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Politiker-Protest gegen Wut im Netz: Shitstorm, nein danke!

CorbisEr ist das Kampfinstrument des virtuellen Wutbürgers: der Shitstorm. Immer häufiger werden Politiker zum Ziel elektronischer Beschimpfungen. Es wird gepöbelt, attackiert, oft unterhalb der Gürtellinie. Jetzt sprechen die Betroffenen über ihre Erfahrungen - und fordern mehr Anstand im Netz.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829312,00.html
  1. #220

    Höret die Signale !

    Es ist doch logisch das zunehmend einen der Kragen platzt .
    Wer die Bundestagsreden hört oder die Muppetshows der Parteitage
    hört ewig das gleiche , Wachstum , Wachstum , weniger Staat , Eigenverantwortung , weniger Steuern und nochmal weniger Steuern ,
    bla , bla , bla . Man könnte meinen da gibt es im Rücken unserer ein "Volksvertreter" ein Audiokassettenfach wo eine schon längst abgewetzte Kassette nonstop vor sich hindudelt . Manchmal ist man schon gedanklich bei den ZK Sitzungen , da war auch alles in rosarot
    geredet , Pläne übererfüllt , wir schreiten vorran , der Sieg ist unser .
    Die in Wandlitz auf Wolke Sieben lebende Greise haben doch kaum etwas begriffen was das Volk will oder welche Sorgen es hat . Bei den heutigen Reden ist es nicht anders , wie soll es auch sein wenn man mit x - Nebenverdiensten selbst im Geldsack sitzt und von der Lobby umschwärmt wird und man sich Gedanken macht wer einem nach der Politkariere einem ein schönes gutdotiertes Plätzchen anbietet . Man lebt doch in einer eigenen Welt , da ist es doch verständlich das man dann über ein Shitstorm erstaunt ist zumal ja die Umfragewerte oft den Eindruck erwecken man ist allseits geliebt . Selbst wenn einer zur Erkenntnis kommt das die Reden seiner Partei Shit sind , wird er als Partei-Lemming weiter im Gleichschritt der Parolen maschieren . Wenn das so weiter geht man dem Auseinanderdriften der Gesellschaft und den Ausverkauf der Steuerzahler würde mich nicht wundern wenn der Shitstorm in ein Stonestorm endet .
  2. #221

    Ob man will oder nicht. Bashing als Shitstorm ist eine Möglichkeit des Bürgers zu sagen, was er denkt. Das kann wie eine Karthasis wirken.
    Natürlich bewegt man sich dabei auf unterem Niveau, und das durch alle Schichten - gestern z. Bsp. Apothekerschelt gegen Bahr.
    Wichtig dabei ist, dass die Shitstormer nicht tun, was sie denken (Lynchaufruf in Emden). Ansonsten: Denk ich an ... bin ich um den Schlaf gebracht!
  3. #222

    Zitat von entspannt Beitrag anzeigen
    Entschuldigung aber Sie wollen jetzt nicht den grundlegendsten Mechanismus der Demokratie als besondere Erkenntnis verkaufen, oder?
    Wie erklären Sie sich, dass es offenbar keine Partei gibt, die einfach tut, "was das Volk will"?
    Sind Sie mal auf die Idee gekommen, dass es Entscheidungen gibt, die getroffen werden müssen obwohl sie unpopulär sind?
    Graf Joseph Marie de Maistre:
    -Zitat-„Toute nation a le gouvernement qu'elle mérite." -Zitat Ende-
    einfach übersetzt:
    "Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient"

    ...und dann kehrt jedoch Egbert Nießler das Zitat im Hamburger Abendblatt einfach um indem er schreibt -Zitat: „Allerdings gilt die Weisheit oft auch umgekehrt. Auch die Regierenden haben das Volk, das sie verdienen. Denn in stabilen Staatswesen haben sie sich durch ihr Handeln ihre Bürger zu dem erzogen, was und wie sie sind.“ -Zitat Ende.

    Wir haben es alle selbst in der Hand...doch bei der schrumpfenden Wahlbeteiligung schaffen es die derzeitigen Volksvertreter immer wieder: Staubsaugerverteter verkaufen Staubsauger, Kosmetikverteter verkaufen Kosmetik. Warum sollen dann die Volksverteter aus der Reihe schlagen?
  4. #223

    Sehr viel - Grundrechnen!

    Zitat von levitian Beitrag anzeigen
    Was hat erbsenzählen mit Bildung zu tun?
    Zum Einen bedeutet "erbsenzählen" das visuelle oder haptische Erkennen (auch neudeutsch "Scanning" genannt) und zumk Anderen zählt
    Mathematik, und damit die Grundrechenart Addieren, zum Prüfungsfach für Abiturienten (Bildung). Auch und besonders an Kassen, und hier nähern wir uns dem Bereich "Politiker und Abkassieren", ist es überaus wichtig, neben dem Erbsenzählen auch das Zählen von Geld zu beherrschen. Ich kenne einige Menschen, die zwar Rechner bedienen können, aber, weil sie das können, die 4 Grundrechenarten für den Eigenbedarf abgeschafft haben - und darauf bauen Politiker!
  5. #224

    x

    Zitat von _meinemeinung Beitrag anzeigen
    aus dem Artikel:
    "Durch das Phänomen der Online-Wutausbrüche drohen Politiker sich von einer virtuellen Stimmung einschüchtern zu lassen, von der nicht immer ganz klar ist, ob sie sich in dieser Ausprägung auch im wirklichen Leben wiederfindet - oder vielleicht doch nur einen Bruchteil der Realität abbildet."

    ich denke, das Gegenteil ist der Fall. Es ist im wirklichen Leben nicht ganz klar, ob die zur Schau gestellten "angepassten" Verhaltensweisen der Menschen die Realität darstellen oder ob nicht doch innerlich die große Wut, der Hass auf "die da oben", das Denken bestimmt.

