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Poker um Spitzenjobs: Juncker lehnt Vorsitz der Euro-Gruppe vorerst ab

AFPEigentlich waren sich alle Euro-Länder bei dieser wichtigen Personalentscheidung einig: Jean-Claude Juncker sollte für sechs weitere Monate die Euro-Gruppe führen. Doch nun sträubt sich der Luxemburger, weil ein Landsmann nicht in die EZB-Spitze rücken darf.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...841794,00.html
  1. #1

    Soll er doch abtreten!

    So Amtsmüde wie der ist, sollte Juncker am besten direkt abtreten und den Weg frei machen. Da Deutschland sowieso mehrheitlich das Geld in EFSF und ESM stellt, sollte auch ein Deutscher den Vorsitz übernehmen. Am ehesten denke ich dabei an Peer Steinbrück. Von der CDU kann ja ausser Schäuble ja nix gescheites kommen, aber der wurde ja von Hollande abgelehnt...
  2. #2

    Deutschland soll Frankreich helfen??

    So langsam nerven mich die geradezu frechen Forderungen des franz. Präsidenten. Schäuble wird abgelehnt, aber wir hatten sowohl Strauss-Kahn als auch Mde. Legarde zu unterstützen. Das Diktat des Herrn Hollande ist in keinster Weise zu akzeptieren.
    Möglicherweise sollte Deutschland seinerseits einen Austritt aus der EURO-Gemeinschaft überlegen, als Partner stände mit Großbritannien ein ebenfalls starker Partner zur Verfügung. Merkel wird sich jedenfalls, trotz größter Bemühungen den "Partnern" im Euroraum nicht erfolgreich widersetzen können, die sich zum ganz großen Teil ihre Schulden der Vergangenheit von den "Partnern" bezahlen lassen wollen. Darüberhinaus werden alle Euroländer künftig sich hüten, sparsam zu haushalten und damit anderen, wesentlich ausgabefreudigeren Sparsündern größere Spielräume zu gewähren.
    Ich bewundere bis heute die Durchsetzungskraft von Frau Merkel, aber wie lange wird sie diese, vor allem bei der "konstruktiven" Opposition in Deutschland selbst, noch einsetzen können?
    Trotzdem wünsche ich ihr viel, viel Glück.
  3. #3

    optional

    @ 1. Active02
    Was hat die SPD-Troika mit F. Hollande besprochen?
    Feancois Hollande will die Eurobonds. Die SPD ebenfalls!
    Ergo verbündet man sich diesbezüglich und lässt die Schulden der anderen Staaten vom deutschen Steuerzahler bezahlen. Wie würde die Eurozone heute dastehen, wenn n i c h t rot/grün durch die Hintertür Griechenland in die Eurozone geholt und FM Eichel dafür gesorgt hätte, dass der Stabilitätspakzt aufgelöst wurde.
  4. #4

    Helft den Südstaaten und anderen mit Eurobonds und jagt die Gierbanken zum Teufel

    Zitat von acre Beitrag anzeigen
    Feancois Hollande will die Eurobonds. Die SPD ebenfalls! Ergo verbündet man sich diesbezüglich und lässt die Schulden der anderen Staaten vom deutschen Steuerzahler bezahlen.
    Schön langsam gehen mir die Attacken gegen Eurobonds auf den Keks. Die hätte man schon von 2-3 Jahren einführen müssen, spätestens jedoch zu einem Zeitpunkt, als abzusehen war, dass einigen Ländern die Totalpleite droht.
    Das sind doch arme Argumente, die man hier vorträgt, wenn es um Eurobonds geht. Ich will natürlich NICHT, dass Deutschland in immer größerem Ausmaß zur Kasse gebeten wird, und genau deshalb müssen Krisenländer die Möglichkeit erhalten, sich entweder über die EZB oder sonstige Schirme zu gleichen Konditionen zu refinanzieren, wie Deutschland selbst. Also, egal auf welchem Wege (Eurobonds, Zentralbank oder Rettungsschirm) --> Jedes Land soll sich zu z. B. 1 - 2 % refinanzieren können, anstatt von den Gierbanken mit 6-7 % erpresst zu werden. Es kann doch nicht in unserem Interesse liegen, dass die schwachen Länder hierdurch noch mehr in die Krise geraten, und irgendwann später garnichts mehr zahlen können.

    In welchem Zusammenhang Eurobonds mit der immer wieder geäußerten Vermutung stehen, dass das uns nur immer mehr kosten würde, weil die Staaten dann keinen Anreiz mehr hätten, zu sparen, ist mir nicht klar.

    Drum nochmals für ganz verbohrte:
    Keine Finanzierung über Banken zu Wucherzinsen mehr. Es kann doch nicht mein Problem sein, wenn Millionäre weinen, weil ihnen die Anlagemöglichkeiten zur Vermehrung ihres Vermögens ausgehen, weil sie keine Staatsanleihen mehr kaufen können. Wenn Staaten dennoch Staatsanleihen auf dem freien Markt emittieren, entziehen wir ihnen sämtliche weitere Hilfen.

