dpaMehr als dreieinhalb Jahre nach der folgenschweren Pleite der US-Bank Lehman Brothers haben die ersten deutschen Gläubiger Schecks mit Entschädigungszahlungen erhalten. Das Problem: Die meisten von ihnen dürfen das Geld nicht behalten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...829470,00.html
...müsste es heißen: Das große Glück: Die meisten von ihnen dürfen das Geld nicht behalten. Immerhin haben die, die das Geld abgeben, zum Teil 50% statt der 17% erhalten.
Leider zeichnet sich der Beitrag dadurch aus, dass die Banken als die Bösen dargestellt werden. Dabei haben sie den Kunden einen Gefallen getan.
Ohne Abtretung der jetzt tatsächlich "abzugebenden" Entschädigung hätten die Investoren nur diese bekommen, also je nach Rechnung 14 bis 17 Prozent.
Weil sie sich mit der Bank geeinigt haben, bekommen sie 50 Prozent. Das ist das dreifache.
Ich habe auch schon die eine oder andere Pleite bei meinen Investments erlebt (Griechenland ...), 50 Prozent habe ich bislang noch nie wieder gesehen.
Bei manchen Banken geht die Lehman-Zahlung an die Bank. Im Falle der Citibank zumindest über das Verfahren der Verbraucherzentrale kann man die Auszahlung behalten. Dies kann sogar dazu führen, dass einige wenige sogar noch Gewinn machen, wenn über das Punktesystem der VZ eine Quote von 90% herauskam. Bei den meisten Geschädigten war es vermutlich eher unter 50%. Bin mal gespannt wann jetzt die durch die Targobank gesammelten Forderungen beglichen werden, eigentlich wäre ja jetzt zumindest ein Rundschreiben angebracht.
P.S.
Ja man hätte sich vor dem Engagement besser erkundigen müssen. Andererseits waren einige Institute, allen voran Citi, so stark an Lehman gebunden das man sich kaum vorstellen kann die haben nix gewusst ...
Unsere Mandanten haben mittlerweile alle zumindest die erste Rate erhalten. Vgl. LSS LEONHARDT SPNLE SCHRDER - Frankfurt am Main