Politik-Aufsteiger: Die fünf größten Gefahren für die Piraten

dpaErst Berlin, dann das Saarland - bald auch Schleswig-Holstein und NRW? Mit ihren Wahlerfolgen mischen die Piraten die Republik auf. Die etablierten Parteien fragen sich: Ist das nur eine inhaltsleere Nerd-Truppe oder eine Partei mit Zukunft? Der Realitätstest.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824358,00.html
  1. #150

    Wie

    Zitat von snigger Beitrag anzeigen
    5 Gefahren listet SPON auf.
    die größte gefahr FÜR die piratenpartei wird aber wieder mal verschwiegen:
    - die bereits etablierten parteien.
    während wir uns hier im forum die köppe heissreden (um "nichtigkeiten") .... reagieren die parteien schon, um der "gefahr piratenpartei" entgegenzutreten.
    Auf der einen Seite lobhudeleien und auf der andren seite klammheimlich (naja ganz klammheimlich nich, sonst wärs ja unbemerkt geblieben) wildern gehen:
    heise online | Schwarz-Gelb will Datenschutz und Urheberrecht ans Netz anpassen

    egal was man gegen die piraten sagen kann. erreicht haben sie schon was ...
    wir bei den bisher "Etablierten" sehen können, bedeutet Inkompetenz und Verantwortungs- und Ahnungslosigkeit keine Gefahren für eine neue Partei. Damit kommt man schon seit fast 70 Jahren durch. Man wird aber sehen, WIE schnell sie sich durch Pöstchen, Pfründen und Privilegien korrumpieren lassen (die Frage OB erübrigt sich). Dann wird der Wähler eben nach einer neuen Gruppierung Ausschau halten müssen
  2. #151

    Zitat von derweise Beitrag anzeigen
    Eine Anti-€-Partei sind die Piraten aber nicht!


    Wetten, daß eine solche auch noch kommt, wenns so weiter geht?
  3. #152

    Wenn man

    Zitat von fred2013 Beitrag anzeigen
    Aber wenn alle so dächten und die USA boykottierten, dann wäre schon was erreicht.
    Wenn alle die gegen Vorratsdatenspeicherung sind ihren Unmut äusserten, dann wäre was zu erreichen.
    Wenn alle damals gegen die Einführung biometrischer Daten in die Reisedokumente auf die Strasse gegangen wäre, dann hätte man auch etwas erreichen können.
    Wenn man Raukopierer nicht cool finden würde, dann bräuchte man keinen Kopierschutz.
    Wenn nicht jeder klauen würde, müßte man nicht das Urheberrecht durchsetzten.
    Wenn die Leute die Musiker schätzen würden, dann würden sie ihre Werke nicht klauen.
    Wenn das Wörtchen wenn nicht wär.
  4. #153

    Datenaustausch als Gottesdienst?

    Zitat von 5Minute Beitrag anzeigen
    Ich finde das passt.
    Verantwortungslose Krakeeler ohne Wissen wählen ihresgleichen.
    Leider demokratischer als man will.
    So schlimm ist es nicht!

    Vielleicht hilft bei der Einschätzung der „Piraten“ ein Blick auf Schweden, wo sie 2006 zuerst aufgetreten sind.

    Wer die Schweden näher kennt, weiß, dass sie sehr tolerant gegenüber individuellen Religionsauffassungen sind. Als Isak Gerson aus Uppsala im Frühjahr 2011 eine religiöse Bewegung startete mit dem Ziel, Datenaustausch als Gottesdienst durch den Staat anerkennen zu lassen, wurde das im Juli letzten Jahres endgültig abgelehnt.

    Aber damit hatten die Piraten die Toleranz der Schweden zu sehr strapaziert. Die Amerikaner nennen das Spiel „testing the limits“.

    Nach dem anfänglichen Hype sind die schwedischen Piraten inzwischen wieder auf unter 4% abgefallen. Tendenz nach unten.

