Auf Google Play lassen sich nun auch Filme gegen Gebühr ansehen. Zwischen drei und fünf Euro kostet das Ausleihen. Zum Start sind mehrere Hollywood-Studios vertreten - allerdings mit einer mageren Titel-Auswahl.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...850350,00.html
Für das Ausleihen einer Sache, auch bei privaten Firmen, waren schon immer Gebühren fällig.
Siehe auch hier:
Duden | Leihgebühr | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Synonyme
bis die DVD für 5 € auf dem Grabbeltisch liegt und dann sehe ich mir den Film an, wann ich will und unterbreche das Betrachten auch mal ungefährdet über 49 Stunden. 3 -5 Euro pro Film ist meiner Meinung nach utopisch. Das zahlt man nicht mal in der Videothek von nebenan für eine Neuheit.
Der Kurztest ist wohl ein wenig sehr kurz ausgefallen. Wenn, dann bitte korrekt: "Für immer Liebe" ist NUR als Kauf-Download erhältlich, insofern schafft auch Apple nicht die volle 10. Und bei maxdome gibt es sehr wohl "Sherlock Holmes 2".
Was der Duden nur nicht schreibt, ist, dass es technisch gesehen gar keine Ausleihgebühr geben kann.
BGB, § 598 Vertragstypische Pflichten bei der Leihe. Durch den Leihvertrag wird der Verleiher einer Sache verpflichtet, dem Entleiher den gebrauch der Sache unentgeltlich zu gestatten.
(Hervorhebung durch mich)
Unentgeltlich - also ohne monetäre Gegenleistung.
Ein Hinweis auf Abnutzung etc., die eventuell mit einer Gebühr abgedeckt werden soll, hilft auch nichts:
BGB, § 602 Abnutzung der Sache. [...] hat der Entleiher nicht zu vertreten.
Wird aber doch eine Gebühr erhoben, so handelt es sich um Miete (BGB, § 535 ff.).
Oder habe ich das falsch verstanden?
Das sind ja exakt die gleichen Preise und Bedingungen bei Google-Play, wie im iTunes-Store und auch im Playstation-Store, bei dem man ja auch Filme leihen kann.
Wo bleibt denn hier der Wettbewerb??? Ich empfinde die Leihgebühren jedenfalls als zu hoch. Ich habe das im iTunes-Store schon des öfteren erlebt: Da zahlt man dann z.B. für Dirty Harry aus den 70er-Jahren 3,99, weil er nur noch in Full-HD erhältlich ist und nicht mehr in Standard-Definition für 2,99 EUR. Und was ist Full-HD bei solch alten Schinken? Die analogen Streifen wurden ja kaum in solcher Auflösung gedreht. Also durch den Computer gejagt, bisschen besseres Bild als vorher, klar, aber dann ist schon wieder ein Preisaufschlag von saftigen 33% gerechtfertigt!?
Die Preis müssten stattdessen mindestens um einen Euro pro Sparte gesenkt werden. Also: neuer Film 3,99, alt, aber HD, 2,99 und die Schinken in Standard-Auflösung...? 0,99 EUR!
Hi! Ich habe neben einem Apple-TV noch eine PS3, auf der ich auch ein Abo für LoveFilm habe.
Aber seien wir mal ehrlich: Das Video-on-Demand-Angebot bei Lovefilm ist eher bescheiden. Klar, ein paar Blockbuster sind dabei, aber auch viel Dreck.
Außerdem ist die Software zum Abspielen, sei es auf der PS3 (kein Full-HD, wirklich andauernd Abstürze), dem iPad (unendlich lahm, kein AirPlay) und auch über den Browser (ständig Probleme mit dem Abspieler "Silverlight" von Microsoft), noch nicht ausgereift.
Allerdings ist das Ausleihpaket für 9,99 EUR mit vier DVD's, bzw Blu-Rays, im Monat und unbegrenzt Video-on-Demand zweifellos eine interessante Alternative...
