideologien oder Äußerungen aus dieser Ecke. Dass sowas der ideale Nährboden für einen Shitstorm ist, sollten die Piraten eigentlich wissen. Solange die Piraten keinen adäquaten Umgang mit ihren "Braunbären" entwickelt haben, werden sie immer in den Schlagzeilen stehen. Das ist auch gut so. Junge Wähler lassen sich noch schnell von diesem Revolutionsfieber mitreißen. Die Piraten haben kein Erfolgsprinzip. Die Transparenz ist aus der Netzwelt abgekupfert und in die Offlinewelt integriert worden. Das ist jetzt neu und jetzt ist das alles aufregend und interessant für junge Leute. Doch eines Tages müssen sich die Piraten den selben Problemen stellen, wie die etablierten Parteien. Dann kommt man mit dummen Sprüchen nicht mehr aus. Auch die Wähler werden älter und reifer. Damit wachsen auch ihre Ansprüche bezüglich des Wahlprogramms ihrer Partei.

    Abstreiten und Relativieren können die Piraten jedenfalls schon wie ihre etablierten Kollegen.
  4. #73

    Zitat von mart.n Beitrag anzeigen
    ... was soll die Piratenhetze? Das Problem ist, dass ihr es nicht begriffen habt. "Avanti Dilettanti", das klingt für mich positiv. Keine Berufspolitiker, keine selbsternannte Elite, keine langweiligen und nervtötenden Gestalten.
    In den Kommentaren zum Artikel "Piraten-Talk bei Illner: Stark, weil die anderen schwach sind" wurden die Piraten von einem Mitforisten (offensichtlich Piraten-Anhänger, vielleicht sogar -Mitglied) deshalb gelobt, weil sie jung und die Elite von heute sind. Sie schreiben, ..."keine selbsternannte Elite".
    Die einen sehen in den jetzigen liquiden Strukturen, den Vorteil, sich zu jedem Thema schnell eine Position zu bilden (in den Kommentaren zum selben Artikel), die anderen erwarten auch weiterhin, dass sich die Piraten zu vielen Themen gar nicht positionieren.
    Das sind nur zwei Beispiele, aber sie treffen genau den Punkt: Jeder sucht sich das aus, was ihm passt. Die Piraten wären clever, wenn sie sich auch weiterhin so wenig wie möglich festlegen. Dadurch können sie eine größtmögliche Projektionsfläche bleiben. Ich hoffe allerdings, dass sich die Verantwortung durchsetzt und die Mehrheit der Piraten nicht potentielle Protestpartei gegen alles sein will.

    Viel können sie im Moment ja ohnehin nicht falsch machen, hier im Forum tummeln sich Leute, die aus jedem Kritikpunkt an anderen Parteien einen Pluspunkt bei den Piraten zimmern. Zwei Beispiele aus dem SPON-Forum gefällig?
    Die "etablierten" Parteien werden für ihre Interessenspolitik angegriffen, aber die Forderung der Piraten nach einer Abschaffung geistigen Eigentums (selbstverständlich genauso Interesse einer bestimmten Wählergruppe) wird begrüßt.
    An den Piraten ist so sympathisch, dass sie außerhalb der Politik eigenes Einkommen haben. Bei jeder anderen Partei würden dieselben Leute sofort Käuflichkeit und/oder Lobbyismus attestieren.
  5. #74

    Wenn ich nicht wüsste,

    Zitat von mart.n Beitrag anzeigen
    ... was soll die Piratenhetze? Das Problem ist, dass ihr es nicht begriffen habt. "Avanti Dilettanti", das klingt für mich positiv. Keine Berufspolitiker, keine selbsternannte Elite, keine langweiligen und nervtötenden Gestalten.

    Abstruse Vergleiche mit der NSDAP? Mein Gott, wen interessiert denn das noch.. Außer dem Spiegel vielleicht. Mich interessiert die Politik der Gegenwart und der Zukunft und da will ich die Piraten vorne sehen. Weil mein Lebensmittelpunkt im Netz ist, beruflich wie hobbyseitig. Und nicht irgendwan 1968.