    Dieser Test steht uns noch bevor.
  5. #154

    Zitat von #2011-0001 Beitrag anzeigen
    Wow. Sie sagen also, wenn in Berlin genug Menschen in einem großen Kaufhaus Waren klauen würden, dann sollte man die Waren darin besser verschenken, weil man sich somit Ladendetektiv, Verkäufer und Personal sparen könnte? Und als Zusatzeffekt bräuchte man weniger andere Länden, weil dort die Nachfrage sinkt und man hätte weniger Belastung durch Lieferungs-LKWs und müsste nicht mehr so viele unterschiedliche (weil ja vlt. teurere) Waren produizieren, was ebenfalls Geld und Energie spart?

    Jungs, ganz ehrlich, eure Weltsicht da oben muss man zum Glück im wirklichen Deutschland nicht verstehen. Grüße aus Bayern.
    Da kann ich den von Ihnen zitierten Foristen nur unterstützen, denn was sie da schreiben ist grober Unfug.
    Was Realität ist: "Kostenlosen" Nahverkehr gibt es schon in vielen Städten im Ausland und ist dort ein Erfolgsmodell. Und hierzulande hat man ja auch festgestellt: Vergrößert man eine Straße, dann zieht das umso mehr Verkehr an.

    Wussten Sie, dass ein Auto übrigens effektiv nur 20km/h Durchschnittsgeschwindigkeit schafft, wenn man mit einrechnet, wie viel Zeit man für die Finanzierung des Autos und seiner Kosten aufwenden muss?
  6. #155

    Zitat von wolffsohn Beitrag anzeigen
    Als Sammelbecken Radikaler sehe ich die Piraten an allererster Stelle. An zweiter Stelle sehe ich, insbesondere nach der gestrigen Talkrunde von Maybrit Illner, wie uns durch die piraten der grausame Spiegel unserer heutigen Gesellschaft vorgehalten wird: Wenn man den gestrigen Vertreter dieser Partei, plan- und wissenlos über die gesamte Sendezeit hinweg lediglich dabei sehen konnte, wie er seine Faxen in die Kamera projezierte, hätte man der Überzeugung sein können, dass es sich hierbei um abendliches Kaspertheater, nicht aber um sachliche Diskussion handelte.
    Sollten Sie recht haben mit dem Sammelbecken für RADIKALE, haben die Piraten meine Stimme.

    Sachliche Diskussionen in Talkshows? Haben Sie im Leben nicht aufgepasst?
  7. #156

    Wow, das ist eine Logik...

    Zitat von blowup Beitrag anzeigen
    Vollkommen richtig. Und noch weiter: Viele der freiheitsliebenden 68er und Post-68er haben Kinder, die im Piratenalter sind.

    Ich z.B. werde die Piraten wählen, weil ich es nicht mit ansehen kann, dass keiner die Interessen der jungen Menschen vertritt, dass Alte und Etablierte dieses Land zu einem Selbstbedienungsladen für sich gemacht haben und den jungen Menschen die Luft zum Atmen durch Überreglementierung und Bürokratie abgeschnitten wird. "Mehr Freiheit wagen" - hat man sowas in den letzten Jahren mal wieder gehört? Im Gegenteil: mehr Gesetze, mehr Sachzwänge, mehr Bürokratie und mehr Einnhamen Wirtschaft und Lobby-Verbände. Dazu welt- und bürgerferne Parteien, eng verflilzt mit der Wirtschaft.
    ... Gesetze weg, die ganze Bürokratie weg dann gibt es mehr Einnahmen. Die Wirtschaft weg dann sprudeln die Einnahmen erst richtig. Man stelle sich vor dann könnet man auch das Finanzamt einsparen, das Arbeitsamt dazu , cool!! das sind dann MILLIARDEN und alles ware zu blöd das zu sehen
  8. #157

    Zitat von MarkInTosh Beitrag anzeigen
    Dufte Idee! Gegen GEZ-"Zwangsgebühren" sein, aber jedem ein "Semesterticket" aufzwingen wollen...

    Klingt - wie alles von den Piraten - extrem durchdacht.
    Hihi. Stimmt. Total durchdacht. ENTWEDER man kann kostenlos Fussball sehen ODER man kann kostenlos ins Stadion fahren.

