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Plastiktüten-Schwemme: Ein Beutel erstickt die Welt

Die Beutelschwemme bedroht Mensch und Tier: Jedes Jahr spucken Fabriken weltweit eine halbe Milliarde Plastiktüten aus, das Gros wird achtlos weggeworfen. In Asien verstopfen die Tüten Gullys und Siele, in Afrika ersticken Wildtiere daran - selbst ins Weltall ist der Plastikmüll schon vorgedrungen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,510161,00.html
  1. #10

    Stoffbeutel

    Ich fände es gut, wenn wenigstens Lebensmittelketten ähnlich dünne Stoffbeutel in gleicher Größe statt Plastiktüten anbieten würden. Gäbe es die, hätte ich längst welche gekauft. Gerne auch teurer, da Stoff schließlich viel länger hält als Plastetüten.
  2. #11

    es ist noch schlimmer

    die Tueten verhindern auch, dass der fuer Kompostierung guenstiger fraktionierte Muell in Entwicklungslaender nicht kompostiert werden kann, dass Korallen absterben, da die im Wasser schwebenden Tueten, die Korallen zuhaengen, dass Entwicklungslaender Einbussen an Touristikgeldern verbuchen, da keiner in die sichtbar verschmutzen Areas reisen moechte, die Plastikreste halten ebenfalls Wasserlachen in den besonders gerne die Denque Fieber Muecke brueten usw. Der Hammer aber ist, dass die Entwicklungsakademiker von BMEZ und der GTZ ihre eigenen Projekte in den Sand fahren, wie in Bali, wo die neue Abwasserversorgung nicht arbeitet, weil man einem Abfallmanagement und der gesamten Abfallentsorgung nur einen nachrangigen Aspekt zuordnet.
  3. #12

    500 Milliarden oder 500 Millionen Tüten??

    Da gibt es einen kleinen Widerspruch im Artikel. Einmal ist von einer halben, dann von 500 Milliarden produzierten Plastiktüten pro Jahr die Rede. Oder sind es doch 500 Billionen? Oder eine halbe Trilliarde? Bitte um Aufklärung!
  4. #13

    Plastiktüte im All

    Mit dieser Art Tüte auf der Erde einkaufen zu gehen ist schon nicht zu verantworten. Das Schwein jedoch, das diese Plastiktüte im All entsorgt hat sollte man einsperren.
    Das gibt`ja nicht...
  5. #14

    62.5

    Zitat von Gandhi Beitrag anzeigen
    Und wenn jetzt noch jemand anfaengt zu erzaehlen, ein republikanischer Praesidentschaftskandidat, z.B. Freddie Thompson, waere am besten geeignet, den Kampf gegen Plastik und Profit zu fuehren, dann muss ich laut lachen.

    Selbst die Huehner im Bergland wuerden laut lachen.
    Typischer 62.5 ...

    Kann es nicht lassen, egal worum es geht, er kommt verlässlicher als die japanische Schnellbahn auf Freddie Thompson :-)
  6. #15

    ruanda: ganz ohne plastik

    im artikel wird vom vorbildlichen uganda gesprochen - das die dickeren plastiktüten aber erst ab 1.juni abgeschafft hat. da dickere plastiktüten ausser von geschäften wie der supermarktkette shoprite sowieso nicht verwendet (und wenn dann mehrfach wiederverwendet) werden bringt das neue gesetz gar nichts. die gaengigen dünnen schwarzen tüten die man in jedem kiosk erhält sind das wirkliche problem - und von der regelung nicht betroffen. viel effektiver hat ruanda sich des problems angenommen: plastiktüten sind generell verboten. wer nach ruanda einreist, dessen gepäck wird an der grenze auf plastiktüten durchsucht. die zollbeamten halten papiertüten als ersatz bereit. in ganz ruanda gibt es nur noch papiertüten!
  7. #16

    Eingetüteter Mensch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Beutelschwemme bedroht Mensch und Tier: ...
    Weder Kunststoff noch die Tüte sind an der Belagerung der Umwelt mit weggeworfenen Tüten schuld. Es ist der Mensch, der homo sapiens, mit seinem Intellekt und vorschauendem Handeln.

