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Plagiatsvorwurf gegen Schavan: Rechtsprofessor Löwer fordert Verjährung

dapdDer Bonner Rechtsprofessor Wolfgang Löwer spricht sich für eine Verjährungsfrist bei Plagiatvergehen. Er halte es für problematisch, "die Legitimation für eine ganze Lebensleistung zu entziehen". Inzwischen wurde bekannt: Ein Verlust der Doktorwürde könnte Schavan gleich doppelt treffen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...832006,00.html
  1. #40

    ?

    Zitat von Glückshormon Beitrag anzeigen
    Kein Studium, kein Diplom, dann eine "Direktpromotion" und dann - natürlich - eine Honorar"Professur". Klar.
    Honorar hat auch etwas mit honor = Ehre zu tun.
    Unsere Elite leistet nix, läßt sich aber so bezahlen...
    Wie oft müssen wir das noch vor Augen geführt bekommen.
    Doof aber titelgeil.
    Wie kommen Sie auf das schmale Brett, dass Frau Schavan ohne Studium promoviert hat? Studiert hat sie sehr wohl, es ging (geht?!?) aber wohl damals, dass man ohne eine Diplomarbeit zu schreiben direkt mit der Dissertation "an den Start" gehen konnte. 1980 war Frau Schavan übrigens 25 Jahre alt. Die Honorarprofessur besteht seit dem Wintersemester 2009/2010 und das ist nicht vergleichbar mit den "Dr. hc." die jeder dahergelaufene Typ alle Nase lang in der Politik verliehen bekommt, sondern mit einem Lehrauftrag verbunden.

    So ein kleines bißchen "vorher informieren" wäre vielleicht nicht verkehrt. Und zwar unabhängig davon ob man das Verhalten einer Person vor über 30 Jahren gutheißt oder nicht. Denn das kann ich nicht bewerten.
  2. #41

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bonner Rechtsprofessor Wolfgang Löwer spricht sich für eine Verjährungsfrist bei Plagiatvergehen.
    Wurde sein Doktortitel schon überprüft? Wenn der erschlichen war , wäre sein Professor-Titel natürlich auch weg.
    Vielleicht sehen da schon so einige ihre Felle schwimmen , wenn nun auch Doktorarbeiten aus alten Zeiten überprüft werden und fordern deshalb schon die Verjährung.
  3. #42

    Ach btw...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bonner Rechtsprofessor Wolfgang Löwer spricht sich für eine Verjährungsfrist bei Plagiatvergehen. Er halte es für problematisch, "die Legitimation für eine ganze Lebensleistung zu entziehen". Inzwischen wurde bekannt: Ein Verlust der Doktorwürde könnte Schavan gleich doppelt treffen.

    Doktorarbeit von Schavan: Wolfgang Löwer fordert Verjähungsfrist - SPIEGEL ONLINE
    ... wer nimmt denn einen Doktortitel in "Geisteswissenschaften" überhaupt ernst ?
  4. #43

    Keine Verjährung

    Hans Ernst Schneider alias Hans Schwerte (* 15. Dezember 1909 in Königsberg bzw. als Hans Schwerte angeblich * 3. Oktober 1910 in Hildesheim; † 18. Dezember 1999 in Marquartstein im Chiemgau) war ein deutscher Literaturwissenschaftler.

    1958 erfolgte die Habilitation im Fach Neuere Deutsche Literaturgeschichte mit dem Titel „Faust und das Faustische – Ein Kapitel deutscher Ideologie“. Sie erschien 1962 im Klett Verlag. 1964 wurde er außerordentlicher Professor und Leiter der Theaterwissenschaftlichen Abteilung des deutschen Seminars in Erlangen und 1965 Professor für Neuere Deutsche Literatur an der RWTH Aachen. 1970 bis 1973 war Schwerte Rektor in Aachen.

    Man entzog Schwerte den Professorentitel und die Beamtenpension. Weil seine Habilitation betrügerisch erfolgt sei, wurden auch seine unrechtmäßig erworbenen Beamtenbezüge zurückgefordert – damit war Schwerte/Schneider finanziell ruiniert. Das Bundesverdienstkreuz musste er zurückgeben, einzig der Erlanger Doktortitel blieb ihm erhalten.
  5. #44

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bonner Rechtsprofessor Wolfgang Löwer spricht sich für eine Verjährungsfrist bei Plagiatvergehen. Er halte es für problematisch, "die Legitimation für eine ganze Lebensleistung zu entziehen". Inzwischen wurde bekannt: Ein Verlust der Doktorwürde könnte Schavan gleich doppelt treffen.

    Doktorarbeit von Schavan: Wolfgang Löwer fordert Verjähungsfrist - SPIEGEL ONLINE
    Zunächst, wie sieht es eigentlich mit den Werken des Herrn Löwer aus ?

