Absolut widerlich. Die Kadima bidert sich einer politisch fern stehenden Partei an, um sich an der Macht weiter festklammern zu können. Ansonsten wären sie, da sie ihr Ansehen im Volk fast vollends verloren haben bei den vorgezogenen Wahlen ja auch folgerichtig abgestürzt.
Kaum beschwert man sich über die hiesige Parteienlandschaft und ihre schmutzigen Politiker, schon zeigt uns das Ausland wie es noch schlimmer zugehen kann als Hierzulande. Ich kann nur hoffen, dass zumindest 2013 die Israelis dieses Gebahren an den Wahlurnen abstrafen werden!
Was das umstrittene Gesetz zur Umgehung des Militärdienstes für Orthodoxe Juden angeht: Man sollte den Orthodoxen auch weiterhin ihre Glaubensfreiheit lassen. Denn um nichts weniger geht es letzten Endes hier in einem Land, dass sich jüdisch nennt, aber nichtmal seinen eigenen Bürgern der angeblichen Staatsreligion Glaubensfreiheit schenkt sobald es ums Kriegsgeschäft geht.
Und kurz was zu den Orthodoxen: Die darf man nicht mit Fanatikern gleichsetzen. Im Gegenteil, die Orthodoxen sind gegen jegliche Kriege, für eine Lösung des Konflikts mit den Palästinensern auch samt Gebietsabtretung oder Ein-Staatenlösung und auch gegen israelische Siedlungen. In Letzteren siedeln sich die Nationalisten/Faschisten ein. Das ist hierzulande nicht immer ganz klar und so werden die kriegstreibenden Nationalisten gerne mit den Orthodoxen Juden verwechselt, die ihrerseits aber anti-zionistisch eingestellt sind (auch wieder ein Grund warum Faschisten ihnen ihre Rechte aberkennen wollen).
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