    Der Mensch bedroht Mensch und Tier, der Beutelalarm zeugt einmal mehr davon, dass Denken vielen wehtut.

    Ich werde die Plastiktüte aus meinem Leben sicher nicht verbannen, egal was die Ökoheuchler tun oder lassen.

    Die Umwelt wird sich so oder so retten, nur der Mensch nicht, mindestens solange nicht, wie primitiv gestrickte Ökis die Weltherrschaft anstreben.

    Ach ja, meine Plastiktüten sind keine Einwegware, nicht einmal die, in denen ich Obst und Gemüse im Supermarkt einpacke.
  8. #17

    Bag for life

    Leider gibt es den engl. Service "Bag for life" vieler Supermarktketten nicht in Deutschland. Prinzip: Man gibt ein paar der kostenlosen dünnen Plastikbeutel zurück, und erhält kostenlos eine sehr dicke Plastiktüte. Geht die irgendwann kaputt wird sie vom Supermarkt gegen eine neue getauscht. So wird dieselbe Tüte wesentlich öfter benutzt.
  9. #18

    wegwerfgesellschaft

    Was für Blüten der Plastikwahn treiben kann, ist zum Beispiel in Indonesien dramatisch zu beobachten. Eine Mischung aus mangelnder Erfahrung mit nicht-verrottenden Materialien und dem bedingungslosen Willen, alles möglichst westlicher als der Westen zu machen (sprich: konsumieren bis zum Umfallen, inklusieve der nach amerikanischen Vorbild an den Kassen aufgedrängten ach-so-praktischen Plastiktüten) führt dazu, daß man dort dem 'kleinen Schwarzen' (Plastiktütchen) überall im Land begegnet. Selbst mitten im Urwald oder beim Tauchen im Nationalpark.
    Das absolute Unverständnis für die Plastikproblematik macht einen ratlos: so wird selbst von der Besatzung von Touristen-Booten im Nationalpark die Tüte achtlos über Bord geworfen, und vor den Flußmündungen größerer Städte ziehen sich kilometerlange Bahnen von Plastikabfällen ins Meer. Wir haben sogar schon Kleinwale mit Tüte über der Schnauze beobachtet.
    So wie auf den Photos im Bericht sehen auch viele Küstenstreifen in stark bewohnten Gebieten Indonesiens aus. Wie wenig ein Gefühl für das Problem existiert, wird beim Besuch des Supermarktes deutlich: Hier muss die extra mitgebrachte Einkaufstasche vor dem Eingang abgegeben werden, an der Kasse werden die Einkäufe in Plastiktüten verpackt (zur Sicherheit doppelt), mit denen man dann die 15m zur Taschenaufbewahrung geht, wo alles wieder umgepackt wird. Das ganze unter den belustigt-ratlosen Blicken der Verkäufer, die selbst nach mehrfacher, freundlicher Erläuterung nur langsam ihr angedrilltes Verhalten ändern. Bis sich in dieser Region etwas ändert liegt vermutlich genug Plastik im Meer, um das ganze Archipel zu pflastern.. Hier kann auch der Besucher aus dem Westen durch richtiges Verhalten zur Aufklärung beitragen.
  10. #19

    Jute statt Plastik Neuauflage?

    Bin ich im falschen Jahrhundert gelandet?Lese ich gerade Spiegel Online aus den 70 er Jahren des letzten Jahrhunderts?
    Kann nicht sein, da gab es ja noch keine PCs geschweige denn Internet

    Das hatten wir doch schon mal in den 70 Jahren
    JUTE STATT PLASTIK
    Hat wohl damals garnichts genützt??


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