Politiker-Protest gegen Wut im Netz: Shitstorm, nein danke!

CorbisEr ist das Kampfinstrument des virtuellen Wutbürgers: der Shitstorm. Immer häufiger werden Politiker zum Ziel elektronischer Beschimpfungen. Es wird gepöbelt, attackiert, oft unterhalb der Gürtellinie. Jetzt sprechen die Betroffenen über ihre Erfahrungen - und fordern mehr Anstand im Netz.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829312,00.html
  1. #160

    Zitat von tonky65 Beitrag anzeigen
    Ja, Sie haben recht. Poltiker sollten ungestört ihrer Arbeit in großen Koalitionen nachgehen. kritisch begleitet von den Medien und ihren Eigentümern. Unkontrollierte Meinungsäüßerungen im Internet sind dabei nicht hilfreich.
    Der Bürger hat den Mund zu halten? Jaja, so stellt man sich die Demokratiediktatur vor.
  2. #161

    Zitat von sunrise1873 Beitrag anzeigen
    Ihre Aussage ist aber nicht unbdingt richtig. Die großen sozialen Netzwerke in Deutschland sind fast alle Klarnamencommunities. (Facebook, VZ-Netzwerke, Wer kennt wen, Lokalisten u.a.)

    Von Anonymität kann also keine Rede sein, da es sachlich schlicht falsch ist.
    Das glauben Sie doch wohl selbst nicht.
    Jeder Vorschüler kann sich irgendwo eine kostenlose Mail holen und sich mit Max Mustermann bei FB, Twitter und Co. anonym anmelden.
    Und genau das wird auch zu hauf getan.
  3. #162

    Rationale Ignoranz

    Zitat von _ab Beitrag anzeigen
    "Shitstorm" sagt eine Menge über die kommunikativen Inhalte der Piraten aus. Wie wäre es bei abweichender Meinung mit einem im kultivierten Umgangston vorgebrachten Argumenten-"Storm"?

    Die Piraten halten Politik offenbar für eine Art Ballerspiel.
    Der Begriff »Shitstorm« ist US-Internet-Slang und keine Erfindung der Piraten.

    Zu Pöbeleien im Netz:

    a) Die gute alte Netiquette aus Usenet-Zeiten gilt immer noch: Netiquette

    b) Genauso wie diese Goldene Regel: »Don’t feed the trolls!« Wer sich daneben benimmt, ist raus aus der Diskussion, so einfach ist das. Ignoranz ist eine scharfe Waffe, das vergessen viele.
  4. #163

    Politiker "fordern" von uns !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er ist das Kampfinstrument des virtuellen Wutbürgers: der Shitstorm. Immer häufiger werden Politiker zum Ziel elektronischer Beschimpfungen. Es wird gepöbelt, attackiert, oft unterhalb der Gürtellinie. Jetzt sprechen die Betroffenen über ihre Erfahrungen - und fordern mehr Anstand im Netz.

    Politiker-Protest gegen Wut im Netz: Shitstorm, nein danke! - SPIEGEL ONLINE
    Die bekommen schon Wählerstimme und Diäten von uns! Wann endlich machen die ihre Arbeit gemäß deutschem Amtseid im Grundgesetz? So weit sind wir schon - den Maulkorb "political correctness" wollen die uns schon anlegen, gleichwohl NICHT WIR die Politiker sind! Der Vater vom norwegischen Amokläufer war hochdotierter Diplomat aber unfähig, mit seiner Familie gut zu kommunizieren! Und jetzt haben sie die "Schön-schwätz-Netikette" der Medien gefunden um uns ruhig zu stellen. Hier nur 2 Beispiele für Wählers Wut über Politikerversagen: "Christdemokraten" sind amtsmeineidige Gotteslästerer (Meineid "mit Gottes Hilfe") aber keine Christen, sind auch keine Demokraten, denn Kohl hat keinen von uns gefragt, ob wir unsere Grenzen global jedem Sozialschmarotzer öffnen wollen. Unsere, neben Entwicklungshilfe, reichlich verteilten Steuergelder an Fremdstaaten und besonders, auch neben den reichhaltigen "Diäten", der Gratis-"Ehrensold" für Versagerflaschen und Drückeberger machen die abkassierende und verantwortliche Politiker-Bande naturgemäß zur Zielscheibe am Internet-Pranger. Die sollen für unser gutes Geld ihre Arbeit gut machen, dann brauchen die sich auch nicht um Shitstorming im Netz sorgen.
  5. #164

    Na Cool

    Cool, jetzt misst sich die Bedeutung einer Politikers daran, ob er shitstorm-fähig ist. Wenn einer was Provokantes sagt und nichts passiert, der hat er verloren und ist zur ewigen Existenz auf der medialen Hinterbank verdammt.
  6. #165