    Zum Thema, ich (damals Assistent) kann mich noch sehr gut an diese schmierigen, meist völlig hohlen, RCDS-Typen in den 70'ern erinnern. Schavan war dazu noch auf der katholischen Schiene, übler, verlogener ging es damals einfach nicht.
    Sie waren immer asozial, wollten es sein und trugen es wie ein Schild vor sich her. Dünkel im Quadrat. Es ging IMMER nur um Karriere, niemals um die Sache.
    Komplementär gab es dazu eine Gang von Leerkräften (kein Verschreiber !) die sich speziell um diese Typen gekümmert haben, ihnen den Weg des Betrugs geebnet haben. Natürlich ist es diesen Betrügern peinlich wenn nun herauskommt, dass sie Abschreibern zu Titeln verholfen haben. Der "Dr." ist nur die Spitze des Eisberges, viele Tausende Diplome wurden auf diese Weise gepimpt !

    Und schliesslich, lasst uns mal das ganze Bild anschauen. Mit wem ist Schavan eigentlich damals "ins Bett" gegangen ? Das waren doch wohl die gleichen katholischen "Würdenträger" welche den Kindesmissbrauch als gottgegebenes Recht angewandt oder verteidigt haben !

    Fazit : Schande über sie, ihre Lebensplanung basiert auf einer ekligen, kalkulierten, asozialen Haltung heraus. Stellt sie an den Pranger, zum Nutzen unserer Gesellschaft.
  6. #45

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bonner Rechtsprofessor Wolfgang Löwer spricht sich für eine Verjährungsfrist bei Plagiatvergehen. Er halte es für problematisch, "die Legitimation für eine ganze Lebensleistung zu entziehen". ...
    Richtig, auch wer einen Titel ursprünglich nicht verdient hat, sollte, wenn er jahrelang ohne Beanstandung denselben geführt hat, durch eine Verjährung vor dem Entzug geschützt werden.
    Es versteht schließlich niemand, dass Hochstapler, die jahrelang erfolgreich als Juristen, Ärzte oder Piloten gearbeitet haben, nach ihrer Entlarfung nicht nur den Job los sind, sondern auch noch strafrechtlich verfolgt werden.
    Damit muss endlich Schluss sein.
  7. #46

    Dat hat der ....

    ... Helmut Kohl doch auch so gemacht: Direkt, ohne vorherigen Abschluss in Geschichte, promoviert. Der Mann war zielorientiert, Mensch.

    Im Übrigen löst sich diese ganze Debatte wohl nach §§ 123, 124 BGB: Es ist so, dass nach Kenntnis kein Jahr, nach Täuschung keine zehn Jahre vergangen sein dürfen um aberkennen zu können. Ausnahme in einigen Promotionsordnungen: Eine Aberkennung wegen "Unwürdigkeit" ist immer möglich. Eine solche liegt bei einem Plagiat allerdings nahe ...
  8. #47

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bonner Rechtsprofessor Wolfgang Löwer spricht sich für eine Verjährungsfrist bei Plagiatvergehen. Er halte es für problematisch, "die Legitimation für eine ganze Lebensleistung zu entziehen". Inzwischen wurde bekannt: Ein Verlust der Doktorwürde könnte Schavan gleich doppelt treffen.

    Doktorarbeit von Schavan: Wolfgang Löwer fordert Verjähungsfrist - SPIEGEL ONLINE
    Bei dem Entzug der Legitimation für eine ganze Lebensleistung von 16 Millionen Menschen zwischen Wismar und Suhl war man nicht so zimperlich. Unseren »Brüdern und Schwestern« wurde die Rente gekürzt, Titel wurden aberkannt, und Unterschriften aus den 1950er oder 1960er Jahren galten auch nicht als verjährt.
  9. #48

    Zitat von K_K_W Beitrag anzeigen
    Hans Ernst Schneider alias Hans Schwerte (* 15. Dezember 1909 in Königsberg bzw. als Hans Schwerte angeblich * 3. Oktober 1910 in Hildesheim; † 18. Dezember 1999 in Marquartstein im Chiemgau) war ein deutscher Literaturwissenschaftler.

    1958 erfolgte die Habilitation im Fach Neuere Deutsche Literaturgeschichte mit dem Titel „Faust und das Faustische – Ein Kapitel deutscher Ideologie“. Sie erschien 1962 im Klett Verlag. 1964 wurde er außerordentlicher Professor und Leiter der Theaterwissenschaftlichen Abteilung des deutschen Seminars in Erlangen und 1965 Professor für Neuere Deutsche Literatur an der RWTH Aachen. 1970 bis 1973 war Schwerte Rektor in Aachen.

    Man entzog Schwerte den Professorentitel und die Beamtenpension. Weil seine Habilitation betrügerisch erfolgt sei, wurden auch seine unrechtmäßig erworbenen Beamtenbezüge zurückgefordert – damit war Schwerte/Schneider finanziell ruiniert. Das Bundesverdienstkreuz musste er zurückgeben, einzig der Erlanger Doktortitel blieb ihm erhalten.
    musste erstmal lesen, da ging es um verschleierte SS und NSDAP-Mitgliedschaft. gaaaaaaaaaaaaaanz andere Kiste.
  10. #49

    Was war gleich noch mal Thema...

    .. der Arbeit des Herrn Löwer?
    "Staatshaftung für unterlassenes Verwaltungshandeln" .. da kann er der Frau Schavan ja gleich mal erklären, wer warum wie für sie den Kopf hinhalten müsste....


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