    Gnade uns Gott, wenn das mal ausbricht.
    Interessanter Umkehrschluss. Das nenn ich reflektieren. Denke auch, dass eher das Gegenteil ist der Fall ist.
  6. #225

    Selbstzweck

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er ist das Kampfinstrument des virtuellen Wutbürgers: der Shitstorm. Immer häufiger werden Politiker zum Ziel elektronischer Beschimpfungen. Es wird gepöbelt, attackiert, oft unterhalb der Gürtellinie. Jetzt sprechen die Betroffenen über ihre Erfahrungen - und fordern mehr Anstand im Netz.

    Politiker-Protest gegen Wut im Netz: Shitstorm, nein danke! - SPIEGEL ONLINE
    Es wird langsam Zeit dass sich SPON nach den Erfolgen der Piraten mal wieder beruhigt. Dieses aufgeregte Rumgegacker ist nichts als ein aussichtsloser Kampf um die Meinungsführerschaft bei Netzthemen. Journalismus verkommt hier zum Selbstzweck.
  7. #226

    Zitat von flowpower22 Beitrag anzeigen
    Das ist doch eigentlich relativ "harmlos". Zwar nicht die feine Englische Art, aber Politker sollten so etwas nicht so ernst nehmen. Kids bashen sich da ja auch gegenseiteig vor und zurück. Das ist halt der Preis der Anonymität.
    Anonymität fördert die freie Meinungsäußerung. Das dabei dann einige Meinungen fundierter sind als andere... ok.
    Der Schlussfolgerung, dass Politiker das Phänomen nicht so ernst nehmen sollten, halte ich jedoch für falsch. Nach meinem Eindruck befinden sich viele Politiker heute ohnehin schon in einer Art inzestiösem Elfenbeinturm, in dem nur die Parteimeinung existiert, die Parteiregeln ausschlaggebend sind und alles zum Wohle der Partei geschieht. Mehr ungefilterter Meinungsinput von außen wäre da nicht das Schlechteste.

    Was sich unsere Politiker und wir alle (mehr oder weniger ausgeprägt) uns jetzt noch angewöhnen müssen, ist ein neues Zuhören, das dem Medium Internet entspricht.
    Draußen auf der Straße haken wir Leute, die in höheren Frequenz- und Dezibelbereichen das Ende der Welt ankündigen als Spinner und Leute mit wilden, unzusammenhängenden Pöbeleien als Deppen ab.
    Im Internet bezeichnen wir die gleichen Typen schnell mal als Meinungsführer... was hier doch genauso blödsinnig ist, wie es auf der Straße wäre.
  8. #227

    Auch nach dieser SPIEGEL-Berichterstattung glaube ich nicht, dass die Herren Politiker die Ursachen verstanden haben. Wer sanfte Antworten haben will, muss sanft fragen. Außerdem darf die antwortende Gemeinde nicht das Gefühl haben, ausgelassen worden zu sein. Beispiel:
    How not to do it: Regierung: "Wir wollen eine Herdprämie einführen."
    How to do it: "Uns ist da so ein verrückter Gedanke gekommen, eine sog. Herdprämie bereitzustellen. Was spricht dafür, dagegen?"
  9. #228

    Stammtisch

    Man muss das auch mal so sehen. Seit es Politik gibt, gibt es auch den Stammtisch, an dem sich Bürger gemeinsam gegenseitig erklären, warum die da oben einfach zu blöd sind wie eigentlich alles richtig sein müsste, dass ganze beim zünftigen Bierchen. Und der Stammtisch hat nicht unbedingt etwas mit Gesellschaftlicher Stellung oder Bildung zu tun. Das ist eine bestimmte Art, sich mit Dingen, von denen man mehr oder weniger Ahnung hat, auseinanderzusetzen.

    So ein Shitstorm ist zu einem namhaften Anteil genau so ein Stammtisch, bloß mit dem unterschied, dass der, über den gesprochen wird, irgendwie mit am Tisch sitzt und dass nichts im Suff Ausgesprochenes dezent übergangen im Raum verhallen kann, sondern alles steht protokolliert und in bytes gebrannt da, auch am verkaterten Morgen noch. Damit muss man auch erstmal umgehen lernen.
  10. #229

    NAJA - aber mal Ährlich!

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Schluss mit den Anglizismen, der Shitstorm gehört eingedeutscht: Stuhlgang-Sturm, Unflat-Unwetter? – nein, zu sperrig – Pupsbö und Windelwind auch nicht, klingt zu popelig. Aber vielleicht Toiletten-Tornado, Fäkal-Orkan oder Flatulenz-Blizzard. Und wer einmal ins Diarrhoe-Gebläse des Internet gekommen, der läuft danach mit einer vollen Windhose herum... oder so. Was ist noch schlimmer als der Shitstorm im Internet? Der Shitstrom in den Medien, also im Sinne von Shitriver – in dem kann man absaufen. Hier noch ein wichtiges Fremdwort für Shitstorm-Verächter: Laxantienabusus = Abführmittelmissbrauch
    Woher kommts denn nun wirklich? Der Begriff ist eine von IT-Nerds karikierte Ableitung aus Manager Klugscheissers "Brainstorming" seinerzeit und ist im Grunde ein sehr treffender Begriff, denn für Politiker sind unsere Netz-Ergüsse eigentlich nur brauner Sumpf - die machen weiter so ... und kassieren "Ehrensold".








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