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Plankton in der Arktis: Es grünt unter dem Eis

REUTERSUnter den dünner werdenden Eisschollen der Arktis wollen US-Forscher riesige Flächen von blühendem Plankton gefunden haben. Die grünen Wolken sind Nahrungsmittelfabriken im Meer - und waren bisher in der eisbedeckten Region nicht bekannt. Doch wie verlässlich sind die Daten?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...837520,00.html
  1. #1

    Tschuktschen See...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Unter den dünner werdenden Eisschollen der Arktis wollen US-Forscher riesige Flächen von blühendem Plankton gefunden haben. Die grünen Wolken sind Nahrungsmittelfabriken im Meer - und waren bisher in der eisbedeckten Region nicht bekannt. Doch wie verlässlich sind die Daten?

    Arktis: Forscher finden Plankton-Blüte unter dem Eis - SPIEGEL ONLINE
    So, so... da haben die Forscher also eine der Voraussetzungen für Plankton unter dem Eis der Tschuktschensee gefunden: einjähriges Eis.
    Das ist natürlich ein Zeichen für das dünner werdende Eis in der Arktis! Oder nicht? Es gibt schon immer in diesem Seegebiet überhaupt nur einjähriges Eis, weil es dort von Mitte August...Ende Oktober schon immer eisfrei ist!
    University of Illinois - Cryosphere Today
    Es kann dort gar kein mehrjähriges Eis entstehen.
    In der Zentralarktis ist es etwas Anderes...aber da haben die Forscher ja auch kein Plankton gefunden. Vielleicht hätte man das erwähnen können?
  2. #2

    optional

    @dh7fb: lesen sie den Artikel noch einmal genau durch - nirgendwo steht, was sie den Wissenschaftlern unterstellen, z.B. dass in der Tschuktschensee mehrjähriges Eis gefunden werden kann. Eine mögliche Schlussfolgerung ist jedoch, dass wenn dort wo jetzt mehrjähriges Eis zu finden ist in der Zukunft nur einjähriges Eis vorhanden ist, dann könnte dort auch Plankton auftauchen - und dies ist, wie der Artikel auch erwähnt umstritten. Haben sie irgendwelche fundierte Kritik an der Arbeit?
  3. #3

    Nachtigall, ick hör dir trappsen!

    Der Forscherstreit darüber wird erst durch weitere Messungen zu lösen sein. Wie gut, dass US-Präsident Barack Obama im Haushalt für das kommende Jahr acht Millionen Dollar für die Vorarbeiten an einem neuen Eisbrecher eingeplant hat - damit die "Healy" irgendwann nicht mehr allein ist.

    Da werden weitere Millionen rekrutiert, um Forscherstellen zu bekommen.
    Ich möchte mal wissen, für was Forschung an Algen unter Eis gut sein soll. Aber der Klimawandel sorgt für die entsprechenden Gelder.
  4. #4

    .

    Es ist kein Geheimnis, dass es der Flora und Fauna immer dann am besten ging, wenn die Temperaturen höher waren als heute. Artenvielfalt und Pflanzenwachstum hatten damals ihre Hochphasen. Und siehe da: Ein Artikel, der es mal wieder bestätigt. Nur der Mensch möchte sich nicht anpassen und prophezeit das Ende der Welt aufgrund der Klimakatastrophe. Streng genommen tun wir mit einem besonders hohen CO2-Ausstoß der Natur einen gefallen - so paradox es klingt ;-)
  5. #5

