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Politiker-Protest gegen Wut im Netz: Shitstorm, nein danke!

CorbisEr ist das Kampfinstrument des virtuellen Wutbürgers: der Shitstorm. Immer häufiger werden Politiker zum Ziel elektronischer Beschimpfungen. Es wird gepöbelt, attackiert, oft unterhalb der Gürtellinie. Jetzt sprechen die Betroffenen über ihre Erfahrungen - und fordern mehr Anstand im Netz.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829312,00.html
  1. #250

    Ich fordere mal wenigstens ETWAS Anstand in den Plenarsälen. Etwas Anstand gegenüber dem Wähler. Ein Anfang wäre z.B. endlich die UN-Konvention gegen Korruption umzusetzen... Das mit dem Anstand ist bei Politikern eben leider meistens ein Glashausthema
  2. #251

    Deutsches Phänomen?

    Ich kenne das Phänomen, das sich von nun an also "Shitstorm" nennt, im Netz schon seit seinen Anfängen.

    Es scheint - zumindest in meiner Wahrnehmung - ein typisch deutsches Phänomen zu sein.

    Wann immer ich in einer deutschen Newsgruppe (heute: "Forum") eine fachliche Frage stellte, fanden sich immer - wirklich: IMMER - irgendwelche - wie soll man sie nennen, ohne abfällig zu werden ... sagen wir: "Trolle" - ein, die auf ironische, ja sarkastische Weise versuchten, persönlich Angriffe zu starten, statt sich mit dem eigentlichen Thema konstruktiv und zielführend auseinanderzusetzen.

    Nach mittlerweile 20 Jahren Erfahrung im Netz nervt mich dieses Verhalten im Übermaß. Sachliche Diskussionen sind nur schwer zu führen, weil sich immer wieder mindestens zwei bis drei Trolle finden, die entweder ihr unterentwickeltes Ego mit fremder Hilfe befriedigen oder einfach nur eine Diskussion stören wollen.

    In englischsprachigen Newsgruppen ist mir so etwas in all dieser Zeit so gut wie noch nie passiert - außer es gab auch dort ein Übermaß an Deutschen.

    Mittlerweile bewege ich mich nur noch in englischsprachigen Foren. Hier fühle ich mich zu Hause. Hier wird mir geholfen, und hier kann ich anderen helfen.

    Der einzige Internet-Zusammenarbeitstyp, in dem ich mich noch auf deutsch bewege, sind die Kommentarseiten der einschlägigen Zeitungen hierzulande. Die Funktionalität ist hier quasi auf ein "Hit and Run" beschränkt und ich will/kann/muss mich nicht in eine Diskussion verstricken lassen. Gut so.
  3. #252

    Zitat von Vorzeichen Beitrag anzeigen
    Es könnte Vieles in der Politik besser laufen, aber eine Unverschämtheit ist es höchstens, Leute zu bespucken, die nur ihren Job machen.
    Sie sollten vielleicht dazu schreiben, von welchem Job Sie reden, denn der Plenarsaal ist meistens gähnend leer, im Gegensatz zur "Zuschauertribüne".
  4. #253

    Zitat von My2Cents Beitrag anzeigen
    Ich kenne das Phänomen, das sich von nun an also "Shitstorm" nennt, im Netz schon seit seinen Anfängen.

    Es scheint - zumindest in meiner Wahrnehmung - ein typisch deutsches Phänomen zu sein.

    Wann immer ich in einer deutschen Newsgruppe (heute: "Forum") eine fachliche Frage stellte, fanden sich immer - wirklich: IMMER - irgendwelche - wie soll man sie nennen, ohne abfällig zu werden ... sagen wir: "Trolle" - ein, die auf ironische, ja sarkastische Weise versuchten, persönlich Angriffe zu starten, statt sich mit dem eigentlichen Thema konstruktiv und zielführend auseinanderzusetzen.

    Nach mittlerweile 20 Jahren Erfahrung im Netz nervt mich dieses Verhalten im Übermaß. Sachliche Diskussionen sind nur schwer zu führen, weil sich immer wieder mindestens zwei bis drei Trolle finden, die entweder ihr unterentwickeltes Ego mit fremder Hilfe befriedigen oder einfach nur eine Diskussion stören wollen.

    In englischsprachigen Newsgruppen ist mir so etwas in all dieser Zeit so gut wie noch nie passiert - außer es gab auch dort ein Übermaß an Deutschen.

    Mittlerweile bewege ich mich nur noch in englischsprachigen Foren. Hier fühle ich mich zu Hause. Hier wird mir geholfen, und hier kann ich anderen helfen.

    Der einzige Internet-Zusammenarbeitstyp, in dem ich mich noch auf deutsch bewege, sind die Kommentarseiten der einschlägigen Zeitungen hierzulande. Die Funktionalität ist hier quasi auf ein "Hit and Run" beschränkt und ich will/kann/muss mich nicht in eine Diskussion verstricken lassen. Gut so.
    Verwechseln Sie die Internetcommunities mit Newsgroups? Ich kann jedenfalls berichten, dass in den Newsgroups explizit immer auf die Netiquette verwiesen wurde und immer noch wird, die Netiquette auch immer zur 'Charta' der jeweiligen Group gehört. Zudem haben die Teilnehmer der Group auch immer darauf hingewiesen, wenn sich jemand daneben benommen hatte, so dass sich eine echte Kultur der Netiquette entwickeln konnte. Anders wurde es tatsächlich mit den Communities, die Ende der 90er verstärkt aufkamen. Hier sorgten dann Moderatoren für die Einhaltung bestimmter Regeln. Was meiner Erfahrung nach eine Verschlechterung war. Ist halt die Frage, ob alle gemeinsam verantwortlich und freiwillig für etwas eintreten oder wenige (Moderatoren) das Hausrecht mehr oder weniger schlecht durchsetzen (können).
  5. #254

    Unmittelbar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er ist das Kampfinstrument des virtuellen Wutbürgers: der Shitstorm. Immer häufiger werden Politiker zum Ziel elektronischer Beschimpfungen. Es wird gepöbelt, attackiert, oft unterhalb der Gürtellinie. Jetzt sprechen die Betroffenen über ihre Erfahrungen - und fordern mehr Anstand im Netz.