Zuvorderst:
ja, es handelt sich rechtlich betrachtet um "mieten" statt "leihen", auch in Videotheken unterschreibt man bei der Kundenaufnahme ein Formular, das als Basis für Geschäftsbeziehungen bzgl. des (Ver-)Mietens von Filmen dient, dennoch spricht man landläufig davon, einen Film zu leihen ... Videotheken sind Filmverleiher, man leiht eine DVD/blu-ray etc., doch in echt ist es natürlich immer mieten und so steht es auch in den AGB der Videotheken.
Sollte bei einer VT in den AGB ausdrücklich von "Verleih" bzw. "Ausleihe" o.ä. die Rede sein, kann man ohne Reue Filme leihen und nicht bezahlen :-) Vor Gericht käme man damit durch, aber mehr als einmal wird man da wohl als Kunde in dem Laden keinen Film bekommen.
Zu den Preisen / der Bildqualität:
ich finde die Preise auch zu hoch, doch die Argumentation wird sein: man spart, da das Wegbringen wegfällt. Hier auf dem "flachen Land" fährt man 10-15km zur Videothek und wieder zurück, am nächsten Tag für die Rückgabe erneut, macht 40-60km Autofahrt.
Bei den Spritpreisen kommen also auf die 2-3 Euro Mietgebühr noch ein paar Taler drauf, je nach KFZ also einiges für den Sprit, dann die Abnutzung der Bremsen, die Wertminderung für die gefahrenen Kilometer, die Zeit, in der man kein Geld verdienen gehen kann etc.
All das fällt weg, wenn man sich den Film über das Netz holt, was manchen überzeugt, daß es unter dem Strich günstiger ist. Man kann den Film auch nicht vergessen und Nachgebühren gibt es nicht. Und: der Wunsch-Film ist nicht gerade vergriffen, wie es in der Videothek oder bei Lovefilm oder Conrad durchaus der Fall sein kann...
Als jemand, der selbst in einer Videothek arbeitet, stört mich die Entwicklung natürlich, doch aus Konsumentensicht kann ich das voll verstehen, daß die Menschen bequem werden.
Dafür fallen aber natürlich die Gespräche im Laden, die persönliche Beratung und viele andere Dinge weg, doch das ist in Zeiten, in denen die Menschen über Facebook-Pinnwände kommunizieren wohl ohnehin vom Aussterben bedroht.
Ich werde es eines Tages vermissen, doch das ist der lauf der Welt.
Zur Qualität alter Filme in HD noch kurz:
man kann *jeden* auf 135mm gedrehten Film verlustfrei auf 6.000 x 4.000 Pixel bannen, das ist noch mehr als der Nachfolger der Blu-ray haben wird (derzeit 1.980 x 1.080, bald ca. 4.500 x 2.100 bei BD2/HD2) -- da ist also noch Luft nach oben und auch Filme von 1935 können in HD um einiges besser und detailreicher aussehen, als auf SD, wenn sie sauber gemastert wurden. Seht euch mal "Das Ding aus einer anderen Welt (1973)" als BD auf einem FullHD-TV an, dann seht ihr, wieviel sich da durchaus rausholen läßt. Die wirkt besser als BD, als mancher Film von 2004.
So gesehen ist da durchaus ein Mehrwert. Ich persönlich ziehe in jedem Fall Blu-ray in HD jedem SD-Format vor, was mir auch einen kleinen (!) Aufpreis wert ist. In der Videothek bieten wir natürlich DVDs und BDs zum gleichen Preis an, aber digital braucht es mehr Serverplatz, mehr Bandbreite und solange es "relativ neu" ist, werden die natürlich versuchen, das Maximum an Profit zu holen und über den Mehrwert des Bildes können sie den Kunden auch einen Mehrpreis kommunizieren.
Sind halt keine Altruisten, sondern ganz normal profitorientierte Unternehmen ...