der Staat soll halt einfach auf die Buy-ins und Fees eine Steuer (analog Mehrwertsteuer) erheben, und Bezahlt ist die Schuld.
dapdIst Pokern ein Glücksspiel oder ist es ein Sport? Zum ersten Mal hat sich ein deutsches Finanzgericht mit der Frage befasst, wie planbar Gewinne am Kartentisch sind und ob sie daher versteuert werden müssen. Das Urteil könnte weitreichende Folge für die Szene haben.
Finanzgericht Köln hält Pokern nicht für Glücksspiel - SPIEGEL ONLINE
der Staat soll halt einfach auf die Buy-ins und Fees eine Steuer (analog Mehrwertsteuer) erheben, und Bezahlt ist die Schuld.
Bei der Abzockermentalität der deutschen Finanzbehörden einschließlich der ihr hörigen Jurisdiktion wäre jedes andere Urteil auch ein Wunder gewesen. Wir brauchen schließlich die Milliarden, damit Mutti und ihr Vasall mit dem Geldkoffer selbige an die Mittelmeeranrainer verschenken können.
Völlig richtige Entscheidung. Solange Kapitalerträge versteuert werden gehört gewöhnliches Glücksspiel auch versteuert.
...wenn der erste Gutverdiener seine jahrelangen Verluste gegenrechnet und der Fiskus ihm die Gewinnerzielungsabsicht aberkennt und wegen Liebhaberei (so heisst das im Steuerrecht) die Verluste nicht anerkennt.
Aber die Neigung unserer Finanzgesetzgebung, einige Einkommen doppelt zu besteuern, ist ja hinlänglich bekannt...
müssen Pokergewinne zukünftig versteuert werden. Wäre ja noch schöner, wenn der Staat dem Bürger nicht auch hier ganz tief in die Tasche greifen könnte. Schließlich heißt sein Lieblingsspiel "Bürger abzocken".
...reine Glücksspiel wie Roulette, bei der der Spieler höchstens eine triviale Entscheidung (Zahl, Farbe) treffen kann.
Dann gibt es reine Geschicklichkeitsspiele wie Schach, bei denen einzig die Entscheidungen der Mitspieler zählen und kein Glücksfaktor herrscht.
Poker liegt - wie viele andere Kartenspiele auch - irgendwo dazwischen.
Wenn das Finanzamt mitspielt ist es weder das eine noch das andere. Der Gewinner steht nämlich von Anfang an fest.
Eddy Scharf: Gegen die gewinnst Du selbst mit einem Royal Flush nicht....
Ich hoffe das Urteil geht zu Gunsten des Fiskus aus. Dann kriege ich vielleicht nicht mehr täglich zig Spam-Mails von diesen virtuellen Casino Gaunern aus Gibraltar mehr. Von mir aus könnte die gesamte Branche in die Illegalität verschoben werden. Aber komplett, inklusive Automaten-Buden!
In der Schweiz hat das Bundesgericht 2010 entschieden, dass Pokern ein Glücksspiel ist. Damit konnte man das Spiel in die Casinos verbannen, wo allfällige Einnahmen (auch von Pokerspielern, die einen Gewinn danach an Spielautomaten noch etwas schmälern) dem Spielbankengesetz unterliegen und entsprechend hohen Steuern unterliegen. Ein Event-Anbieter, der eine Halle für ein Turnier mietet, bezahlt schliesslich nur die Mehrwertsteuer.
Ähnlich also auch die Problematik in Deutschland nur noch um einen Faktor kafkaesker: Ist es kein Glücksspiel, kann man den Spielern die Taschen leeren. Ist es ein Glücksspiel, kann man den Turnieranbietern die Taschen leeren.
Zum einen haben wir entgegen Ihrer Überzeugung eine unabhängige Justiz, gerade in Steuerfragen. Und wenn Sie glauben, dass das Geld and Griechenland und Co. verschenkt wird, dann verlangen Sie doch von Griechenland oder Frau Merkel Schenkungssteuer - eine üblere Polemik gibt's ja nicht, tststs. Für das Geld zahlt die griechische Bevölkerung jetzt schon bitter. Aber zurück zum Thema: Poker ist genauso eine Mische von Können und Glück wie jede andere Investition, z.B. in Aktien. Und auch deren Erträge sind i.A. zu versteuern. Also sollten Pokergewinne steuerpflichtig sein.