    Politiker-Protest gegen Wut im Netz: Shitstorm, nein danke! - SPIEGEL ONLINE
    Unmittelbar nachdem die Politiker zu den demokratischen Werten zurückgefunden haben, wird das ganz sicher aufhören und gesellschaftlich geächtet. Also nie!!
  6. #255

    Unsere Politikerkasper können ein bisschen virtuelles gepöbel nicht vertragen? Wer´s glaubt...
    Der nächste Versuch die Meinungsfreiheit im Netz zu beschneiden, indem man es "Shitstorm" nennt.
    Denen ist doch völlig egal wie die tatsächliche Stimmung im Volk ist. Die Politikkasper trösten sich doch alle mit ihren geschönten und unrealistischen Umfragewerten.
  7. #256

    Das kann ich bestätigen

    Zitat von My2Cents Beitrag anzeigen
    Ich kenne das Phänomen, das sich von nun an also "Shitstorm" nennt, im Netz schon seit seinen Anfängen.

    Es scheint - zumindest in meiner Wahrnehmung - ein typisch deutsches Phänomen zu sein.
    Meine langjährige Erfahung in diversen deutschen und internationalen Online Foren ist ähnlich. In einem deutschen Forum findet man fast immer Leute, die sich verbal "an die Gurgel" gehen. Oft sind banale Misssverständnisse der Ausgangspunkt. In anderen Ländern steht erst mal die sachliche Kommunikation im Vordergrund, nicht die offensichtliche Lust am Streiten. Ich habe die gleiche Konsequenz wie Sie gezogen.
    Allerdings gibt es die Gemeinsamkeit in fast allen Ländern, dass Politiker (wenn mal die Sprache darauf kommt) grundsätzlich für mehr oder weniger unfähig, korrupt, abstoßend, widerlich gehalten werden.
  8. #257

    In den Internet Foren werden MeinungsTrends deutlich...

    Zitat von boinakarre Beitrag anzeigen
    Unsere Politikerkasper können ein bisschen virtuelles Gepöbel nicht
    vertragen?
    Denen ist doch völlig egal wie die tatsächliche Stimmung im Volk ist.
    Die Politikkasper trösten sich doch alle mit ihren geschönten
    und unrealistischen Umfragewerten.
    ... für die Politiker ist das eine seltene Gelegenheit ungefilterten
    Feedback vom Wahlvolk zu bekommen. Repräsentativ ist das
    Meinungsbild in den Internetforen allerdings nicht, das kann
    keine Meinungsumfrage ersetzen.

    Die bösen Internet-Menschen wollen nicht unter ihrem richtigen
    Namen online über Politik diskutieren. Es gibt genügend Gründe,
    dort anonym aufzutreten, wenn einer über die Tyrannei
    des Kapitals schreibt oder den Realitätsverlust der Erfüllungsgehilfen
    der Banker in der Politik beschreibt.
  9. #258

    ..

    Zitat von boinakarre Beitrag anzeigen
    Unsere Politikerkasper können ein bisschen virtuelles gepöbel nicht vertragen? Wer´s glaubt...
    Der nächste Versuch die Meinungsfreiheit im Netz zu beschneiden, indem man es "Shitstorm" nennt.
    Denen ist doch völlig egal wie die tatsächliche Stimmung im Volk ist. Die Politikkasper trösten sich doch alle mit ihren geschönten und unrealistischen Umfragewerten.
    Sie können noch nicht einmal zwischen Meinungsfreiheit und Beleidgung unterscheiden.

    Damit haben Sie sich schon so dermaßen disqualifiziert, dass man den Rest des Beitrages, (ob falsch oder richtig sei mal dahin gestellt) getrost ignorieren kann.

    Da Sie hier anonym posten, haben Sie mit keinem shitstorm zu rechnen.
  10. #259

    Es ist doch wohl hier

    Zitat von boinakarre Beitrag anzeigen
    Unsere Politikerkasper können ein bisschen virtuelles gepöbel nicht vertragen? Wer´s glaubt...
    Der nächste Versuch die Meinungsfreiheit im Netz zu beschneiden, indem man es "Shitstorm" nennt.
    ....
    eindeutig beschrieben, was man hier Shitstorm nennt. Wenn Sie das für eine korrekte Form der Meinungsäußerung halten, sagt das viel über Sie aus...oder über mich, dass ich hinter dem Mond lebe.

    Ich bin so erzogen worden, dass zur Meinungsäußerung erstmal die Bildung einer Meinung/Haltung gehört. Dann sollte es auch möglich sein, diese Meinung/Haltung mehr oder weniger sachlich innerhalb gesellschaftlicher Normen und Regeln zu äußern und dafür offen einzutreten - gerne auch kämpferisch aber an der Sache orientiert. Sollte man seine Meinung weder sachlich begründen können noch ohne Pöbeleien äußern können, ist die Meinung und deren Äußerung komplett entwertet, da niemand davon lernen kann oder die Meinung überhaupt ernst nehmen kann. Aber vielleicht ist das ja auch tatsächlich mittlerweile überholt und ich lebe mit einigen anderen hinterm Mond - und dann ist das auch gut so.


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