    Die typische Frage eines BWLers

    Zitat:Da werden weitere Millionen rekrutiert, um Forscherstellen zu bekommen. Ich möchte mal wissen, für was Forschung an Algen unter Eis gut sein soll. Aber der Klimawandel sorgt für die entsprechenden Gelder. Zitatende. Eine derartige Frage kann ja nur von einem BWL- oder MBA-Absolventen kommen! Alles was nicht mit größtmöglichen Profit vermarktet werden kann, verdient keine Finanzierung so der Tenor. Dass Algen der Ursprung unseres heutigen Lebens und die Grundlage aller Ökosysteme sind, das kapieren diese Krawattenträger mit Tunnelblick und Armanianzügen natürlich nicht. Damit diese Herren es auch mal kapieren, will ich es ganz kleinkindgerecht erklären. Algen, ob im Eis oder im eiskalten Gewässer bedeuten Nahrung für Krill und anderes Zooplankton. das wiederum ist Leckerli für Wale und kleine Fische, und die wiederum für größere Fische, darunter auch solche, die als Lachs, Kap-seehecht oder Thunfisch , um nur einige zu nennen schön gedünstet in feiner Soße dem MBA auf dem Teller präsentiert werden. Spätestens jetzt sollte dieser kapieren: Fischschwärme bedeuten guten Fang d.h. ordentlich Schotter in $ oder €, aber die gibt's nur wenn ordentlich Algen als Grundnahrung da sind. Darüberhinaus empfehle ich dir günter1934, kauf dir ein Mikroskop (ein Kindermikro reicht für dich schon) und guck dir mal nen Wassertropfen vom nächsten Baggersee an. Was du da ales krabbeln siehst, kannst du sogar mit dem Handy filmen. Algen, insbesondere die Diatomeen und Jochalgen sind wunderbare Kunstwerke der Evolution.
  6. #6

    Zitat von Jule25 Beitrag anzeigen
    Es ist kein Geheimnis, dass es der Flora und Fauna immer dann am besten ging, wenn die Temperaturen höher waren als heute. Artenvielfalt und Pflanzenwachstum hatten damals ihre Hochphasen. Und siehe da: Ein Artikel, der es mal wieder bestätigt. Nur der Mensch möchte sich nicht anpassen und prophezeit das Ende der Welt aufgrund der Klimakatastrophe. Streng genommen tun wir mit einem besonders hohen CO2-Ausstoß der Natur einen gefallen - so paradox es klingt ;-)
    Ohne uns Menschen würde ich ihnen zustimmen. So aber ist ihr Argument Unsinn! Wir zerstören ja mit der Versiegelung der Erde reichlich und nehmen mit unserer Gier den Platz ein, den viele Arten brauchen um zu überleben. Co2 ist ein Problem, von vielen, welches wir verursachen!
  7. #7

    Zitat von Jule25 Beitrag anzeigen
    Es ist kein Geheimnis, dass es der Flora und Fauna immer dann am besten ging, wenn die Temperaturen höher waren als heute. Artenvielfalt und Pflanzenwachstum hatten damals ihre Hochphasen. Und siehe da: Ein Artikel, der es mal wieder bestätigt. Nur der Mensch möchte sich nicht anpassen und prophezeit das Ende der Welt aufgrund der Klimakatastrophe. Streng genommen tun wir mit einem besonders hohen CO2-Ausstoß der Natur einen gefallen - so paradox es klingt ;-)
    Erzählen Sie mal Ihre Binsenweisheiten (mehr co2=besser für Pflanzen) einem afrikanischen Kleinbauern, der schon jetzt unter den Folgen des Klimawandels zu leiden hat. Und sparen Sie sich dabei Ihre selten dämlichen Smileys.
  8. #8

    Zitat von scientist-on-hartz4 Beitrag anzeigen
    Algen, ob im Eis oder im eiskalten Gewässer bedeuten Nahrung für Krill und anderes Zooplankton. das wiederum ist Leckerli für Wale und kleine Fische, und die wiederum für größere Fische, darunter auch solche, die als Lachs, Kap-seehecht oder Thunfisch , um nur einige zu nennen s Evolution.
    Ich bin fest davon überzeugt, dass der Krill und dann auch die anderen Fischlein alleine wissen, wie das vor sich geht. Oder müssen die das Fressen von den Forschern gezeigt bekommen?
    Und wenn ein Wal unter die Eisdecke taucht, um Krill zu fressen, hat er wohl eine gewisse Karte gezogen.
    Man kann wirklich Alles übertreiben!
  9. #9

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Man kann wirklich Alles übertreiben!
    Wenn das Ross, auf dem man sitzt, so hoch ist, dass man die Beine nicht mehr sieht, kann man leicht ins Straucheln geraten! Man kann auch die Kurzsichtigkeit übertreiben. Dann wird sie zur Blindheit.

    Die Menschheit lebt davon, dass schon immer geforscht worden ist und geforscht wird - auch Sie nutzen tagtäglich die Resultate der Forschung. Hat die Menschheit nicht schon genug Fehler gemacht, weil sie die Folgen ihrer Handlungen nicht kennt oder ignoriert oder leugnet? Ein toter Fisch im Wasser ist sichtbar, Gestank kann man riechen, die meisten giftigen Chemikalien sind weder sichtbar noch riechbar.


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