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Platini und die Torlinientechnik: Der Außenseiter

Getty ImagesEs ist ein wachsweicher Beschluss, doch die Einführung der Torlinientechnik setzt Michel Platini unter Druck. Der Uefa-Boss ist ein entschiedener Gegner des Hilfsmittels. Ausgerechnet sein alter Kompagnon, Fifa-Chef Sepp Blatter, lässt den Franzosen nun wie einen Bremser aussehen.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...842932,00.html
  1. #1

    Längst überfällig aber nur der erste Schritt: Videobeweis

    Die meisten spielentscheidenen Schiri-Fehler liegen im korrekten oder nicht korrekten Zustandekommen von Toren. Anstatt Schiris an die Torauslinie zu stellen gehören die vor den Monitor für den Videobeweis.
  2. #2

    Videobeweis beim Fußball kaum durchsetzbar

    Den Videobeweis gibt es doch hauptsächlich in Sportarten, die durch zahlreiche Unterbrechungen (im Sinne von Anhalten) der Spielzeit geprägt sind. Man denke an Football, Eishockey oder zuletzt auch vermehrt Basketball.

    Allein durch dieses Kriterium ist ein Videobeweis im Fußball für mich nur schwer vorstellbar. Oder soll hier in Zukunft auch bei jeder Unterbrechung (Foul, Ball im Aus, Tor) die Zeit angehalten werden, damit sich die Schiedsrichter bei unklaren Situationen erst einmal diverse Wiederholungen anschauen können? Also DAS wäre eine echte Revolution des Sports.

    Von daher kann ich die Befürchtungen von Herrn Platini nicht teilen. Die Einführung einer Technik, die anzeigt, ob der Ball voll hinter der Torlinie war oder nicht, erscheint mir dagegen realisierbar. Ob das nun Sinn macht oder nicht, sollen andere entscheiden. Aber die Torrichter sind definitiv auch nicht die langfristige Lösung. Das sind nur lächerliche Gestalten ohne Entscheidungskraft und Autorität.

    Also entweder weiter mit Fehlern leben oder auf Technik setzen. Ich finde, die erste Option hat auch Charme...
  3. #3

    Von anderen lernen

    Zu behaupten, der Fußball sei nur durch seine Fehlentscheidungen "menschlich", so herrlich kontrovers, ist absurd. Dann könnte man zur Erheiterung den Schiedsrichtern gleich die Augen verbinden. Vielmehr wird es auch in Zukunft Fehlentscheidungen geben: mit und ohne Technik. Dazu lohnt ein Blick auf den American Football. Dort hat man nach Einführung des Videobeweises festgestellt, dass der überwiegende Teil aller zweifelhaften Entscheidungen der Schiedsrichter auf dem Feld durchaus korrekt oder selbst am Bildschirm uneindeutig war und vom Videoschiedsrichter unverändert blieb. Von den anderen Entscheidungen, die nach Videobetrachtung geändert wurden, wurde zwar zum Großteil eine auf dem Feld falsch getroffene Entscheidung korrigiert, aber es gab auch immer wieder Fälle, in denen eine eigentlich korrekte Entscheidung vom Videorichter ins falsche Gegenteil verkehrt wurde - wie die ausführliche Analyse in den Tagen nach dem Spiel ergab. Es geht halt oft um Milimeter und Sekundenbruchteile. Ein erhebliches Hindernis ist, dass der Videobeweis im Schnitt gut zwei Minuten beansprucht. Wie oft will man sich das pro Spiel antun, wenn am Schluss trotzdem nicht alles korrekt ist?
  4. #4

    Zitat von larsjob Beitrag anzeigen
    ..... Aber die Torrichter sind definitiv auch nicht die langfristige Lösung. Das sind nur lächerliche Gestalten ohne Entscheidungskraft und Autorität.

    Also entweder weiter mit Fehlern leben oder auf Technik setzen. Ich finde, die erste Option hat auch Charme...
    Es ist der pure Irrtum anzunehmen es gäbe "Richter" auf dem Platz oder nun um den Platz, was es ja schon seit dem vierten Offiziellen gibt.
    Fußball fand erstmal ohne solche Leute statt und die Mannschaftsführer haben sich stellvertretend für die Mannschaften einigen müssen was nach Reklamationen zu entscheiden sei.