    Das die Piraten keine Nazis sind, kann wohl jeder Blinde sehen. Da nützen auch die Argumente nichts, die hier täglich an den Haaren herbeigezogen und mit den Standard-Totschlagargumenten abgewatscht werden.
    oder zumindest hoffen würde, dass dein "wen interessiert das noch . . ." die hochgradig unqualifizierte und verantwortungslose Rede eines Einzelnen, der nicht nachdenken kann, ist, würde ich sofort bei den Piraten austreten und uns auch nicht wählen.

    Dass es genauso verantwortungslose Schwachmaten in allen Parteien gibt, hierbei besonders in denen rechts, beruhigt mich höchstens, wenn ich an die 10% von Gysi denke. Scheinbar ist es bei denen von uns Piraten so ähnlich wie bei denen von den Linken: Die von den Linken haben sich alle in NRW versammelt, und die von uns haben sich alle verabredet, jammernd (teilweise rechtsgestrickten) Unsinn in den Medien rumzuposten.

    Werdet wirklich mal ein bisschen erwachsen - man fängt ja schon an, stotternd Entschuldigungen zu suchen, warum man denn ausgerechnet solche Typen wie euch unterstützen muss.


    Fleurs
  6. #75

    Widerspruch

    Der Artikel ist vollkommen falsch.
    Die Piraten sind gerade deshalb so erfolgreich, weil sie so offen sind, und weil die Diskussionskultur viel offener ist als bei allen anderen Parteien.
    Diese Offenheit auf dem Altar der Politischen Korrektheit zu opfern, waere das Schlimmste, was die Piraten sich antun koennen.

    Die Piraten sollten ueber Vergleiche mit der NSDAP lieber laecheln, als hektische Parteiausschluesse anzuleiern.

    Dieser Vergleich ist so absurd, dass sich eine Stellungnahme dazu schon fast verbietet.

    Ich halte sogar Weisband's Vorschlag fuer verkehrt, Semken's schon fuer richtiger. Die Partei muss und soll es aushalten, dass sich dort (auch) Leute aufhalten, die ein rechtes oder extrem rechtes Gedankengut haben. Solange diese nicht straffaellig werden, oder die Diskussionskultur versauen, ist es kontraproduktiv, gegen sie vorzugehen, genau, wie Semken das geschrieben hat.

    Sie stellen nur eine extreme Minderheit dar, die Partei selbst ist eher auf einem linksliberalen Weg unterwegs.

    Ich hoffe nur, im Sinne des Artikels, dass die Piraten noch lange unerwachsen bleiben, und dass sie ihre Wortwahl noch lange Zeit nicht im Griff haben werden.

    Ich bedaure die Ruecktritte und Entschuldigungen, die die Piraten bisher schon aufgrund dieser Debatten durchgefuehrt haben.

    Hier wird versucht, die gleichen politisch korrekten Massstaebe, der sich schon die alten Parteien und der Grossteil der Presser ergeben haben, auch dieser neuen Partei ueberzustuelpen.

    Ich kann den Piraten nur raten, dem nicht nachzugeben. Es wuerde nicht nur ihren Erfolg bei den Waehlern gefaehrden, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass diese Partei grundlegend neues zu unseren Problemen beitragen kann. Mit genau diesem Anspruch aber werden die Piraten verbunden, genau diesen Anspruch haben sie, und diesem Anspruch koennen sie nur gerecht werden, wenn sie sich die groesstmoegliche Offenheit und Gelassenheit bewahren.

    Um nur ein unappetitliches Beispiel zu nennen: schon Menschen, die die Leugnung des Holocausts nicht unter Strafe sehen wollen, werden als rechtsextremistisch bezeichnet. Es waere eines Piraten unwuerdig, bei solchen Unterstellungen mitzumachen.
  7. #76

    Zitat von iffel1 Beitrag anzeigen
    Und wo soll das hingehen ? Einen Plan sucht man vergebens. Antworten auf die heutigen Probleme kann keiner von diesem "Wikingervölkchen" geben, weil in der Schule nicht aufgepasst - wahrscheinlich auf hoher See gewesen (im niederländischen Coffeeshop ?).