    Zitat von KnoKo Beitrag anzeigen
    Ich kann dieses Dreckswort nicht mehr sehen!
    Dieser Begriff ist in jedem Fall mein Kandidat für das Unwort des Jahres.
    Das Wort hat ja schon mehrere Jahre auf dem Buckel, aber die stets aktuelle, deutsche Presse hat vor ein paar Wochen zum ersten mal davon gehört und muss das jetzt durch vermehrte Erwähnung ausgleichen.
  7. #166

    tja

    Zitat von Atomkrafteimer Beitrag anzeigen
    Sie haben es nicht verstanden. Shitstreaming hat eben nichts, aber auch gar nichts mit Diskussion zu tun! Dabei geht es nur ums Pöbeln. Eine Diskussion ist sachorientiert und spielt auf einem gewissen Grundniveau zivilisierter Umgangsformen. Auch eine Beleidigung als "direkt Feedback" aufzuwerten ist unsinnig.

    Leute, die sich derartiger Mittel bedienen, müssen sich nicht wundern, wenn sie nichts zu sagen haben und ignoriert werden - sie haben ja auch offenbar keinerlei Argumente.
    Das Problem ist aber offenbar, das die Politiker sich gar nicht mehr auf
    Diskussionen einlassen. Auf konkrete Fragen kommen keine Antworten sondern nur leere inhaltslose Worthülsen. Vielleicht haben die Bürger einfach auch nur dieses ritualisierte Politikersprech satt.

    In manchen Talkshows möchte man am liebsten diese Menschen am Kragen packen und ins Gesicht schreien das man gefälligst auf die Frage antworten soll und zwar präzise, klar und ohne Schachtelsätze..
  8. #167

    Scheiß drauf !

    Zitat von FDP-Döring Beitrag anzeigen
    "Wir brauchen auch im Netz eine Kultur der Auseinandersetzung, die einen zivilisierten Umgang miteinander ermöglicht."
    Mit zivilisiertem Umgang erreicht man nichts. Gebt den Leuten andere Instrumente zur Mitbestimmung und sie werden diese nutzen.
    Die Politik erntet nur das, was sie gesäat hat. Dafür gibt es kein Mitleid !
  9. #168

    Zitat von Patriot75 Beitrag anzeigen
    Wer eine Führungsperson ist, und das sind Politiker nunmal, erhält eine entsprechende(s) Kompensation/Schmerzensgeld (Diäten und Politikerpensionen). Desweiteren sind Politiker per Definition Kommunikationsprofis und Personen des öffentlichen Lebens, gehört also zu ihren Job dazu.

    Also liebe PolitikerInnen stellt euch den Diskussionen im Netz und tragt selber dazu bei, dass sich die Diskussionskultur verbessert. Der mündige Bürger hat ja ansonsten weniger Rechte als ein Aktionär und wenige Möglichkeiten euch direkt Feeback zu geben. Oder seid Ihr in eurem Politikbetrieb so weich gespült worden, dass Ihr die Diskussion mit mündigen Bürgern fürchten müsst?
    Eine Führungsperson erhält nicht deswegen mehr Geld damit sie Beschimpfungen erträgt, sondern (erst einmal grundsätzlich) weil sie Verantwortung trägt die andere eben nicht tragen. Zumindest ist das der Hintergedanke bei Führungspositionen die auch für Normalsterbliche greifbar sind, nicht jetzt unbedingt der Vorstand eines Konzerns. Darüber will ich aber jetzt auch nicht diskutieren.

    Aber selbst da und egal, wie viel jemand verdient oder welchen Job er macht: Der Diskussionsstil der im Internet vorherrscht ist meiner Meinung nach z.T. unter aller Sau. Null Verständnis, kaum reflektiertes Nachdenken, Pöbeleien, Beleidigungen, Aufrufe zur Selbstjustiz, und so weiter. Freiheit heißt nicht, dass man machen kann was man will - es gibt Grenzen. Und bei Beleidigungen - die an sich schon strafrechtlich geahndet werden können - sollte die vertretbare Grenze eigentlich überschritten sein, die des Stils auf jeden Fall schon länger.

    Nicht, dass man man sich da falsch versteht - es geht nicht um die Äußerung von Kritik. Kritik ist wichtig und man muss auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Aber dann bitte halbwegs fundiert und in zivilem Umgangston.
    Das sollte man eigentlich auch schon im Kindergarten gelernt haben. Anderseits, wer es nicht schafft, sich auf solche einfachen Regeln zu besinnen...bei dem sollte man vielleicht auch überlegen ob er in einer Diskussion wirklich als "mündig" angesehen werden muss.

    Beziehungsweise, man sollte sich im Internet so äußern, wie man es auch im echten Leben tun würde - oder umgekehrt. Sonst ist man einfach nur feige.
  10. #169

    blabla

    "Virtueller Wutbürger"
    "Shitstorm"
    "Wut im Netz"

    das ist weit weit unter Bild Niveau!