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Plagiatsvorwurf gegen Ministerin: Schavans Doktorarbeit "problematisch"

DPAAnnette Schavan, Bundesbildungsministerin unter Plagiatsverdacht, erhält Hilfe von unerwarteter Seite: Das Plagiatsjäger-Netzwerk VroniPlag erklärt, man habe die Arbeit bereits vor Wochen untersucht. Die Arbeit sei zwar "problematisch", aber kein Plagiat.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...830991,00.html
  1. #20

    Gute Frage!

    Zitat von notty Beitrag anzeigen
    mmmmhhhh, interessant ist nur eines....es scheint, dass ausschliesslich schwarze und gelbe "Doktoren" ins Kreuzfeuer geraten.
    Sind die roten und gruenen Promos so viel besser, schlauer, dass man nichts findet....oder gibt es etwa andere Gruende??
    Meine Antwort: Die meisten Leute gehen zum Arbeiten, zahlen brav ihre Steuern und haben keine Zeit sich wochenlang mit irgendwelchen Dissertationen zu beschäftigen. Dadurch, dass andere brav arbeiten gehen und Steuern zahlen, ist es solchen linken Spezialisten wie schavanplag möglich - z. B. durch das BaFöG -, das zu machen, was sie am besten können: Andere bewusst schlechtmachen, um selbst besser dazustehen, weil es durch eigene Leistung nicht recht gelingen mag.
  2. #21

    Zitat von notty Beitrag anzeigen
    ...
    Sind die roten und gruenen Promos so viel besser, schlauer, dass man nichts findet....oder gibt es etwa andere Gruende??
    Ja, es gibt andere Gruende, Sie haben nicht vertieft genug gesucht. Siehe z.B.:

    Plagiatsaffären: SPD-Politiker Brinkmann muss Doktortitel abgeben - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE

    hans-georg-boegner-spd-politiker-laesst-doktortitel-streichen
  3. #22

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Annette Schavan, Bundesbildungsministerin unter Plagiatsverdacht, erhält Hilfe von unerwarteter Seite: Das Plagiatsjäger-Netzwerk VroniPlag erklärt, man habe die Arbeit bereits vor Wochen untersucht. Die Arbeit sei zwar "problematisch", aber kein Plagiat.

    Plagiatsvorwurf: VroniPlag nimmt Annette Schavan in Schutz - SPIEGEL ONLINE
    Damals, als die Mauer noch stand und der Eiserne Vorhang Europa teilte, war die Fahrt auf der Transit-Strecke nach Berlin immer ein besonderes Erlebnis. Schon ein paar Kilometer vor dem Grenzübergang wurde einem etwas mulmig, mancher guckte sogar noch schnell unter die Fußmatten, ob da nicht noch alte Zeitungen lagen, um Feuchtigkeit aufzusaugen – das hätte nämlich Folgen haben können, hätte ein DDR-Grenzer nachgeschaut.

    Auf der realsozialistischen Fahrbahn gen Berlin blieb die Tachonadel bei exakt 100 Stundenkilometern stehen, denn jeder Kilometer zuviel hätte kosten können. Bloß nicht auf die linke Spur ziehen und rechts Platz machen, wenn ein Trabant auf die Autobahn will! Verboten. Und um Himmels willen nicht den falschen Abzweig nehmen! Der kleinste Fehler, die geringste Abweichung des Klassenfeinds wurde geahndet, und die Volkspolizei war immer sehr präsent, nicht überall, aber viel präsenter als angenommen.

    Daran muss ich immer denken, wenn ich von Doktorarbeiten und VroniPlag lese: In Sachen Erbsenzählerei – eine der zweifelhaften Kernkompetenzen der Community – stehen die Plagiatsjäger der Volkspolizei der ehemaligen DDR in nichts nach, finde ich. Die schauen auch ganz genau hin, genauer geht's wahrscheinlich nicht, und vermerken erbarmungslos jede noch so kleine Ungenauigkeit (sofern sie einem CDU- oder FDP-Politiker anzukreiden ist). Unterschied: Sie nehmen ihre polizeilichen Aufgaben, die sie offenbar sehr ernst nehmen und in die sie eine Menge Zeit investieren (woher nehmen die die eigentlich?) ganz ohne Mandat und Amt wahr.
  4. #23

    Prüfen und Vergleichen

    Zitat von Mephistodium36 Beitrag anzeigen
    ...
    Da braucht man nur auch die Aufklärer zu schauen, die dem Linken Spektrum meist entsprechen. Ideologischer Kampf also.
    Ich fordere ein Kommission, die alle Promotionen sämtlicher im Bundestag vertretenen Politiker prüft.

    Davon abgesehen ist ganz deutlich zwischen Naturwissenschaften und dem Rest zu unterscheiden. Für mich ist ein akademischer Grad in Naturwissenschaft wesentlich bedeutsamer als ein Titel bei den Quacksalbern oder eine Auszeichnung durch Sozial"wissenschaftler".
    Wenn auch private Hochschulen mittlerweile das Promotionsrecht haben, braucht man sich über nichts mehr wundern. So pauschal würde ich SOWIs nicht verunglimpfen. Insgesamt ist aber schon auffällig, dass in einigen Bereichen der Doktor nebenbei gemacht wird, in anderen Bereich teilweise 8 Jahre harte Arbeit dahinterstecken.
    Viel größer als in der Politik ist das Gemauschel mit Sicherheit in der freien Wirtschaft, wo nebenbei an Privatunis, angegliederten Institituten oder im Ausland die Titel verschleudert werden.
  5. #24

