Woher kommt der Hass im Internet? Die ausfälligen Kommentare und grenzenlosen Pöbeleien? Was*sich als Meinungsfreiheit tarnt, ist oft nur noch Triebabfuhr.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...795055,00.html
Frau Berg fängt also ob der negativen Eigenschaften der Vertreter ihrer eigenen Rasse an, selbige pauschal zu verachten. Na, da kann ich nur sagen: Willkommen im Reich der Trolle, Frau Berg.
Übrigens sieht man da gleich noch die fabelhafte Fähigkeit des Menschen, alle (wahren) Gräuel dieser Welt zu verdrängen, solange die nicht persönlich werden. Ich finde ja, wenn man einen Grund bräuchte, die Menschen um ihrer negativen Seiten willen zu hassen, hätte man nicht erst auf das Auftreten der Internet-Trolle warten müssen.
Oh mann, (sorry, frau?), Frau Berg. Bisher hatten Sie es so gut gemacht.
Eigene Nase fassen, ok? ;-)
Ich habe nicht über die User diskutiert, sondern über Herrn Fleischhauer und Frau Berg. Wobei ich Fleischhauers Kolumnen normalerweise schon längst nicht mehr lese; sein Geschreibsel ist mir einfach zu schlecht. Ich verschwende keine Lebenszeit an Texte, die mich langweilen, wenn mich keiner dafür bezahlt. Ohne Frau Bergs Kolumne wäre mir also höchstwahrscheinlich ganz entgangen, daß er neuerdings Buch führt über das, was die Forumsteilnehmer so über ihn schreiben.
Das einzige, wofür diese Sammlung von Textschnipseln tauglich ist, die Fleischhauer als Beweis dafür vorbringt, wie böse die Leute im Forum doch zu ihm sind, wäre eine Diskussion über Sinn und Unsinn der hiesigen Moderation. In letzter Zeit kommen bei mir nämlich höchstens noch 50 % meiner Beiträge durch, und meistens habe ich keinen Schimmer, was dem Sysop an einem nicht freigeschalteten Beitrag von mir nun schon wieder nicht gepaßt haben könnte. Das ist erstens dann ärgerlich, wenn man viel Zeit und Mühe in einen Beitrag gesteckt hat, und zweitens verwundert es doch ein bißchen, daß Beiträge, die aus herausgerotzten Verbalinjurien bestehen, die meistens noch nicht einmal in einem längeren Text versteckt wurden, sondern der einzige Inhalt des Beitrags sind, mit solcher Regelmäßigkeit eben doch die Freischaltung bekommen. Das betrifft ja nicht nur Herrn Fleischhauer als "Opfer".
Wenn Herr Fleischhauer persönliche Angriffe so gar nicht aushält, dann sollte er sich als Spiegel-Autor doch einfach mal um eine weniger inkonsequente Moderationspraxis bemühen. Unsereins kann das ja nicht, denn wir werden ja von der Moderation ignoriert.
@sysop: Wer sich nicht traut, das freizuschalten, ist ein Feigling. :p
Solange wir nicht aufhören jeden Kommentar und jede Idee ohne Prüfung als links oder rechts zu verdammen wird sich zumindest in politischen Foren wenig in Sachen Gesprächskultur tun. Davon kann sich keiner frei machen, auch ich nicht. Wir sind alle Menschen, wir wählen und wir verfolgen Interessen - meist die eigenen.
Aber ich würde mich über den Moment freuen, in dem in Foren Kritik von Konstruktivität abgelöst wird. Jeder Vorschlag, und sei er noch so absurd, ist mehr wert als Kritik.
Kritik bekomme ich im Kilo billiger.
Ideen sind kostbar.
...das geht nicht "ohne Prüfung" etwas einordnen.
Was mE aber geprüft werden sollte - wäre die Maßgabe, welche angelegt wird für "links" oder "rechts" und eventl noch ob "rechts oder links" überhaupt relevant sind.
nd zum anderen auch noch : Kritik ist eine Art Vorschlag, würde ich mal sagen so in meiner jugendlichen Denkweise ( Jahrgang 44 )
gruss aus der lausitz
Wenn man sieht wie viele Menschen hereingelegt und hinters Licht geführt werden, bekommt man den Hass.
Im normalen Umfeld erreicht man die richtigen Adressaten garnicht. Das einzige was man errreicht ist Zielscheibe zu werden.
Durch die größere Sichtbarkeit und die (scheinbare) Anonymität hat man mehr Mut aufzubegehren.
Ich frage mich wie behütet die Autorin aufgewachsen und gelebt haben muss, um dass nicht nachvollziehen zu können.
Machst Du Dir in der Firma Luft und gehst gegen Ungerechtigkeiten vor, sitzt Du ganz schnell zu Hause vorm Bildschirm und schreist Deinen ganzen Frust hinaus, denn sonst hört Dir ja keiner mehr zu.
Je nach Frustrationsgrad und Bildungsgrad fallen die Beschimpfungen mehr oder weniger krass aus.
Wenn man jemanden hasst, wird man dann eben auch sexistisch und ordinär, denn man will ja den Gehassten verletzen.
Die andere Möglichkeit den Gehassten persönlich anzugreifen, ist ja eine noch schlechtere Option.
Ich möchte nur an Herrn Pofalla und Herrn Sarkozy erinnern, wenn genug Adrenalin im Blut ist, werden auch unsere "Eliten" ausfällig.
Ob man aufgestauten Hass heraus lässt, hängt von der Situation, vom Mut und der Gelegenheit ab und im Internet hat man Gelegenheit ohne das man völlig ignoriert werden kann.
Ausserdem kann man versuchen eine Front gegen etwas oder jemanden auzubauen, versuchen Sie das mal im richtigen Leben auf die Reihe zu bekommen ohne gleich mundtod gemacht zu werden.
Natürlich gibt es auch einfach Idioten, die gibt es überall.
Draußen in der "Realität" ist man immer öfter doch nur noch aus dem einen Grund mit zusammengebissenen Zähnen höflich zum Gegenüber, weil man i.d.R. irgendwas von ihm will oder auch zukünftig mit ihm auskommen muss.
Im Internet dagegen sind die meisten Menschen schlichtweg "außerhalb" jeder Reichweite. Man "braucht" sie nicht unmittelbar, man kann es sich eher leisten, es sich mit ihnen zu verscherzen. Das sorgt dann halt dafür, dass die Menschen schnell die gute Erziehung vergessen und frei rausposaunen, was sie von Angesicht zu Angesicht bestenfalls denken würden.
Sagen wir mal so - ich habe einen nicht gerade kleinen Teil von Menschen in meiner Umgebung, denen ich wenig abgewinnen kann, weil sie Besserwisser, Nixbringer und Realitätsverweigerer sind. Trotzdem bemüh' ich mich, mit ihnen auszukommen, weil sie nunmal nicht eben aus dieser Umgebung verschwinden. Und im Netz gegen diese Leute pöbeln ist einfach feige - also bleibt's bei angespannter Höflichkeit.