Der Rettungsschirm wird immer größer, die Transferunion kommt, und Gauck wird Präsident: Die Kanzlerin erreicht alles, was sie nicht will. Den Ruf der neuen Eisernen Lady Europas trägt sie deshalb zu Unrecht. Thatcher wollte die Revolution. Merkel will nur das Amt.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...818554,00.html
Frau Merkel muss nicht klammern oder aussitzen. Es gibt niemanden, der ernsthaft Ihren Rücktritt fordert, ausser ein paar irrelevante Forenbeiträge! Sie stellte sich bereits 2 Mal zur Wahl und wird es ein drittes Mal tun und bei Wahlen kann man nun mal klammern oder aussitzen oder gar leugnen wie Herr Schröder, dem Ergebnis der Wahl wird auch Frau Merkel folge leisten müssen. So einfach ist das.
Warum nicht? Fänden Sie es besser, wenn sie ohne Rücksicht auf Verluste eine Politik gegen die Wählerinteressen durchdrücken würde?
(Ja, ich weiß, jetzt werden Hunderte hier schreiben, dass sie nichts anderes tut, als das Volk zu knechten, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden)
Es wird doch -völlig zu Recht übrigens- immer gefordert, dass mehr direkte Demokratie eingeführt werden solle, dass das Volk mehr zu entscheiden haben soll. Dann brauchen wir aber solche Politiker wie Merkel, die pragmatisch, je nach Gegebenheiten, die vom Volk gewünschte Politik durchführen. Also eher verwalten.
Seltsamerweise werden hier aber ganz andere Politiker gefordert, solche, die starke Führer sind, feste Überzeugungen haben und diese Überzeugungen stur, gegen alle Widerstände durchpauken.
genau, die maggie thatcher! alles richtig gemacht! sie sind mir ja ein kenner! warum ist denn die UK (da duerfen sie auch gern alle staaten einbeziehen) dort wo es ist???? so weit sind die von portugal nicht mehr entfernt!
huldigen Sie der Maggie! ich bleib bei merkel. da ist weniger pathos und mehr gespuer am werk. ideologen braucht heute kein mensch mehr!
gruss aus shanghai
Ist Merkel schuld an den Finanzproblemen Griechenlands?
Natürlich nicht!
Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es?
1. Pleite Griechenlands
2. Bürgschaften etc.
3. Eurobonds
Zu 1. hat Merkel gesagt, "so ein Risiko könne sie nicht verantworten". Dies kann ich akzeptieren, solange sie Ziffer 3 (die Strategie von Rot/Grün) verhindert. Mit Eurobonds sind wir für alle Zeiten verloren. Dann können alle weiter 10 Jahre auf unsere Kosten über ihren Verhältnissen leben - bis dann das System zusammenbricht.
Die hatten weder im esoterischen Sinne noch anderweitig eine Vision. Die hatten ein klares Thema und ein klares Ziel und vielleicht einen Traum. Entscheidend aber: sie hatten das Glück, dass unsere Wirtschaft, im Gegensatz zu der britischen, tatsächlich so stark war, dass sie die Träume von Gewerkschaftsführern überleben konnte. Schauen Sie sich die britische Realwirtschaft an, was haben da all die z.T. jahrelangen Streiks gebracht?
Ja genau, deshalb sind die Strassen voller Bettler und alle Deutschen würden gern in andere Sozialsysteme auswandern. In Wahrheit gehen viele Deutsche ins Ausland, um sich endlich entfalten zu können ohne ständig "sozial gerecht, sozial gerecht, sozial gerecht" von fettgefressenen, selbstmitleidigen Losern anhören zu müssen.
Wenn Sie einmal wissenschaftlich gearbeitet hätten und wenn es nur beim Studium war, dann würden Sie die Frage nicht stellen. Wenn ich in 10 Experimenten festgestellt habe, das meinen Reaktor mit Himbeersaft nicht zu betreiben ist, dann versuche ich eben im 11. Versuchsaufbau mal was anderes. Genau das macht Frau Merkel. Gut so. Starre Ideologen sind mir ein Graus.....
Die Arroganz hier im Forum von Leuten, die alles Besser wissen und in letzter Konsequenz nach der nächsten Wahl verzweifelt aufstöhnen, weil sie mal wieder unrecht hatten, ist schon bemerkenswert.
Merkel ist eine populistische Pragmatikerin. Wenn sie ihre Position einer klaren Mehrheitsmeinung in Deutschland anpassen kann, ohne ihre eigene politische Basis zu sehr zu vergrätzen, dann tut sie das. Dagegen spricht erstmal ja auch gar nichts, im Gegenteil: Wenn eine Bundeskanzlerin gewillt ist, einer klaren Mehrheit der Bevölkerung Gehör zu schenken, dann ist das generell erstmal gut.
Einem CDU-Stammwähler ist unter den Eindrücken von Fukushima ein Einlenken beim Atomausstieg absolut vermittelbar. Auch ein Mindestlohn. Gauck ist konservativer als Wulff, da haben sich Gabriel und Trittin ein klassisches Eigentor geschossen (die Umfragen beweisen es).
Wo ist sie hart geblieben? Bei der de-facto Übernahme der Schulden der EU-Südländer durch Eurobonds vor Konsolidierung derer Haushalte - hier hat sie Härte gegen heftigsten internationalen Druck nachgewiesen (wo SPD und Grüne eingeknickt sind). Zufall, dass auch das wesentlich populärer war?
Sie läuft nicht JEDER politischen Mode nach. Populistischen Strafmassnahmen gegen Griechenland oder "Zurück zur D-Mark"-Träumern hat sie nicht nach dem Mund geredet. Einen Realpolitik-Plausibilitätscheck macht sie also schon. Aber die Tatsache, dass sie einer dogmatischen Ideologin wie Thatcher nicht nacheifert, ist aus _meiner_ Sicht kein Makel. Da nehme ich lieber die vernünftige Pragmatikerin, vielen Dank.
Na, wenn Sie es nicht glauben wollen kann ich natürlich auch eine Quelle liefern:
Eurobonds und SPD:
Eurobonds | Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Mit Verlaub, den Aufwand zu Belegen, dass Griechenland einer der Hauptverursacher der gegenwärtigen Krise ist, bei allem Respekt, spare ich mir.
Das Rätsel ist natürlich warum einige Leute ganz offensichtliche Tatsachen ignorieren? Vielleicht können Sie ja mal darlegen warum Sie glauben die SPD sei nicht für die Einführung der Eurobonds obwohl deren Parteiseite das Gegenteil behauptet?