Das ist der große Vorteil am web 2.0. Hier kann jeder Intellektuelle seine geistigen Ergüsse abladen.
CorbisEr ist das Kampfinstrument des virtuellen Wutbürgers: der Shitstorm. Immer häufiger werden Politiker zum Ziel elektronischer Beschimpfungen. Es wird gepöbelt, attackiert, oft unterhalb der Gürtellinie. Jetzt sprechen die Betroffenen über ihre Erfahrungen - und fordern mehr Anstand im Netz.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829312,00.html
Das ist der große Vorteil am web 2.0. Hier kann jeder Intellektuelle seine geistigen Ergüsse abladen.
Der "betroffene" Bürger findet doch in der medialen Welt ansonsten überhaupt nicht statt! Schauen sie sich die Talkrunden an: die Verursacher der Probleme und die bestens allimentierten Lobbyisten tauschen untereinander ihre hohlen Phrasen aus. Insoweit sind selbst die öffentlich-rechtlichen Anstalten zu Lobbyisten verkommen. Dass da dem veräppelten Bürger ob der Stur- und Dummheit der "Eliten" das ein- oder andere drastische Wort entweicht - sei's drum! Sie haben es sich allemal redlich verdient, unsere Absahner!
um sich so als demokratische Ihrer Stellung gerecht werdende Volksvertreter einer ständigen Kontrolle zu unterwerfen, werden nach wie vor noch V I E L zu freundlich behandelt.
Als angemessener "Dank" dafür, mit Versprechungen zu Wahlen gelockt zu werden, die von den dabei Ermächtigten bereits wenige Tage nach der Wahl verleugnet oder gar ins Gegenteil umgekehrt werden, und ebenso dafür, zwischen Wahlen jahrelang von effektiver politischen Kontrolle ausgeschlossen zu sein, bleibt den Bürgern nur die Möglichkeit - und das in dieser Lage billige Recht - "Ihren" Politikern mit sämtlichen verbliebenen Mitteln die Hölle auf Erden zu bereiten.
Mir kommt dieses Thema sehr an den Haaren herbei gezogen vor. Warum soll man sich nicht deutlich äußern können, gern auch mal drastisch? Bei den grotesken Zumutungen, mit denen uns viele Poltiker immer wieder angehen, ist es eigentlich ein Wunder, dass es nicht noch mehr kracht. Beispiel Wöhrl: Diese seltsame Dame aus dem Freistaat versteigt sich doch tatsächlich zu der Forderung, "die Debatten im Netz emotionsloser und sachlicher zu führen". Erstens wüsste ich wirklich nicht, warum - Emotionen gehören nun mal dazu. Und zweitens liegt das ja wohl in erster Linie in der Hand solcher Politikerdarsteller wie Wöhrl. Wer ständig auf den Nerven seiner Wähler herumtrampelt, darf sich wirklich nicht wundern, wenn diesen dann halt auch mal der Kragen platzt. Und so einer wie Edathy ist äußerst empfindlich, geht aber selbst in die Vollen ("Sie können mich mal.")
Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ausgerechnet Politiker sich mal als Heulsusen herausstellen, die möglichst geschont werden wollen.
Seid froh, verdammt nochmal, wenn sich jemand mit Euch auseinander setzt!
Mehr Anstand? Gut, unterzeichne ich sofort.
Aber, liebe Politiker, nur mit einem "Aber".
"Aber" in der Hinsicht, dass ihr, liebe Politiker, eventuell mal auf des Volkes Stimme hört. Ja, wir Kleingeister und Kreuzchenwähler wollen auch ein bisschen Einfluss. Wir sind arm, wedeln nicht mit dicken Geldbündeln und haben die Presse nicht auf unserer Seite. Nur: die Stimmung beim Volk ist denkbar schlecht. Und während ihr, liebe Politiker, willfährig beim Sozialstaat kürzt, die Infratstruktur verkommen lasst, Steuern erhöht und mehr Belastungen aufschultert, so dass man inzwischen mehr als 6 Monate des Jahres für andere schafft, bloß nicht für die eigene Tasche, gärt die Wut.
