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Plötzlich Chef: Und mit wem geh' ich jetzt essen?
CorbisEine Führungsposition ist für viele Angestellte das Größte. Sie bringt ein dickes Gehaltsplus, mehr Verantwortung, Macht. Aber neue Chefs müssen auch Druck standhalten - von oben wie von unten. Und sie müssen verkraften können, dass Mitarbeiter auf Distanz gehen.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...855845,00.html
- #1 17.09.2012 10:21 von
- #2 17.09.2012 10:26 von
.....
Man muss wählen!
Als I.Offz. . Stellvertreter des Kapüitäns, an Bord hatte ich den direkten Kontakt, z.T. auch vertrauten, zur übrigen Besatzung!
Wird man Kapitän, wird man auch ein Stück einsamer. Da ist man der "Alte" oder "old man" auch mit 35 Jahren. Dessen Entscheidungen nicht ernsthaft face to face in Frage gestellt werden.
Will man das nicht, lebt man entspannter, Ich kenne einige welche den 4. Streifen abgelehnt haben obwohl alle Voraussetzungen den Kapitänsjob gut zu machen gegeben waren. - #3 17.09.2012 10:59 von
Das grösste Problem
ist wohl, dass die meisten der auf Chefsessel gehobenen "sog." Führungskräften über keinerlei oder nur wenig soziale Kompetenzen verfügen um wirklich Mitarbeiter zu "führen". Entsprechend oft werden die zu führenden Mitarbeiter auch nur als "Verfügungsmasse" betrachtet um z.B. den eigenen Erfolg (und die Boni am Jahresende) voranzutreiben. Da muss man sich nicht über Einsamkeit wundern...man kann sich ja zur Kompensation mit einem Q7 belohnen...;-) Übrigens nicht nur in der Wirtschaft sondern auch in der Wissenschaft häufig ein grosses Problem. Professoren als Abteilungsleiter werden immer nur nach ihrem Publikationserfolg ausgesucht und nicht nach sozialen Kompetenzen, was zu ähnlichen Problemen wie in der Wirtschaft führt (obgleich die Rahmenbedingungen in der Wissenschaft anders sind, aber Eitelkeiten und Betriebsblindheit gibt es natürlich gleichermassen in beiden Bereichen).
- #4 17.09.2012 11:43 von
Neid ist natürlich ein objektives Problem
Es ist aber auch eine objektive Zumutung, wenn mittelmässig begabte Kollegen befördert werden, nur weil sie am wenigsten fehlen.
- #5 17.09.2012 11:46 von
Ein Schritt vor ...
... und man steht im Regen. Im Zweifel ist es besser, eine(n) Vorgesetzte(n) extern zu besetzen. Weil die Vergangenheit als Mitarbeiter einen immer wieder einholt und die Ex-Kollegen mit dem Faktor Mißgunst nicht umgehen können.
- #6 17.09.2012 12:00 von
Das höre ich öfters aus der Firma meiner Frau.
Da werden Termine festgelegt, erläuternde Besprechungen bleiben aber aus, Änderungen werden entweder nicht bekannt gegeben oder es werden 3-4 so en passant eingestreut, so dass die Arbeit fast wieder von vorne beginnen muss, dringliche Aufgaben anderer Projekte müssen eingeschoben werden, wer konkret für was zuständig ist wird nicht festgelegt oder wechselt je nach Chef's Belieben, aber wehe, der Termin wird nicht eingehalten.
Ökonomische Arbeitsabläufe und -organisationen umzusetzen beherrschen doch die wenigsten Vorgesetzten .
Eigenverantwortliche und selbstorganisierte Teamarbeit verkommt dann meist zur Farce. - #7 17.09.2012 12:08 von
Komische Verhältnisse
Also bei mir im Betrieb ist es selbstverständlich so, dass der Chef (= Inhaber) dass macht, was ich ihm sage. Manchmal dauert es etwas lange, aber bei Erhöhung des Drucks funktioniert es in der Regel. Er verdient doch viel mehr Geld als ich, also muss er mehr arbeiten und die Verantwortung tragen. Kritik an mir traut er sich natürlich nicht, ich glaube er hat Angst vor Prügel.
- #8 17.09.2012 12:22 von
...
Avenhaus hat gelernt, den Punkt hinter die Debatte zu setzen, zu entscheiden, was diskutiert wird und was nicht. Kritik und schlechte Stimmung kann sie ganz gut aushalten. "Die Menschen wollen ja geführt werden, so schlimm ist das auch alles nicht", sagt sie.
Genau. Das ist überhaupt das Beste, sich erst gar keiner Diskussion stellen. Man könnte es auch Feigheit nennen. Oder Diktatur.
Und Menschen wollen nicht geführt werden. Menschen wollen frei sein. Menschen arbeiten normalerweise nur aus Zwang. Weil sie auch von irgendetwas leben müssen. Es gibt sicher auch die Arbeit, die man gerne macht. Aber die kann man sich in den seltensten Fällen selber aussuchen bzw. die wäre, wenn man das könnte, sicher nicht die, die man wirklich macht. Vor allem wäre man dabei sein eigener Chef.
Chefs sind Produkte eines Herrschaftssystems, das im wesentlichen undemokratisch ist. Da hilft auch kein Schönreden.
Und die schlechte Stimmung Ihnen gegenüber haben sie sich zumeist verdient. Chefs, die alles richtig machen, haben auch kein Problem mit ihren früheren Kollegen und sind auch nicht einsam. Chefs, die denken, alles richtig zu machen, sind das Problem. - #9 17.09.2012 12:58 von
...und wer auf der Suche nach Wissen in Sachen Menschenführung ist, so wie im Artikel beschrieben, dem sei der Coach in a pocket ans Herz gelegt: http://cip.management-intensiv.de. 6 kostenlose und praxisnahe Antworten auf Ihre brennendsten Managementfragen (Bsp. "Was bedeutet eigentlich Führen" oder "Wie kann man Führungsfähigkeiten entwickeln").
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