Pokalsieg in Unterhaching: Köln bejubelt Düsseldorfs Aufstiegshelden
Getty ImagesErster Pflichtspielsieg der Saison: Nach dem verpatzten Zweitliga-Auftakt hatte der 1. FC Köln wenigstens im Pokal Grund zum Jubeln, dank Stürmer Thomas Bröker setzte sich der Club gegen Unterhaching durch. Eine Bundesligarückkehr ist mit diesem Kader dennoch illusorisch.
ist in Köln ganz sicher nicht schwer zu vermitteln. Er ist kein Düsseldorfer oder gerade Hinzugezogener, sondern hat schon 2004-2006 beim FC gespielt, seiner ersten Station im Profifußball. Er ist Köln stark verbunden. Das sind alles keine Geheimnisse, ein ganz kleines bisschen Recherche wäre also nicht verkehrt gewesen.
...zu dem, was "gruj1" richtigerweise geschrieben hat, möchte ich noch anmerken, dass eine sofortige Rückkehr ins Oberhaus eben nicht Pflicht ist.
Nach dem 7 Jahre andauernden Regime des Sonnenkönigs geht es dem Verein finanziell schlechter denn je. Aber die Fans sind bereit, mit ihrem Verein auch länger in Liga 2 zu verweilen, weil sie erkennen, dass es vorwärts geht. Mit dem Trio Spinner / Ritterbach / Tünn haben wir eine kompetente Führung, die eben auch unpopuläre, dafür aber notwendige Maßnahmen trifft.
Ein solcher Vorstand hätte dem FC in den letzten Jahren gutgetan, ein Vorstand, der kommuniziert, dass der Verein sich eben kein Daum-Comeback oder vermeintliche Stars (Maniche lässt grüßen) leisten kann. Stattdessen wurden künftige Einnahmen verfrühstückt und denkbar schlecht investiert. Von den aussortierten Spielern konnte noch keiner verkauft werden, lediglich ein paar Leihen sind zu vermelden. Zu fürstlich sind anscheinend die Gehälter, die Michael Meier und Volker Finke ihnen vertraglich zusicherten.
Diese Zeiten scheinen nun vorbei zu sein, und wenn der FC 5-10 Jahre in der 2. Liga spielen muss - so what? So lange der Verein saniert, können wir damit leben, Stolperstart (und der wird sich noch weiterziehen) inklusive.
Für mich persönlich gilt: so lange wir am Ende der Saison nichts mit dem Abstieg zu tun hatten, bin ich zufrieden.
sicherlich hat Thomas Bröker einem sehr grossen Anteil am Düsseldorfer Aufstieg, allerdings beschränkt er sich auf 'lediglich' ein Tor und eine Vorlage in den Relegationsspielen, dafür aber auf acht, zum teil sehr wichtige Tore in der regulären Saison.
Ertmal recherchiere, bevor man den Artikel unnötig aufbauscht!!!
Besten Dank.
Thomas Bröker ist in Köln absolut nicht schwer zu vermitteln, ganz im Gegenteil, alle Fans des Effzeh freuen sich über seine Rückkehr! Bröker hat seine Karriere 2004 immerhin beim 1. FC Köln begonnen und wollte nach der letzten Saison bei Düsseldorf unbedingt zurück in die Domstadt wechseln.
Zehn Minuten Streifzug durch die verschiedenen Fanforen (Express, Stadtanzeiger) hätten außerdem genügt, um festzustellen, dass kaum jemand von der neuen, jungen Mannschaft den direkten Wiederaufstieg erwarten. Die Fans wollen nur eins: mutigen und engagierten Fußball sehen von Spielern wie Bröker, die sich mit dem FC identifizieren. Für die meisten ist das einzige sportliche Ziel in dieser Saison: nicht noch einmal absteigen.
Von daher gibt es auch absolut keinen Druck nach den ersten beiden Spielen, weder von den Fans noch vom Umfeld. Niemand ist "entsprechend erschrocken über den Saisonauftakt". In Braunschweig wurde die Mannschaft trotz Niederlage vom Kölner Block gefeiert. Nach den Jahren des Geldverbrennens für vermeintliche Stars mit dubiosem Charakter, ist allen klar, dass der Neuaufbau dauern kann und das gesamte Umfeld ist bereit, Stanislawski und seiner Rasselbande diese Zeit zu geben. Deshalb gibt es keine Unruhe.
Riether, Novakovic, Lanig und Petit (der hat in der letzten Saison kein einziges Spiel gemacht, so weit ich mich erinnere) als Leistungsträger zu bezeichnen, ist außerdem abenteuerlich. Diesen Leuten weint in Köln niemand eine Träne nach.
Eins allerdings stimmt: Der 1. FC Köln ist einer der größten Vereine in Deutschland - zumindest wenn man die Zahl der Mitglieder als Maßstab nimmt.