    Zitat von Gaztelupe Beitrag anzeigen
    (...) In Sachen Erbsenzählerei – eine der zweifelhaften Kernkompetenzen der Community – stehen die Plagiatsjäger der Volkspolizei der ehemaligen DDR in nichts nach, finde ich. Die schauen auch ganz genau hin, genauer geht's wahrscheinlich nicht, und vermerken erbarmungslos jede noch so kleine Ungenauigkeit (sofern sie einem CDU- oder FDP-Politiker anzukreiden ist). Unterschied: Sie nehmen ihre polizeilichen Aufgaben, die sie offenbar sehr ernst nehmen und in die sie eine Menge Zeit investieren (woher nehmen die die eigentlich?) ganz ohne Mandat und Amt wahr.
    So so, Erbsenzählerei, die Schlussfolgerungen anderer Wissenschaftler in einer Doktorarbeit als die eigenen auszugeben ist dann wohl nur ein Kavaliersdelikt?
    Entweder ist ein Doktorand in der Lage die an ihn gestellten Anforderungen zu erfüllen, oder er kann es nicht.

    Plagiat ist kein Kavaliersdelikt, sondern verstößt in hohem Maß gegen die Regeln wissenschaftlichen Arbeitens.
    Plagiat - Betrug oder Kavaliersdelikt?
    Finden Sie sich damit ab, Frau Dr. Schavan trägt ihren Titel unverdient, seit 30 Jahren.
  6. #25

    Traurig,

    Zitat von Dumpfmuff3000 Beitrag anzeigen
    Ganz abgesehen davon, sind Linke in der Regel intelligenter und gebildeter als Konservative und haben es schlichtweg nicht nötig, abzuschreiben:)
    traurig, aber wahr. Besonders wenn man bedenkt, wer an den Hebeln der Macht sitzt.
    Und geradezu pervers finde ich es, wenn brotlose Linke für Konservative Doktorarbeiten schreiben, als Steigbügelhalter sozusagen.
  7. #26

    A propos Guttenberg

    Zitat von nr6527 Beitrag anzeigen
    Aber, das muss man zu seiner Verteidigung sagen, er war/ist sicher nicht der Einzige, der von Dritten formulierte Gesetzestexte verwendete.
    Das habe ich nie behauptet.
  8. #27

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen
    "Mit Anonymität kann ich nicht umgehen", sagte Schavan,

    Was für eine armselige Aussage für jemand mit einem Doktortitel. Falls sie es noch nicht wissen, Frau Schavan, ihre Doktorarbeit ist öffentlich, die Veröffentlichung ist Teil des Promotionsverfahrens und damit ist es völlig irrelevant, wer die Vorwürfe vorbringt. Das jetzt als erstes zu betonen, ist ein Ablenkungsmanöver, es tut einfach nichts zur Sache. Die Arbeit ist öffentlich, die Quellen sind öffentlich, ein Vergleich ist völlig objektiv, ohne Ansehen der Person, des Autors wie des Kritikers, möglich. Gerade das zeichnet wissenschaftliche Arbeiten aus. Wenn man das als Bildungsministerin nicht weiß, na dann...

    Ganz abgesehen davon, daß Frau Schavan sich als Berufspolitikerin exponiert, freiwillig, als öffentliche Person. Wo ist also das Problem mit der Anonymität ihres Gegenübers. SIE geniesst die Privilegien, die ihr durch diese Rolle zukommen, doch auch, ohne zu fragen, wieso. Also muß sie auch mit der anderen Seite leben, daß sie kritisiert wird, ohne zu wissen, von wem. Jedenfalls wäre das die professionelle Variante.
    Ich verstehe Ihre Aufregung nicht. Im Artikel stand nichts davon, dass sich Frau Schavan vor Gram die Augen ausgekratzt hätte, weil sie durch die anonyme Kritik in tiefste Verzweiflung gestürzt worden wäre.
    "Mit Anonymität kann ich nicht umgehen" ist doch nichts anderes als eine andere Formulierung für "kein Kommentar, interessiert mich nicht".
    Was ist daran unprofessionell? Oder anders gefragt: Welche Reaktion hätten Sie sich denn erwartet?
  9. #28

    optional

    Frau Schavan ist sehr souverän mit den Vorwürfen der namenlosen Ratingagentur für die Echtheit von Doktortiteln umgegangen. Die anonymen Prüfer sollten sich daran ein Beispiel nehmen.
  10. #29

    Zitat von nr6527 Beitrag anzeigen
    So so, Erbsenzählerei, die Schlussfolgerungen anderer Wissenschaftler in einer Doktorarbeit als die eigenen auszugeben ist dann wohl nur ein Kavaliersdelikt?
    Entweder ist ein Doktorand in der Lage die an ihn gestellten Anforderungen zu erfüllen, oder er kann es nicht.

    Plagiat - Betrug oder Kavaliersdelikt?
    Finden Sie sich damit ab, Frau Dr. Schavan trägt ihren Titel unverdient, seit 30 Jahren.
    Ja, es ist in meinen Augen Erbsenzählerei, was die Plags dieser Welt betreiben. Ob nun aus Langeweile, aus Neid oder im Dienste einer Wahrhaftigkeit, die es nicht gibt, ist natürlich die Frage. Niemand (oder nur komplett Weltfremde) macht seinen Doktor im Dienste der Wissenschaft, es ist die eigene Karriere, ganz unabhängig vom Parteibuch, die befeuert werden soll. Und in Zeiten des Internets garantiert jedes falsch oder schlampig gesetzte Anführungszeichen und jede so schon einmal ausgeführte Formulierung dem Plagiatsjäger (im Dschungel der allgegenwärtigen Unrechtmäßigkeit) ein kleines Erfolgserlebnis. Der Nutzen: Es ist größer als die gezählte Erbse.


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