    Eine bunte Bereicherung, aber das sollte es dann auch gewesen sein.
    Auch wenn ich die Jungs nicht wählen werde: Sie werfen ihnen vor, keinen Plan zu haben. Das stimmt sogar. Aber kann man wirklich so naiv sein und glauben, dass Merkel, Steinbrück oder Trittin einen hätten? (die Herren in Gelb und tiefrot lasse ich mal gänzlich außen vor).

    Die traurige Tatsache ist doch die, dass niemand mehr einen wirklichen Plan und sei es nur ein mittelfristiges Ziel hat. Alles navigiert nach Sicht. Die Piraten sind nur ehrlich genug es auch zu zugeben.
  8. #77

    DEr Spiegel titelte:

    ´´Avanti Dilettanti´´ -Wie die Piraten Politik versuchen

    Richtig hätte es heissen müssen:

    ´´Dilettanti Politiker versuchen die Piraten´´

    Ist jeder der mit Rechten redet jetzt schon Nazi?
    Jeder der mit einem Linken diskutiert Kommunist?
    ´´Mitte´´ ist weder ein Stil noch eine Auszeichnung oder die Mehrheit, genausowenig wie rechts oder links.
    Die Piraten sind für alle attraktiv, sogar für Nichtwähler, eben genau deshalb sind sie für Lobbykraten und Medien (noch) nicht brauchbar.
    Mag sein das sich das sicher ändert, aber Hauptsache so wenig wie möglich Wähler geben den alten Filzläusen und Seilschaften von SPD CDU FDP und Grün noch eine Stimme die nächsten 2 Jahre.
    Die Linke natürlich ausgenommen, die zerlegt sich wie immer von selbst.
  9. #78

    Ärgerlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piraten müssen erwachsen werden
    Sehr geehrte Frau Meiritz, früher war der SPIEGEL mal ein Ort, an dem kompetente Journalisten politische Probleme analysierten.

    Wenn man jetzt dagegen erleben muss, wie diese Analyse durch schnell hingerotztes Gefühligeitsgeschwurbel ersetzt wird, ist man richtig traurig: wie können Sie den "Piraten" nahelegen, ihr Erfolgsrezept aufzugeben? Haben sie es denn nicht verstanden? Dies ist die Organisation egozentrischer, meist männlicher, Einzelkinder.
  10. #79

    Zitat von biobanane Beitrag anzeigen
    Da schreibt Annett Meiritz einen Kommentar zu den Piraten, aus dem deutlich viel Sympathie für diese zu spüren ist. Und wie reagieren die Piraten-Sympatisanten im Forum? Wie jedes mal, wenn etwas über ihre Partei geschrieben wird, das nicht eindeutig positiv ist. Mit Schimpfe auf die böse Presse oder noch besser auf die noch böseren Altparteien, die die Presse anstiften ganz Böses zu schreiben. Vielleicht sollten nicht nur die Piraten erwachsen werden, sondern auch ihre Fans. In einer Demokratie - und die soll ja durch das Projekt erweitert werden - hat die Presse die Aufgabe gesellschaftliche Strömungen zu begleiten und das kann durchaus kritisch sein.
    Und die Presse sollte nicht für ihre Kritik kritisiert werden? Ist das nicht erwünscht?

    Ist ja nicht so, daß jegliche Erwiderung aus purem Reaktionismus entstehen, so wie sie es hier gerade versuchen darzustellen. Zur Urheberrechtsdebatte gab es auch Sachdiskussion, was aber an dem Thema an sich liegt. Dort geht es tatsächlich um politische Inhalte, werden sich hier wieder nur Personalpolitik zerschwafelt wird. Warum kriegt soetwas auch eine dicke Schlagzeile und die inhaltlichen Debatten nicht?
    Ich denke doch die Reformierung der Urheberrechte ist ein gewichtigeres Problem als ein paar NSDAP-Vergleiche. Wer kommt denn dadurch zu schaden bitte?








TOP



TOP