picture-alliance/ dpaNichts als Politik, sieben Tage die Woche, stets erreichbar - dagegen wehren sich immer mehr Spitzenleute. Sie wollen auch für ihre Familie da sein. Aber ist das überhaupt möglich? Mancher tut sich schwer mit der Work-Life-Balance.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...818329,00.html
vom Modell Merkel? Können wir nicht, denn Merkel pflegt ja kein Familienleben, die einsame (!) Frau aus dem Betonbunker in Berlin. Deshalb kommt sie ja auch immer wieder auf die "anti-familiere" Idee, Sitzungen im Kanzleramt auf das Wochenende, mit Vorliebe auf den Sonntag zu diktieren! Das beweist, dass Merkel auch das Zeitmanagement nicht beherrscht, dass sie mit Familiensinn sowieso nichts anfangen kann.
So wichtig ist die Politik nun auch wieder nicht, dass der Sonntag und mit ihm die Familie dafür geopfert wird!
Lauterbach ist skeptisch >"Die kleine Gruppe von absoluten Spitzenleuten in allen Parteien hat immer mehr zu tun."<
Wenn der arme Herr Lauterbach mehr Freizeit haben will, brauch er ja bloß nicht in jede Talkrunde rennen. Oder er gibt ein paar Aufsitzratsposten ab. Aber da er ein Spitzenpolitiker ist muss er ja immer und immer wieder in jede Talkshow rennen, und jeden Aufsichtsratsposten annehmen.
Wenn man zynisch sein wollte könnte man behaupten, dass man es bei von der Leyen merkt, dass sie sich am Wochenende nicht mit Politik beschäftigt.
Top-Position mit Frauenquote, viel Freizeit und riesigem Gehalt?
Das gibts nur im Schlaraffenland oder im Sozialismus.
Es funktioniert nämlich nicht.
Wie der Spiegel richtig bemerkt, sieht "sich" Frau vdL als Vorreiterin des Anti-Kohl-Modells. Damit ist sie aber whl auch alleine. SPON kann sich gern mal im Umfeld der Ministerin umhören, ob sie diese Lässigkeit auch dort zulässt, brennen doch gerade im Ministerium der Ministerin Abends die Lichter besonders lange...
Das Frau vdL ihre Mutterschaft für 7 Kinder gerne besonders herausstellt, ist bekannt. Schade, dass SPON dies unkritisch übenimmt. Eine so besondere Leistung ist das nicht (sieht man mal von Schwangerschaft/ Geburt ab). Es dürfte ja allgemein bekannt sein, aus welchem Umfeld die Ministerin kommt - und welche Unterstützung sie bei der Kinderbetreuung/-erziehung sowie der Pflege ihres Vaters erhält. Das muss man sich erst einmal (auch finanziell) leisten können. Wozu man das dann aber immer so besonders herausstellen muss und Homestories abgibt, bleibt mir wohl ewig verborgen.
Vor allem aber kann die Arbeitsministerin von der Leyen der Republik vorleben, wie man Karriere und Familie unter einen Hut bekommt. Ein besseres Rollenmodell als die Ministerin hätte sich ihr Haus gar nicht ausdenken können.
Wenn sie am Wochenende von oder nach Berlin fährt, bleiben aber immerhin noch gut 5 Tage von der Woche übrig.
Wer kümmert sich dann um die Kinder?
Wenn ich recht informiert bin, ist ihr Mann Heiko v d L. Unternehmer und Frau v d L. wird als Arbeitsministerin auch nicht gerade am Hungertuch nagen.
Das ist etwas anderes. als in selber Situation ein Otto Normalverbraucher über die Runden kommen muß
denn ich muß erkennen, daß auch Politiker, wie so viele andere Menschen ein Problem mit ihrem Privatleben haben.
Ich habe erfahren, daß man auch bei einer 60-70-Stundenwoche außerhalb plus Wochenendarbeit mit seiner Familie zusammensein, den Kindern vorlesen, sogar sich noch die Nächte um die Ohren schlagen, Brot backen und Essen kochen kann. Das locker länger, als zehn Jahre. Allerdings muß ich zugestehen, daß die Suche externer Gespielen nicht mehr zu schaffen war.
Als Nichtpolitiker muß man dann ungepampert auch kurz vor dem Rentenalter noch arbeiten, oder seine Rücklagen aufbrauchen.