Zu Michael Groß aktiver Zeit war ich auch Leistungsschwimmer. Damals wurde gedopt, was das Zeug nur hergibt. Heute sind die Dopingmethoden nur subtiler und anscheinend noch gefährlicher für die Gesundheit.
Getty ImagesSie scheinen stark und gesund. Trotzdem sterben immer wieder junge Sportler an plötzlichem Herztod - wie jüngst Schwimmweltmeister Alexander Dale Oen oder Fußballprofi Piermario Morosini. Kardiologe Prof. Thomas Meinertz erklärt im Interview, warum das Herz von Athleten besonders gefährdet ist.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,831319,00.html
Zu Michael Groß aktiver Zeit war ich auch Leistungsschwimmer. Damals wurde gedopt, was das Zeug nur hergibt. Heute sind die Dopingmethoden nur subtiler und anscheinend noch gefährlicher für die Gesundheit.
Mag nur Erbsenzählerei sein und es macht die Sache auch nicht weniger tragisch, aber Alexander Dale Oen ist mit 26 Jahren gestorben und nicht mit 22 wie im Artikel angegeben.
Das Hauptproblem bei dieser ganzen Sache ist in meinen Augen das Wort "krankheit". Ab wann ist man krank? Reicht ne leichte Erkältung? Zahnschmerzen? Wenn man bei jeder kleinen Entzündung (Nagelbett? Rachen? Ein kleiner Schnitt, möglicherweise vom Sport selber) pausiert, pausiert man wahrscheinlich 6 Monate im Jahr und wird garnicht erst Leistungssportler.
Natürlich habe ich mit meinen Zipperlein übertrieben, aber wo ist die Grenze? Mediziner geben keine konkrete Grenze an, im Zweifel sagen sie "lieber bei jeder Krankheit pausieren, es geht um die Gesundheit". Ist ja auch logisch, sonst würden sie nachher in Regress genommen werden.
Aber genau deswegen machen Sportler auch weiter, wenn sie krank sind. Gestern noch Halsschmerzen? Ach komm, stell dich nicht so an, hab ich doch alle zwei Wochen. Heute dann schon Erkältung? Naja, bisschen Joggen/Pumpen wird schon gehen. Wann soll man aufhören? Mich interessierts wirklich.
Ich wage mal zu behaupten, dass der Sport die Krankenkassen immens belastet. Der normalsterbliche bekommt einen Schlaganfall oder Infarkt und gut ist.
Die Athleten gehen dauernd zur Blutuntersuchung, Vorsorge Kernspin. Und leisten sich unentwegt Knochenbrüche, Bänderabrisse, Zerrungen, Knieverdrehung und jede Menge Reha. Und das geht bis ins hohe Alter.
Die Ärzte und Krankenkassen freut es, weil alle prima an hohen Umsätzen verdienen.
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wenn man sich nicht fühlt, aufhören. wer mit 38 Fieber noch meint Marathon laufen zu können, braucht sich nicht wundern, wenn gevatter Tod Ihn ereilt.Schmerz, Übelkeit, Schwinderanfälle sind Warnsignale, besser einmal zuviel als einmal zuwenig den Sport an diersem Tag abbrechen.
Leistungssport ist Mord. Egal was, zuviel des Guten kann nicht gesund sein.Jeden Abend ein Glas Rotwein ist gesund, jeden Abend ne Flasche Whisky wohl kaum. 20 bis 30km Joggen in der Woche ist ganz sicher gesund. Jeden Tag ein Marathon, wohl auch nicht.Es ist also weder sport noch alkohol, noch sonstwas, was ungesund ist, sondern immer nur die frage wieviel. ist eigentlich ganz einfach.
Aber man kann sich auch ohne Doping das Herz / Kreislauf schädigen.
Ich habe zu der von Ihnen genannten Zeit Wasserball auf Leistungssportniveau gespielt und mit Mitte 20 wurde bei mir eine Hinterwandverdickung des Herzens sowie Bluthochdruck diagnostiziert.
Laut Sportmediziner Folge des Kraft-Ausdauersports Wasserball (4-5x Training die Woche + Spiele am Wochenende).
Für meine Person kann ich, bis auf das Bier nach Training und Spiel, Doping definitiv ausschließen.
Bei Leistungssportlern ist dieses Verhalten noch nachvollziehbar. Wenn die 4-5 Wochen komplett pausieren, dann sind die Trainingsfortschritte der letzten 3-4 Monate futsch. Wenn dann Wettbewerbe vor der Tür stehen, dann ist das natürlich extrem ärgerlich. In der Regel haben die aber einen Sportmediziner, an den sie sich wenden können.
Für Hobbyisten gilt: krank = Pause. Es gibt schlicht keinen Grund, seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Es ist ja auch nicht so, dass ein Training unter Krankheitsbedingungen viel bringen würde. Nicht nur, weil man weniger Leistung bringt, sondern auch, weil die Regeneration durch die Doppelbelastung Training/Krankheit deutlich länger dauert. Ebenso wie die Heilung der Krankheit selbst.
Ich habe andere Erfahrungen gemacht. Früher war ich Langstreckenläufer mit einem Trainingspensum von 80-100 km pro Woche. Nach einer harten Trainingsphase im Winter wurde ich Mitte Februar krank. Ich lag eine Woche im Bett und konnte eine weitere Woche nicht trainieren. Auch in den nächsten zwei Wochen trainierte ich wenig.
Zur meiner und zur Überraschung meiner Trainingskameraden, konnte ich an Ostern meine persönliche Bestleistung im 25 km Lauf erheblich steigern. Diese Zeit ist übrigens immer noch Vereinsrekord.
Ich führe das darauf zurück, dass sich mein Körper einmal richtig erholen konnte.
Im übrigen bin ich auch der Meinung, dass jeder in seinen Körper hineinhorchen sollte, dann brauche man keinen Arzt, umzusehen ob noch alles in Ordnung ist.
So genau sagen, wann es gefährlich ist, kann man eben nicht. Deswegen drückt sich Meinertz auch so schwammig aus. Grundsätzlich können vor allem Viruserkrankungen als systemische Erkrankungen auch mit Entzündungen des Herzmuskels einhergehen. Viefach unbemerkt und auch mit den üblichen Methoden nicht immer diagnostizierbar. Wer sich an seinem Leistungslimit bewegt geht immer ein höheres Risiko für seine Gesundheit ein. Aber das Leben ist nun mal lebensgefährlich und hat eine 100% Mortalität.