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Politische Newcomer: Werdet erwachsen, Piraten!

DPANazi-Vergleiche, Grabenkämpfe, Attacken der Etablierten: Die Piraten sind angetreten, um zu reizen - jetzt kriegen sie die Härte der politischen Alltagsarena zu spüren. Sie selbst sind mitschuldig daran. Weil sie permanent ihre eigenen Bemühungen um Profil und Glaubwürdigkeit sabotieren.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829209,00.html
  1. #40

    Ich würde gerne die Piraten wählen, da ich auch die etablierten Parteien satt habe. Mein Problem ist allerdings dass ich damit die Katze im Sack kaufe so lange ich keine Stellungnahmen zu (für mich) wichtigenThemen hören oder erkennen kann. Selbst wenn auch andere Parteien ihr eigenes Wahlprogramm nicht einhalten oder durchsetzen so weiß ich doch wenigstens die ungefähre Richtung der Reise
  2. #41

    Es ist schon irritierend, wenn bei den Piraten schon bei Vergleichen mit der NSDAP ein Shitstrom losbricht, während die adneren Parteien, die hier fordern, man solle sich distanzieren, ehemalige NSDAP-Mitglieder als Ehrenvorsitzende haben, wie die FDP mit Hans-Dietrich Genscher:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_tätig_ware n
    Ich habe nicht gehört, dass sich Frau Leutheusser-Schnarrenberger von Genscher wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft distanziert hätte. Aber vom politischen Gegner fordert sie das, was sie für sich nicht liefern will. Bigott.

    Wenn ich mir die Liste ansehe, denke ich eher an Heuchelei als eine seriöse politische Auseinandersetzung. Gestern in Frankreich haben die Wähler wütend sich zu Sarkozy geäussert, weil zu viel Politik gegen die Bürger gemacht wurde. Das war in der Weimarer Republik nach Schwarzem Freitag und hoher Arbeitslosigkeit ähnlich, als Brüning enthemmt das Sparen begann.

    Die Piraten werden heute ähnlich häufig aus Wut gewählt, als Reaktion auf die Politik der Altparteien (die keine Probleme mit NSDAP-Mitgliedern in ihren Reihen hatten, siehe Liste). man sollte über die Ursachen der Wut reden, nicht über die Wirkungen alleine unter Negierung der eigenen politischen Vergangenheit.
  3. #42

    Meine Stimme bekommen die Piraten nicht. Die sind mir zu unreif. Gerade auch im Umgang mit rechten Ideologien oder Äußerungen aus dieser Ecke. Dass sowas der ideale Nährboden für einen Shitstorm ist, sollten die Piraten eigentlich wissen. Solange die Piraten keinen adäquaten Umgang mit ihren "Braunbären" entwickelt haben, werden sie immer in den Schlagzeilen stehen. Das ist auch gut so. Junge Wähler lassen sich noch schnell von diesem Revolutionsfieber mitreißen. Die Piraten haben kein Erfolgsprinzip. Die Transparenz ist aus der Netzwelt abgekupfert und in die Offlinewelt integriert worden. Das ist jetzt neu und jetzt ist das alles aufregend und interessant für junge Leute. Doch eines Tages müssen sich die Piraten den selben Problemen stellen, wie die etablierten Parteien. Dann kommt man mit dummen Sprüchen nicht mehr aus. Auch die Wähler werden älter und reifer. Damit wachsen auch ihre Ansprüche bezüglich des Wahlprogramms ihrer Partei.

    Abstreiten und Relativieren können die Piraten jedenfalls schon wie ihre etablierten Kollegen.
  4. #43

    Zitat von Nerestro Beitrag anzeigen
    Dem Spiegel fällt auch echt kein anderes Thema mehr ein als die Piraten wieder schlecht zu machen. Zum Glück wissen das auch alle Piratenwähler und lassen sich nicht durch die Medien abschrecken...
    Mich würden wirklich mal Gründe interessieren die zu wählen bzw. ein vernünftiges Konzept. Vllt. kann mir jemand hier helfen?
  5. #44

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sollten ihre Energie nicht nur zum Turbo-Vernetzen verwenden, sondern vor allem dafür, klare Haltungen zu extrahieren. Kurzum: Die Piraten müssen erwachsen werden.

    Politische Newcomer: Werdet erwachsen, Piraten! - SPIEGEL ONLINE
    Und was soll ein "Erwachsener" in solch einer Spaßpartei, in der Shitstorming zum Programm gehört?
    Nene, das ist schon gut so wie es ist.
    Die Piratenpartei liefert das politische Nachmittagsprogramm und das macht gelegentlich auch Spaß, solange der Fremdschämfaktor niedrig bleibt.
    Bleibt so, Piraten!
  6. #45

    Irgendwie ironisch....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nazi-Vergleiche, Grabenkämpfe, Attacken der Etablierten: Die Piraten sind angetreten, um zu reizen - jetzt kriegen sie die Härte der politischen Alltagsarena zu spüren. Sie selbst sind mitschuldig daran. Weil sie permanent ihre eigenen Bemühungen um Profil und Glaubwürdigkeit sabotieren.