    Zitat von acre Beitrag anzeigen
    Wie würde die Eurozone heute dastehen, wenn n i c h t rot/grün durch die Hintertür Griechenland in die Eurozone geholt und FM Eichel dafür gesorgt hätte, dass der Stabilitätspakzt aufgelöst wurde.
    Schwachsinniges Geschwafel. - Kann es sein, dass Sie übersehen, dass D die nicht unerhebliche Summe von 2 Billionen für die Deutsche Einheit stemmen musste? Meines Wissens wurde D von den anderen EU-Staaten eine Überziehung der Neuverschuldung eben wegen dieser außerordentlichen Zusatzbelastungen gestattet. So ganz nebenbei ist mir nicht klar, was Ihr Geschwurbel mit den augenblicklichen Problemen der Rettung der Südländer zu tun hat.
  5. #5

    Zitat von Marenga Beitrag anzeigen
    Schön langsam gehen mir die Attacken gegen Eurobonds auf den Keks. Die hätte man schon von 2-3 Jahren einführen müssen, spätestens jedoch zu einem Zeitpunkt, als abzusehen war, dass einigen Ländern die Totalpleite droht.
    ...
    Kann es sein, dass Sie übersehen, dass D die nicht unerhebliche Summe von 2 Billionen für die Deutsche Einheit stemmen musste? Meines Wissens wurde D von den anderen EU-Staaten eine Überziehung der Neuverschuldung eben wegen dieser außerordentlichen Zusatzbelastungen gestattet. So ganz nebenbei ist mir nicht klar, was Ihr Geschwurbel mit den augenblicklichen Problemen der Rettung der Südländer zu tun hat.
    Auch ich kann in dem Geplapper keinerlei Sinn bzw. keine treffenden Argumente erkennen. Sichtbar ist lediglich, welcher Partei der Verfasser nahesteht.

    Nicht den Banken hülfen Eurobonds sondern Pleitestaaten wie Spanien oder Italien bzw. in naher Zukunft auch Frankreich. Es gibt nur noch wenige "sparsam" agierende Euroländer, die deswegen ja auch nur als Bürgen infrage kommen. Im günstigsten Falle könnten sich Spanien, Italien, Griechenland, Cypern, Portugal, Irland oder eben auch Frankreich Vorteile durch günstigere Zinsen erheischen. Dafür müsste Deutschland zunächst einen mindestens dreifach höheren Zinssatz und damit Verluste in zig-Milliarden-Höhe hinnehmen. Die vorgenannten Länder hätten dann die Möglichkeit, zu einem für sie relativ günstigen Zinssatz neue Schulden zu machen, die in der Zukunft wohl von Deutschland und anderen Sparländern wegen derer Bürgschaft ebenfalls zu bezahlen wären.
    Also bitte nicht parteipolitisch argumentieren - fundierte Fakten sind das einzig richtige Mittel.
  6. #6

    ...

    Zitat von Theodor Reinhard Beitrag anzeigen
    Auch ich kann in dem Geplapper keinerlei Sinn bzw. keine treffenden Argumente erkennen. Sichtbar ist lediglich, welcher Partei der Verfasser nahesteht.

    Nicht den Banken hülfen Eurobonds sondern Pleitestaaten wie Spanien oder Italien bzw. in naher Zukunft auch Frankreich. Es gibt nur noch wenige "sparsam" agierende Euroländer, die deswegen ja auch nur als Bürgen infrage kommen. Im günstigsten Falle könnten sich Spanien, Italien, Griechenland, Cypern, Portugal, Irland oder eben auch Frankreich Vorteile durch günstigere Zinsen erheischen.
    Um ihre Schulden abbauen zu können, brauchen sie günstige Zinssätze.

    Zitat von Theodor Reinhard Beitrag anzeigen
    Dafür müsste Deutschland zunächst einen mindestens dreifach höheren Zinssatz und damit Verluste in zig-Milliarden-Höhe hinnehmen. Die vorgenannten Länder hätten dann die Möglichkeit, zu einem für sie relativ günstigen Zinssatz neue Schulden zu machen, die in der Zukunft wohl von Deutschland und anderen Sparländern wegen derer Bürgschaft ebenfalls zu bezahlen wären.
    Unsinn, bitte lesen Sie meinen Kommentar ein bisschen aufmerksamer. Ich sagte, dass sich ALLE Länder zu gleichen Konditionen finanzieren können. Das Thema Restrukturierung und Sparen ist ein ganz anderes Thema.
  7. #7

    Die südeuropäischen Defizitländer wollen Kredite mit niedrigen Zinsen haben...

    Zitat von Marenga Beitrag anzeigen
    Helft den Südstaaten und anderen mit Eurobonds
    und jagt die Gierbanken zum Teufel
    ... langsam gehen mir die Attacken gegen Eurobonds auf den Keks.
    Die hätte man schon von 2-3 Jahren einführen müssen,
    spätestens jedoch zu einem Zeitpunkt, als abzusehen war,
    dass einigen Ländern die Totalpleite droht.
    "Solange ich lebe", sagte Merkel zur FDP Fraktion, werde es zu
    keiner "gesamtschuldnerischen Haftung" in Europa kommen?
    In Deutschland leihen sich die Bundesländer einzeln,
    jedes für sich allein, ihr Geld von den Banken.
    In den USA ist auch jeder Bundesstaat alleine haftbar.

    Die Südländer wollen einfach zu viel, wenn sie fordern,
    wir sollen deren private und staatliche Schulden abbezahlen.

    Wir können das auch gar nicht leisten, weil es in der
    Eurozone Schulden von 40.000 Mrd. €, davon sind
    18.000 Milliarden faule Kredite. Bei diesen Zahlen ist klar,
    da helfen Eurobonds auch nicht mehr weiter.


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