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Politik-Aufsteiger: Die fünf größten Gefahren für die Piraten

dpaErst Berlin, dann das Saarland - bald auch Schleswig-Holstein und NRW? Mit ihren Wahlerfolgen mischen die Piraten die Republik auf. Die etablierten Parteien fragen sich: Ist das nur eine inhaltsleere Nerd-Truppe oder eine Partei mit Zukunft? Der Realitätstest.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824358,00.html
  1. #140

    Zitat von avantime2020 Beitrag anzeigen
    ... in Schweden haben die Leute ein gute Bildung, aber in Deutschland könnte es damit klappen die Piratenpartei an den Mann. DSDS usw. scheinen ja auch gut zu laufen.
    Apropos Bildung, wenn ich mir Ihren Post so durchlese müssen Sie ja die Piraten in Deutschland wählen, oder?
  2. #141

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Sie verkennen völlig, welche Veränderungen sich vollziehen und wie radikal sich diese in Zukunft auswirken werden. Verglichen damit ist die Fragen nach Atomkraftwerken für die Zukunft unserer Gesellschaft eher bedeutungslos.
    Vielleicht sind Sie einfach in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts stehen geblieben.
    und genau da liegen sie grundfalsch... es hat sich viel geändert, aber die Basics sind seit tausenden von Jahren die gleichen. es ist nur ein medium hinzugekommen, dass die Welt schneller und kleiner hat werden lassen und in dem sich Veränderungen Handlungen und Befindlichkeiten schneller auswirken. Und wie reagieren die Menschen darauf...indem sie ungeduldig werden, sobald was etwas länger dauert. Die Philosophie der Piraten ist ein Emblem für die krankmachende Schnelllebigkeit unserer Zeit, in der alles eigentlich Mcdonalds ist und nur anders genannt wird. Ach ja... die Bürgerrechte in Deutschland sind so schlecht garnicht...man könnte sogar sagen, wir haben die Besten, die es für einen Staat unserer Größe sich erlauben kann. ich wünsche ihnen (natürlich nicht wirklich) mal ein jahr in Myanmar oder ein ausgedehntes Gespräch mit Aung San Suu Kyi oder sogar garri Kasparow. Was hiet als Parteienfilz bezeichnet wird ist A) nichts im vergleich und b)ist ihnen vielleicht mal aufgegangen, dass diese Trägheit des Systems gewollt ist. Beschäftigen sie sich mal mit dem Grundgesetzabfassungsprozess... ist sehr spannend wie ich finde. Das Zeichen der Jugend ist die Ungeduld und das Zeichen des Alters die Trägheit, beides ist schlecht und muss sich im miteinander vermengen. was die Piraten einer überalternden Gesellschaft zumuten würden, will ich mir garnicht vorstellen. Die sollen mit ihren Thesen doch mal in ein beliebiges Seniorenheim gehen. Na dann... Kindergeburtstag!
  3. #142

    nebelkerze SPON

    5 Gefahren listet SPON auf.
    die größte gefahr FÜR die piratenpartei wird aber wieder mal verschwiegen:
    - die bereits etablierten parteien.
    während wir uns hier im forum die köppe heissreden (um "nichtigkeiten") .... reagieren die parteien schon, um der "gefahr piratenpartei" entgegenzutreten.
    Auf der einen Seite lobhudeleien und auf der andren seite klammheimlich (naja ganz klammheimlich nich, sonst wärs ja unbemerkt geblieben) wildern gehen:
    heise online | Schwarz-Gelb will Datenschutz und Urheberrecht ans Netz anpassen

    egal was man gegen die piraten sagen kann. erreicht haben sie schon was ...
  4. #143

    Eine gute Idee hätte ich schon mal

    Zitat von fred2013 Beitrag anzeigen
    Bei dem Thema fahrscheinloser Fahrverkehr, wird auch gerne ohne Kenntnisse diskutiert. Es ist ja mitnichten so, daß die Verkehrsverbünde trotz hoher Ticketkosten, kostendeckend operieren.
    Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich das als Stimulus für Touristikunternehmen kommunizieren. Deutschland als Ferienland - kostenlose Nutzung aller öffentlichen Verkehrmittel. Keine schlechte Werbung, imho: mehr Touristen geben dann das eingesparte Geld an anderer Stelle aus -> Belebung des Binnenmarktes.
  5. #144

    Zitat von Blutworscht Beitrag anzeigen
    Hätten die angeblichen Volksparteien ihre demokratischen Hausaufgaben gemacht, die Bürger zu vertreten, so gäbe es heute keine Piratenpartei, die nach den Linken nun fester Bestandteil der Demokratie ist. Und das genöle und geweine der "Etablierten" untermauert das Existenzrecht der neuen Bürgerrechtspartei.
    Wenn unsere hochkarätigen Parteipolitiker, die abgehoben von allem Irdischen in ihrem berliner Nirwana Politik betreiben, die beim Volk auf keinerlei Gegenliebe stösst, dann werden binnen kurzer Zeit wohl auch noch andere Parteien gegründet, die die Stmmen der Wähler einfangen, die zwar nicht politikverdrossen aber politikerverdrossen sind und aus dem Grund bis dato in den letzten Jahren ihre Stimme verweigert haben. Es sind spannende Zeiten, und ich denke, die Parteien sollten sich etwas einfallen lassen, sonst unterschreiben sie ihren eigenen Auflösungsvertrag mit dem eigentlichen Souverän, nämlich dem deutschen Bürger.
  6. #145

    ..