    An sich braucht ein Ref. keine Autorität, weil er als Neutraler auf dem Platz keinen Vorteil durch irgend eine Entscheidung für sich selbst herbeiführen kann. Er ist kein "Richter" der nachträglich etwas wie "Rechtssprechung" zu einem Geschehen ausübt. Das muß nur von allen verstanden und akzeptiert sein.

    Es wirkt sicher auch nicht immer so, als ob das kein Richter wäre, aber genau wie die Einführung des Ref. die Einführung eines neutralen Beobachters und Entscheidungstreffers war, der selbstverständlich immer parteiisch für eine und gegen eine andere Mannschaft entscheidet, es gibt vom Anpfiff bis zum Schlußpfipp ja keine "neutrale Situation" zwischen den Mannschaften, so ist das jetzt mit der neutralen Technik.

    An sich kann der Ref. keine Fehlentscheidung treffen. Irgend eine Entscheidung muß er aber treffen und er trifft sie als Neutraler, damit sich die Mannschaftsführer nicht endlos streiten müssen. ;)
  5. #5

    Zitat von mr.ious Beitrag anzeigen
    Es ist der pure Irrtum ....
    Sind sie Politiker?
    So viele Wörter schreiben und damit kaum etwas auszusagen, schafft ein normal denkender Mensch nicht.
    :-))

    *

    Zitat von larsjob Beitrag anzeigen
    Den Videobeweis gibt es doch hauptsächlich in Sportarten, die durch zahlreiche Unterbrechungen (im Sinne von Anhalten) der Spielzeit geprägt sind. Man denke an Football, Eishockey oder zuletzt auch vermehrt Basketball.
    Wäre es so verkehrt, etwas Ähnliches im Fußball einzuführen?
    Verkürzung der Halbzeit auf 30 Min. und Unterbrechung bei wirklichen Unterbrechungen.
    Nicht dass der Schiri nach seinem persönlichen Ermessen einfach so ein paar Minuten nachspielen lässt, für die es nach menschlichem Ermessen keine Begründung gab?


    Zitat von larsjob Beitrag anzeigen
    ... damit sich die Schiedsrichter bei unklaren Situationen erst einmal diverse Wiederholungen anschauen können?
    Was wäre daran verkehrt?
    Bei der heutigen Technik stehen die Aufnahmen in wenigen Sekunden zur Verfügung und könnten den Schiris auf einen smartphon-ähnlichen Bildschirm gezeigt werden. Denn Torrichter haben auch nur ihre eigenen Augen ohne eine Aufzeichnungs- / Wiedergabefunktion.

    Zitat von larsjob Beitrag anzeigen
    Ich finde, die erste Option hat auch Charme...
    Ich finde an vermeidbaren Fehlern absolut nichts charmantes.
    Die Spieler, denen durch Fehler ein Titel und damit eventuell viel Geld entgeht, sicher auch nicht.

    Aber wir können die Zeit ja 150 Jahre zurück drehen.
    Fußball ohne Profis, ohne Bundesliga. Ohne Blatters und Platinis.
    Fußball spielen im Sinne des Wortes. Aber wollen sie das?

    Wären sie auch für charmante und duldsame Fehler, wenn sie dem Arzt unterlaufen würden, bei dem sie auf dem OP-Tisch liegen?
  6. #6

    optional

    Wenn ich mir das hier so durchlese wird es wohl nicht mehr dauern bis auch wirklich alles verkabelt, durchleuchtet und analysiert ist. Den VIP-Fan auf der Haupttribüne wirds gefallen. Was spricht denn gegen ein paar Fehlentscheidungen? Hat man wenigstens einen Grund, sich aufzuregen.
  7. #7

    Zitat von BruSie Beitrag anzeigen
    Sind sie Politiker?
    So viele Wörter schreiben und damit kaum etwas auszusagen, schafft ein normal denkender Mensch nicht.
    :-))

    *
    Neineinein ;)
    Sogenannte "Straßenfußballer" (ich, denn der DFB weiß gar nich das ich je für ihn gespielt habe) aus den geburtenstarken Jahrgängen, wissen genau was es heißt ohne Schiri ein Spiel, und sogar regelmäßig Turniere zu spielen, die, weil ganz einfach nicht mehr wei zwei Mannschaften auf den Platz passen.

    Ich "verstehe" wie der Ref. ins Spiel kam. ;)








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