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Plagiatsvorwurf: Fiese Fußnote zu Guttenbergs Doktorarbeit

Vor vier Jahren erhielt Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Doktortitel, jetzt kritisiert ein Juraprofessor dessen Dissertation: Der CSU-Politiker habe in der Arbeit Passagen aus anderen Veröffentlichungen übernommen - ohne dies in den Fußnoten kenntlich zu machen. Der Minister reagiert gelassen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...745825,00.html
  1. #170

    Wahlkampfgeklingel

    Im Superwahljahr kurz bevor es losgeht stößt ein vermeintlich zufällig Interessierter auf ein "Plagiat" des Superministers?
    Ha ha.
    Ich hab keine Ahnung, was da dran ist, will es auch nicht kommentieren, doch eines weiß ich: Mit solch gezielten Diffamierungen arbeitet unsere Parteien-Demokratie. Auf das der Rücksichtsloseste siegen möge. Davon lass ich mich nicht beeinflussen.
  2. #171

    ich bin entsetzt

    Zitat von Mitten in Bayern Beitrag anzeigen
    Es ist tatsächlich übler Stil in privaten Dingen des politischen Gegners herumzuwühlen. Fast schon Stasiniveau.
    Ein Betrug ist nicht privat!
    Ein Doktortitel bringt zu Recht Vorteile, wenn er (wie es sein sollte) ein Zeichen dafür ist, dass jemand eigenständig, sorgfältig, redlich eine wissenschaftliche Fragestellung nach den zu Recht strengen Regeln wissenschaftlicher Veröffentlichungen bearbeiten kann. Und Jura ist eine Wissenschaft (Rechtswissenschaft), man kann sie ja an der Uni studieren, oder?
    Ich bin entsetzt, dass viele Foristen hier scheinbar "ganz abgeklärt" diese wichtige gesellschaftliche Instanz als "sowieso korrupt und gefaked" abqualifizieren. Es gibt überall schwarze Schafe, ok. Aber wir sollten sie tunlichst finden und bestrafen. Wenn ein Arzt sich einen Posten im Krankenhaus erschleicht, wird ja auch zu Recht ein Politikum draus gemacht.

    Es wäre die Pflicht von Guttenbergs damaligen betreuenden Professoren gewesen, die anscheinend mehrfachen unzitierten Passagen zu erkennen und zu mokieren. Auf diese Prüfer fällt hier ein sehr schlechtes Licht. Denn wer sich in einer Materie auskennt, weiss auch, wer was wo dazu geschrieben hat und sollte Plagiate erkennen. Wenn nun ein thematisch befasster Professor das entdeckt, MUSS er das aufdecken. Das erwarte ich. Diesen dann zu diffamieren, verdreht mal wieder, wer hier eigentlich Mist gebaut hat!

    Gerade Politiker, gerade solche, die sich als oberkorrekt in die Sonne stellen und gerne mit dem "aus gutem Hause" Argument punkten, sollten auf 100% Korrektheit achten.

    Dass G. "gelassen" auf einen solchen Vorwurf reagiert, finde ich sehr bedenklich. Ist solche Kaltschnäuzigkeit noch normal?
  3. #172

    Schmierenkomödie?

    Irgendwie drängt sich bei den vielen negativen Meldungen zu KT zu Guttenberg für mich die Frage auf, ob hier eine typische politische Schmierenkomödie abläuft.
    Wer lanciert solche Dinge? Wem nutzt das?
    Da will doch eine(r) einen charismatischen Konkurrenten los werden.
  4. #173

    ...

    Jeder Student lernt im ersten Semester nicht abzuschreiben, so ein Fehler ist schon sehr peinlich. Wenn einem so etwas schon in der Bachelorarbeit passiert wird, kriegt man normalerweise ordentlich Ärger.
  5. #174

    Niederknien

    Zitat von Mitten in Bayern Beitrag anzeigen
    Es ist tatsächlich übler Stil in privaten Dingen des politischen Gegners herumzuwühlen. Fast schon Stasiniveau.
    Bleiben Sie ganz ruhig und knien Sie nieder wenn der gute Herr bei seinen Untertanen in Bayern ist.
    Leider ist der gute Herr aber eine öffentliche Person und muss sich schon gefallen lassen, dass er hinterfragt wird.
    Würden Sie jemanden einstellen, der Ihnen gefälschte Unterlagen vorlegt?
    Alles ruhig bleiben, tief einatmen und kritisch denken.
  6. #175

    ?