    Ich finde das passt.
    Verantwortungslose Krakeeler ohne Wissen wählen ihresgleichen.
    Leider demokratischer als man will.
  7. #146

    Zitat von pepito_sbazzeguti Beitrag anzeigen
    Dieser Spruch wurde schon immer gern rausgekramt, wenn ein Machthaber sein Volk für den Kampf gegen einen - wie auch immer gearteten - Gegner einschwören wollte. Kennedy benutzte diese Phrase für einen bevorstehenden Kampf gegen die fiesen Kommunisten. Was bezwecken Sie mit diesem Spruch von Thomas Jefferson?
    Lasst mich mitdreschen:

    „Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“
    Victor Hugo
  8. #147

    Gefahr 4: Sammelbecken für Radikale - ne, viel einfacher:

    abseits ihres grundthemas sind die piraten so kunterbunt wie der rest der parteienlandschaft. da sind linke, ganz linke, sozialgerechtigkeits gutmenschen, sozial-li(e)berale, libertäre, ökologen, wirtschaftsliberale, christliche, rechte ja wohl auch. zur zeit verstecken sie ihre unterschiedlichkeiten komplett unter der maske des internet-nerds (big bang, allerdings ohne hochbegabung).

    in den parlamenten, in den gremien müssen sie bei sachentscheidungen allerdings farbe bekennen. und das werden sie nicht als partei können, sondern nur als einzelpersonen. ich sehe schon, dass einzelpersonen von den fraktionen abtropfen, sich anderen anschließen, wenn eine mehrheitseintscheidung gegen das eigene z.b. ökologische gewissen gefällt wurde.

    und hier haben wir auch schon den grund für die (nun scheinbare) ahnungs- und orientierungslosigkeit. die parteispitze genießt den newcomerbonus in den medien. warum soll sie sich auf einzelpositionen festlegen, die nur für ärger in den eigenen fraktionen und in der eigenen partei sorgen würden und zudem viele ihrer fans in der wählerschaft verprellen? deswegen halte ich die ahnungslosigkeit komplett für eine oscar-reife schauspieleinlage, mit der sich die piraten nicht nur die qualen der inhaltlichen auseinandersetzung ersparen, sondern vorallem verhindern wollen, dass teile ihrer jetzigen wahlgefolgschaft vorschnell abspringen.
  9. #148

    Bitte??

    Zitat von LondoMollari Beitrag anzeigen
    [...]

    - Unter dem Strich wäre es BETRIEBSWIRTSCHAFTLICH GÜNSTIGER den ÖPNV in Berlin kostenlos zu betreiben.

    - Als Zusatzeffekt würde das hohe Berliner Verkehrsaufkommen gesenkt, sprich es gäbe weniger Stau was die Umwelt entlastet (Smog im Sommer), die Stadt-/Landeskasse (Straßenreperatur) und die Wirtschaft (Im Stau stehende Transporte kosten extrem viel Geld)

    [....]
    Wow. Sie sagen also, wenn in Berlin genug Menschen in einem großen Kaufhaus Waren klauen würden, dann sollte man die Waren darin besser verschenken, weil man sich somit Ladendetektiv, Verkäufer und Personal sparen könnte? Und als Zusatzeffekt bräuchte man weniger andere Länden, weil dort die Nachfrage sinkt und man hätte weniger Belastung durch Lieferungs-LKWs und müsste nicht mehr so viele unterschiedliche (weil ja vlt. teurere) Waren produizieren, was ebenfalls Geld und Energie spart?

    Jungs, ganz ehrlich, eure Weltsicht da oben muss man zum Glück im wirklichen Deutschland nicht verstehen. Grüße aus Bayern.
  10. #149

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Immer mehr Bürger ziehen sich sonst resignierend zurück und sagen, es macht keinen Sinn mehr, wählen zu gehen. Daher ist es auch nicht überraschend, dass die Piraten gerade diesen, oft sehr politisch interessieren resignierten Bürgern wieder ein wenig Hoffung geben und Stimmen aus dem Nichtwählerlager gewinnen. Das wird von den etablierten Parteien aber völlig falsch interpretiert in dem Sinne, dass sie damit für ihre überkommenen Praktiken eine breitere Legitimationsbasis bekommen ('"wenigstens gehen mehr wählen..."). Die Piraten sind die letzte Hoffnung für viele, dass die Entdemokratisierung unserer postdemokratischen Gesellschaft gestoppt wird. Gelingt dies nicht, können wir die Wahlen ganz vergessen und die Regierung gleich durch das Kapital einsetzen lassen.
    ich denke, auch das ist nicht richtig. Immer mehr Bürger ziehen sich aus der Politik zurück, weil sie erkennen, dass politisches Wissen über Wikipedia nicht acquirierbar ist. Es ist zu mühselig. man kann ausnahmsweise mal was nicht sofort haben. Und das frustriert...da hat gefälligst die Politik genau si zu sein. ich will gefragt werden, meine Meinung basisdemokratisch schnell und am besten noch gehört zum Besten geben und mich dann wieder auf mein Leben konzentrieren. Das ist das Problem, denke ich. Die Basisdemokratie ist ein denkbar schlechtes Mittel, weil es auch dem eine direkte (!!) Stimme gibt, der nicht den blassestenm Schimmer hat wovon er redet. Was glauben sie, warum haben die Alliierten ein indirektes System geschaffen? Vielleicht weil es so cool war, was unsere Opas so mit ihrem Volkswillen veranstaltet haben? Und den wollen sie als Primat installieren. Ja alle Gewalt geht von Volke aus (Absatz 4) nicht direkt. Da war nie die Rede von. Gehen sie doch mal auf ne Nazidemo und unterhalten sie sich ne Runde mit den Jungs und Mädels...da ist durchaus einiges an Ansichten dabei, das nicht verfassungsfeindlich ist (dafür nicht weniger wiederwärtig) und dann drehen suie sich einmal im Kreis und dann erkennen sie, dass all die Leute um sie herum jetzt alle eine direkte Stimme haben. Cool, oder?


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