    Aber doch nicht BEIDES!
  9. #158

    Na

    Zitat von mikeythinks Beitrag anzeigen
    ich denke, auch das ist nicht richtig. Immer mehr Bürger ziehen sich aus der Politik zurück, weil sie erkennen, dass politisches Wissen über Wikipedia nicht acquirierbar ist. Es ist zu mühselig. man kann ausnahmsweise mal was nicht sofort haben. Und das frustriert...da hat gefälligst die Politik genau si zu sein. ich will gefragt werden, meine Meinung basisdemokratisch schnell und am besten noch gehört zum Besten geben und mich dann wieder auf mein Leben konzentrieren. Das ist das Problem, denke ich. Die Basisdemokratie ist ein denkbar schlechtes Mittel, weil es auch dem eine direkte (!!) Stimme gibt, der nicht den blassestenm Schimmer hat wovon er redet. Was glauben sie, warum haben die Alliierten ein indirektes System geschaffen? Vielleicht weil es so cool war, was unsere Opas so mit ihrem Volkswillen veranstaltet haben? Und den wollen sie als Primat installieren. Ja alle Gewalt geht von Volke aus (Absatz 4) nicht direkt. Da war nie die Rede von. Gehen sie doch mal auf ne Nazidemo und unterhalten sie sich ne Runde mit den Jungs und Mädels...da ist durchaus einiges an Ansichten dabei, das nicht verfassungsfeindlich ist (dafür nicht weniger wiederwärtig) und dann drehen suie sich einmal im Kreis und dann erkennen sie, dass all die Leute um sie herum jetzt alle eine direkte Stimme haben. Cool, oder?
    irgendwelche Vorteile scheint die direkte Demokratie auch zu haben, wie ein Blick in die Schweiz zeigt. Dort hat man schon seit ca 1848 dieselbe Währung und die Personen- und Sachschäden durch WK1 und WK2 hielten sich in Grenzen ;) . Der vermutliche Unterschied: Bei uns geht die Gewalt vom Volke aus, in der Schweiz der Verstand.
  10. #159

    Piraten haben Schlecker bestraft!!

    Zitat von fred2013 Beitrag anzeigen
    OK, habe verstanden!
    Wenn ich mich für das engagiere, was mir wichtig ist, dann ist es als ob in China ein Sack Reis platzt.
    Aber wenn alle so dächten und die USA boykottierten, dann wäre schon was erreicht.
    Wenn alle die gegen Vorratsdatenspeicherung sind ihren Unmut äusserten, dann wäre was zu erreichen.
    Wenn alle damals gegen die Einführung biometrischer Daten in die Reisedokumente auf die Strasse gegangen wäre, dann hätte man auch etwas erreichen können.

    Aber nur lauthals auf andere einzuprügeln und sie für ihr gesellschaftliches Engagement auzulachen finde ich billig.

    Wir Bürger können Sachen bewegen, wenn wir uns einbringen.
    Shell hat wegen der Brent Spar von allen Autofahrern gezeigt bekommen was sie nicht wollten,

    Nokia hat den Betrug mit Subventionen bitten bereut (zumindest hierzulande)

    Schlecker hat mit seiner menschenverachtenden Personalpolitik für alle bittere Konsequnezen ziehen müssen.

    Wenn sich viele Engagieren passiert auch was.

    Aber nur sagen: Ich kanns ja eh nicht ändern was die da oben machen ist auch nicht die richtige Option.

    OK, Sie können über uns lachen, aber wir werden als Piraten alles dafür tun, daß Sie weiter Ihre Meinung frei äussern dürfen, daß Ihre Grundrechte gewahrt bleiben. Das ist unser wichtigstes Kriterium und das ist gut so.
    Cool, Sie haben Schlecker boykotiert und deswegen sind die heute pleite. Dem SChlecker haben Sie es aber richtig gezeigt. Die Mitarbeiterinnen von Schlecker sind Ihnen total dankbar dafür, dass sie ihren menschenverachtenden Job nicht mehr machen müssen.