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Polens Opposition: Eine Partei zerlegt sich selbst
Es wird einsam um den polnischen Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski. Überall wittert der Nationalkonservative Verrat, ehemals enge Vertraute schmeißt er aus der Partei. Jetzt schlagen die Geschassten zurück: Sie gründen mit weiteren Abtrünnigen ein neues Bündnis - gegen Kaczynski.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...798124,00.html
- #1 17.11.2011 07:05 von
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Das Problem mit Herrn Kaczyński ist, dass allzu viele Polen an seinen Lippen hängen. Diese Menschen bilden in Polen ein soziales Phänomen, das mit dem landestypischen Galgenhumor als "moherowe berety", also Mohair Berets, bezeichnet wird:
http://en.wikipedia.org/wiki/Mohair_berets
(Leider fehlt ein entsprechender Artikel auf Deutsch. So viel zur Neutralität der Wikipedia.)
Diese "Formation" ist zugleich die Hauptzielgruppe des Pater "padre direttore" Rydzyk und seines Medienimperiums, allen voran das einfach nur als faschistisch zu bezeichnende "Radio Maryja", das unter katholischem Deckmäntelchen offen antisemitische, rassistische, sexistische und homophobe Inhalte unumwunden verbreiten darf.
In Ballungsräumen mag die Situation anders sein, aber auf dem Flachland herrschen leider Kaczyński und Rydzyk - unterstützt nicht selten von den lokalen Kirchenbeamten. Antisemitische und religiös fanatische Stimmungen sind in Polen leider, leider nicht so selten, wie uns die Medien verkaufen wollen.
Dabei ist vielen klugen Polen das Ganze natürlich ein Dorn im Auge, doch leider versteht sich der narzisstische Herr Kaczyński allzu gut drauf, viel Lärm um sich herum zu machen, worin ihn die Tragödie von Smolensk ironischer Weise auch nur bestärkte.
Bleibt zu hoffen, dass am Ende doch die Vernunft obsiegt. - #2 17.11.2011 07:07 von
Wer ist der Dritte im Bund?
Wer ist wohl das dritte Land? Mittlerweile sind viele Polen die antideutschen Töne leid, das Verhältnis zu Deutschland, Russland und zur Russland hat sich gebessert - dank Tusk.
Wir sollten die gleiche Freundschaft zu Polen wie zu Frankreich aufbauen! Es gibt viele gute Kontake nach Polen, siehe http://www.memoro.org/de-de/Polnisch...werk_1018.html und http://www.memoro.org/de-de/Der-klei...cher_4756.html - #3 17.11.2011 08:28 von
Verhaeltnis zu Deutschland
Sollte sich das Verhaeltnis zu Deutschland tatsaechlich gebessert haben (Was ich uebrigens nicht glaube, besonders nach den Vorfaellen vom 11.11.) so ist dies sicherlich nicht der Verdienst der Regierung, sondern der Verdienst der vielen Vereine, Gesellschaften und gemeinnuetzigen Organisationen, die die deutsch-polnische Aussoehnung vorantreiben. Herrn Kaczyński auf eine zugegeben sehr unglueckliche Aussagen zu reduzieren halte ich fuer unangebracht. Als Deutscher der in Polen lebt kann ich versichern, dass diejenigen, die fuer Kaczynski stimmen keine "einfaeltigen Bauern" sind, wie deutsche Medien gerne darstellen, sondern haeufig junge Akademiker aus Polens Osten, die unter einer Tusk-Regierung keine Perspektive sehen...
- #4 17.11.2011 09:18 von
Bewegung in der Parteienlanschaft
Bewegung in der Parteienlanschaft
Die Zergliederung der PiS Partei zeichnet eine Bewegung in der Parteienlanschaft (sehe deutsche SPD), sicherlich durch einen teilweise authoritären Parteivorsitzenden verursacht (der gemäßigte Bruder war verunglückt). Es entsteht eine parallele konservative Partei, die eine Konkurrenzpartei ist, ist aber keine im Kern gegen PiS gerichtete Partei. - #5 17.11.2011 09:24 von
Viele Polen - was heißt das - 1000 von 38 Mio ?
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"Mittlerweile sind viele Polen die antideutschen Töne leid, das Verhältnis zu Deutschland, Russland und zur Russland hat sich gebessert - dank Tusk."
Viele Polen – ist keine greifbare Angabe.
Da die Polen auf Verständnis und auf gutes Nebeneinander mit den Nachbarn ausgerichtet sind (ist eine polnische, christliche, katholische Mentalität) heißt natürlich nicht dass die Kritik an Deutschland unbegründet ist. Die Probleme mit den Deutschen und mit den Russen, die der Kaczynski angesprochen hat, sind vorhanden, Ansprechen ist berechtigt und werden von ziemlich allen Polen in dieser oder ähnlicher Weise geteilt.
Wer Probleme verursacht, darf sich nicht beschweren, dass Andere (geschädigte Nationen) darüber sprechen. - #6 17.11.2011 09:25 von
- #7 17.11.2011 09:39 von
- #8 17.11.2011 10:29 von
Nationalistisch, national – was ist das?
Nationalistisch, national – was ist das?
Der polnische Nationalgedanke (national nicht nationalistisch) legt den Schwerpunkt auf die Pflege der polnischen Traditionen und Abwehr von Gefahren von der polnischen Nation, und diese sind wie die Deutschen wissen müssten, vorhanden.
Sie schreiben über ein Land von dem Sie als „durchsnittlicher Deutscher„ wenig Ahnung haben, vor allem dank der verzerrten Informationen der deutschen Medien.
Das wiederholte Aufteilen der PiS-Partei liegt grundsätzlich an dem authoritären Stil und nicht an dem „nationalistischen Stil“ von dem Jaroslaw Kaczynski, den der verunglückte Bruder nicht mehr mäßigen kann.
Die Begründugng dafür ist einfach - dass Jaroslaw Kaczynski erstaunlich gut bei den Parlaments- und Präsidentenwahlen abgeschnitten hat. - #9 17.11.2011 11:47 von
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