    Politische Newcomer: Werdet erwachsen, Piraten! - SPIEGEL ONLINE
    ...die Etablierten Parteien fühlen sich von den Piraten angegriffen, und die Medien im Auftrag dieser Parteien, versuchen sich im Piraten-Bashing ! Statt das sich diese Etablierten Parteien mal Gedanken machen WARUM es den Piraten derzeit so gut geht (sie bräuchten sich ja mal nur eine Foren durch zu lesen !) versuchen sie mit allen Mitteln diese zu diskreditieren. Ist wie im Kindergarten in der Deutschen Politik heutzutage. Wenn man selbst nichts zu melden hat, Liebe CDU und FDP, schlägt man lieber verbal um sich und versucht damit den Gegner K.O. zu schlagen. Ist gut das wenigstens die Wähler nicht ihre Scheuklappen aufhaben und wissen, WARUM sie sich an die Piraten wenden.
  7. #46

    Ich kann dir sagen, die Grünen kamen in den Massenmedien noch schlechter weg. Sie galten als Chaoten, Bürgerschreck, Linksextremisten.
  8. #47

    Mainstream und Piraten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nazi-Vergleiche, Grabenkämpfe, Attacken der Etablierten: Die Piraten sind angetreten, um zu reizen - jetzt kriegen sie die Härte der politischen Alltagsarena zu spüren. Sie selbst sind mitschuldig daran. Weil sie permanent ihre eigenen Bemühungen um Profil und Glaubwürdigkeit sabotieren.

    Politische Newcomer: Werdet erwachsen, Piraten! - SPIEGEL ONLINE
    Die Piraten sind nicht angetreten, um zu reizen. Sie sind ein automatisches Produkt der korrupten Parteienlandschaft und des Zerbrechens von Judikative, Legislative und Executive zugunsten eines zentralistischen Apparats in Brüssel, der gerade dabei ist den Rest an Demokratie und Lebenswert abzuschaffen.

    Die Piraten sind Du und Ich!

    Ausdruck der Hilflosigkeit der sogenannten Elite ist es, mittels tendezieller Presse diese Bewegung, die noch in der Findungsphase ist, zu entwerten und zu unterlaufen. Dabei sind die Mittel immer die gleichen: Nazikeule, Antisemitismus, braune Gesinnung und für die linke Genderwahngruppe die Gleichberechtigung, die mittlerweile zur Gleichschaltung umgewandelt wurde.

    Diesmal wird die Verunglimpfung wohl nicht mehr funktionieren, Gott sei Dank!
  9. #48

    Sehr viel Sympathie für die grundsätzlichen Beteiligungsideen der Piraten, aber leider klafft eine immer deutlichere Lücke zwischen den artikulierten Ansprüchen und der gelebten Wirklichkeit und dies führt dazu, dass es eigentlich nicht mehr geboten erscheint die Piraten aktiv zu unterstützen. Beobachten scheint angesagt, ob die Piraten lernen mit den Problemen ihrer Ansprüche um zu gehen.
  10. #49

    Das ist der Kernsatz des Artikels

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nazi-Vergleiche, Grabenkämpfe, Attacken der Etablierten: Die Piraten sind angetreten, um zu reizen - jetzt kriegen sie die Härte der politischen Alltagsarena zu spüren. Sie selbst sind mitschuldig daran. Weil sie permanent ihre eigenen Bemühungen um Profil und Glaubwürdigkeit sabotieren.

    Politische Newcomer: Werdet erwachsen, Piraten! - SPIEGEL ONLINE
    "Wenn sie weiterhin keine klaren Positionen zu zentralen gesellschaftspolitischen Fragen entwickeln,..."
    Spon bringt es auf den Punkt! Die bürgerlich etablierten Parteien haben mit den Piraten ein echtes Problem. Sie möchten gern wissen, in welcher Ecke des politischen Farbenspektrums diese Partei anzusiedeln ist. Weil sie das nicht wissen, wissen sie auch nicht wie freundlich oder wie ablehnend sie diesen Neuen gegenübertreten sollen. Würden die etablierten das wissen, würden sie entweder die helfende Hand ausstrecken und sie zu sich heranziehen, um sie in der Zukunft mehr oder minder zu vereinnahmen. Aber wer füttert schon solche, die dann letztendlich in der anderen politischen Ecke sich zu Hause fühlen.
    Und das ist das große Ungemach. Nächstes Jahr im Herbst sind Bundestagswahlen und man kann diese Leute bis jetzt nicht planen. Wenn der Zuspruch zu den Piraten so weiter geht, fliegen die alten Gelben als neue Freiheitsfaniker aus dem Bundestag raus und die Schwarzen haben keinen Lieblingskoalitionspartner mehr. Die Grünen dienen sich zwar als Ersatz bereits an, aber igitt, das Richtige ist es aber auch nicht. Also könnten auf den Oppositionsbänken dann schwarze Kissen neben tiefroten und eventuell orangen liegen. Nicht sehr ermutigend. Rosa - Grün wäre eine Möglichkeit. Aber wenn es nicht ganz langt, die Linke, aber nein, die hatten zwar in der Vergangenheit oft Recht, aber koalieren mit denen? Niiiemals! Aber mit wem? Mit den Seeräubern? Aber wofür stehen die? Zerschießen nicht die ganze schöne politische Richtung?
    Was bleibt also? Die Seeräuber angreifen, weil sie eventuell Wählerstimmen abziehen? Aber nicht zu doll, weil man die Orangen vielleicht in einer Koalition braucht. Scheiß Politik !!


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