CorbisEr ist das Kampfinstrument des virtuellen Wutbürgers: der Shitstorm. Immer häufiger werden Politiker zum Ziel elektronischer Beschimpfungen. Es wird gepöbelt, attackiert, oft unterhalb der Gürtellinie. Jetzt sprechen die Betroffenen über ihre Erfahrungen - und fordern mehr Anstand im Netz.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829312,00.html
Wie bitte?
Haben Sie sich mal die Kommentare im Forum durchgelesen. Bin gespannt, wann das nächste Mal ein Artikel über Guido Westerwelle kommt. Die veröffentlichen Reaktionen darauf sind in aller Regel deutlich unter der Gürtellinie. Da will man gar nicht wissen, was schon rausgefiltert wurde.
Mein Gott, da ist ja selbst der letzte Rest Bildung irgendwo auf der Strecke geblieben.
Demokratie bedeutet wortwörtlich "Volksherrschaft", kommt aus dem Altgriechischen, eine Zusammensetzung der Begriffe demos und krateia.
Diktatur bedeutet wortwörtlich "er/sie/es wird bestimmt", kommt aus dem Lateinischen, eine konjugierte Form (Präsens Passiv) des Verbs dictare, ein Intensivum des Verbs dicere.
Abgesehen davon, was inhaltlich sagen wollen, was mir ehrlich gesagt auch völlig unklar ist, macht der von Ihnen gewählte Begriff "Demokratiediktatur" in keiner aÜbersetzungsvariante irgendeinen Sinn.
Ich denke, dass Sie versucht haben, den Begriff "Herrschaft", krateia, doppelt zu betonen, aber irgendwie passt das alles überhaupt nicht zusammen.
nicht ganz einverstanden: sie sind nicht unsere BESSEREN Angestellten. Sie bilden sich das nur ein. Doch Elitekindergärten, Eliteschulen und Eliteuniversitäten für das Politikervolk, das ist nicht sehr demokratisch.
Und noch etwas. Wer - wie die Parteiführer - das Rederecht im Bundestag (siehe Rederecht im Bundestag - Fraktionen planen Maulkorb für Abgeordnete - Politik - sueddeutsche.de) abschaffen will, zeigt, was er von Demokratie hält. Diesen Leuten ist wohl mit Argumenten nicht beizukommen.
Daher ist die Reaktion eigentlich verständlich und - wie ich finde - gar nicht so unangemessen.
sollte man shitstorms...alles virtuelles sesselgefurze
mit Tröten und Schuhen vors Kanzleramt...Wirtschaftsverbrechertribunal fordern,
das würde sie nachdenklich machen...ohne, dass die Herrschaften anfangen wenigstens Konsequenzen Ihrer verfassungsfeindlichen Handlungen imaginieren zu müssen...ändert sich gar nix...buhuhuhu
Ein bisschen fehlt mir das Verständnis für die Aufregung. Ist doch gar nicht so schwer, wenn man im Umgang mit dem Internet die gleichen Richtlinien wählt wie im persönlichen Umgang. Sachliche Kritik anhören, drüber nachdenken, ob der andere Recht hat. Davon können ggf. beide, Kritiker und Kritisierter was lernen.
Unsachliche Kritik ignorieren, löschen, blockieren und wenn man kann anzeigen wegen Beleidigung. Einem Pöbler zuhören oder auf ihn eingehen ist nicht nur verschwendete Zeit, man begibt sich auch auf sein Niveau.
Ich weiss, im realen Leben ist es schwer seine Grundsätze immer so durchzusetzen, besonders gegenüber einer ganzen Gruppe von aggressiven Pöblern, aber trotzdem sollte man es versuchen.
in diesem Sinne liebe Politiker: Ohren auf Durchzug und weiter regieren. Dafür wurdet ihr gewählt und nicht dafür wegen Pöbeleien depressiv zu werden.
Das ist doch eigentlich relativ "harmlos". Zwar nicht die feine Englische Art, aber Politker sollten so etwas nicht so ernst nehmen. Kids bashen sich da ja auch gegenseiteig vor und zurück. Das ist halt der Preis der Anonymität.
Wirklich übel sind Hetzkampagnen großer Teile der Medien. Wären die Politiker mit harter Hand gegen Alfred Hugenberg und seinen HetzPresseKonzern vorgegangen, so hätte es nie diesen Judenhass und dieses Aus der Weimarer Republik gegeben.
Deshalb sollten wir diese höchst brisanten Grenzüberschreitungen unserer Medien registrieren und diesesmal sofort reagieren. Die Hetzkampagne gegen des Spiegels war, nach der Hetzkampagne des Springer Konzerns gegen Rudi Dutschke, so ein bedauerlicher Fall.