Und gebiert eine Frage: WANN wird endlich Politik für das Volk gemacht?
Ich kann die Frage auch umstellen: WANN wird endlich KEINE Lobbypolitik mehr betrieben?
Liebe Politiker: denkt doch einfach mal an das Volk. Das hat inzwischen keine anderen Möglichkeiten mehr, als den "Shitstorm". Der ist nix anderes als die virtuelle Entsprechung von fliegenden Eiern und Tomaten. Dank Bodyguards und ausgelesenem Publikum könnt ihr draußen sicher sein - im Internet seid ihr das aber nicht. Den Shitstorm begrenzen könnt ihr aber. Zum Beispiel eben mit einer fairen, auf Interessenausgleich beruhenden Politik.
Ein schockierender Beitrag. Manch einem Politiker und auch Bürger mag wohl der Umgangston im Internet missfallen. Doch müsste dann nicht auch diesen Personen der Umgangston am Stammtisch und in manch anderen Gesprächen missfallen? Wer auf Politiker schimpfen will, darf dies frei im Netz, am Stammtisch oder von zuhause aus am Telefon gerne tun und auch so hart oder lasch wie er es für richtig hält. Nun werden aber die feinen Herren dadurch in ihrer Arbeit beeinflusst? Zum Glück kann noch keiner unserer Politiker Gedanken lesen, sonst würde er auch noch durch die negativen Gedanken ihm gegenüber beeinflusst.
Das sich Politiker nun über "shitstorming" empören ist geradezu lächerlich und unverschämt.
Eigentlich ist es nichtmal die Debatte wert, bzw. die Zeit um hier einen Foreneintrag zu schreiben.
Hallo, Politikerinnen und Politiker, ändert euch, macht nachvollziehbare und bürgerfreundliche Politik, seit Diener unserer Demokratie. Nehmt euch einfach mal Kritik zu Herzen, reagiert nicht reflexhaft, sondern reflektierend. Dann wird alles gut. Der Shitstorm versiegt und die Piraten werden überflüssig. Ist doch ganz einfach - oder?
Ja, zum Teil gefällt mir der Ton des Shitstorms auch nicht. Doch hin und wieder beteilige ich mich gerne daran, um über euch gepflegt abzulästern. Nicht weil ich einer dieser "Sofademokraten bin -, nein, Parteien sind nix für mich - sondern weil ich stark an Politik interessiert bin. Die ehrenamtliche Arbeit in meiner Gewerkschaft lastet mich aus: zudem verteidige ich derzeit das Urheberrecht und seit langem setze ich mich in diversen Initiativen für gerechten Welthandel ein. Sehen Sie, liebe Politikerinnen und Politiker, ich bin ein durch und durch politischer Mensch, bringe mich ein und engagiere mich. Doch eure Politik ist zum Verzweifeln. Ach ja, noch etwas: das Buch "Höhenrausch" von Jürgen Leinemann - Untertitel "Die wirklichketsleere Welt der Poliiker" sollte zu eurer Pflichtlektüre werden. Und: laßt in Berlin mal die Fahrbereitschaft Fahrbereitschaft sein, steigt in Busse, U-Bahnen und in die S-Bahn und schaut in die Gesichter der Menschen.
Ich frage mich, ob Sie ernsthaft der Meinungs sind, dass es Menschen besser geht wenn Politiker beleidigt und bepöbelt werden? Den Zusammenhang von ANONYMEN Pöbeleien im Internet und besseren Lebensverhältnissen zeigen Sie mal bitte auf.
Ansonsten viel Spass beim herabklettern auf eine untere zivilisatorische Ebene.
Hier sollten sich mal einige Leute an die eigene Nase fassen. Die lieben Herren Politiker betreiben selbst gern bashing gegenüber den eigenen Kollegen. Und zu dem schönen Schlagwort Shitstorm, SPON und Bild-Online habe in diversen Kampangen vorgemacht wie ein richtiger Shitstorm aussieht und damit auch noch Geld verdient. Griechenland, Guttenberg und Wulff lassen Grüßen.