    Zitat von periodic Beitrag anzeigen
    Wer den Artikel aufmerksam gelesen hat, weiß dass der Herr Profesor Mitherausgeber des Fachblatts "Kritische Justiz" ist, welches so links ist, dass es fast der KPDSU zugeschrieben werden kann. Und wie scheinheilig ist es dann zu behaupten man hätte Guttenbergs Arbeit aus wissenschaftlichem Interesse gelesen.
    Der Grund ist doch eigentlich klar und eindeutig politisch motiviert.

    Der Lebenslauf vom Herrn Professor ist auch sehr interessant. Erst mit 31 den Doktor gemacht und nun schon Professor. Den Wertegang sollte man sich auch mal genauer ansehen. Auch sind die Arbeitsbedingungen an dem Lehrstuhl mehr als interessant…
    http://www.jura.uni-bremen.de/typo3/...dex.php?id=501
    Im Übrigen war im Artikel sowieso nur von nicht zitationsfähigen Quellen die Rede.
    Und weil Sie der Lebenslauf des Professors stört, hat KT nicht geschummelt?
  7. #176

    §156 StGB

    Bis zu 97 Zeilen am Stück wortwörtlich ohne Quellenangabe übernehmen und eine eidesstattliche Erklärung unterschreiben, dass man die Arbeit in allen Teilen selbst verfasst hat - das ist halt eine Straftat nach §156 Strafgesetzbuch. Sollte ein Jurist wissen. So sind nun mal die Regeln in unserer Gesellschaft.
    Der Schlagabtausch zwischen Guttenberg-Fans und "Linken" hier im Forum lenkt davon nur ab.
  8. #177

    auweia

    Zitat von Mitten in Bayern Beitrag anzeigen
    Es ist tatsächlich übler Stil in privaten Dingen des politischen Gegners herumzuwühlen. Fast schon Stasiniveau.
    Absurd was hier teilweise vermittelt wird. Eine Doktorarbeit ist alles andere als privat. Sie wird archiviert und kann von jedem Studenten, nein von Jedem eingesehen werden. Das seiner Doktorarbeit (mit summa cum laude) eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird (der Mann ist eine Person des öffentlichen Lebens) ist nur zu normal!
    Und hier handelt es sich nicht um einen Erdkundetest.

    Und das hier gleich wieder gegen die Linke mobil gemacht wird zeigt eher welchen Geistes einige Foristen hier sind.
    Die Frage ist ja nicht; "Wer's herausgefunden hat?" sondern "Hat unser werter Herr Verteidigungsminister betrogen oder nicht?" und das bei der bis dahin wohl wichtigsten Arbeit seines Lebens.

    Das Menschen aus einem Gutenberg nahestehenden Lager diese Geschichte eher nicht aufdecken würden und hierbei eine moralisch zweifelhafte Motivation hätten, sollte man da nicht unbeleuchtet lassen!
  9. #178

    Und da

    Zitat von nebenjobber Beitrag anzeigen
    bleiben die vorwürfe wohl bestehen.
    gutenbergs gelassenheit ist m.e. die einzig sinnige reaktion. die vorwürfe einzugestehen wären sein politisches aus, völlig zurecht. sie komplett abzustreiten, scheint aber auch nicht möglich.

    mich freut jedes fleckchen auf seiner weste. vielleicht verliert er dann bei seinen fans, größtenteils generation 60+ und o. über 250.0000 jahreseinkommen, das übermaß an blauer strahlkraft, was den nüchternen blick auf seine person u sein polit. wirken erschwerte.
    wundert man sich das diese Land keine vernüftigen Politiker mehr hat. Sie mögen wahrscheinlich eher diese "Höhere Steuern für Reiche und Reichtum für alle"-Politker. Die zwar schöne Träumerein verteilen, aber nicht wissen wie.

    O.k. wenn er es denn getan hat, dann muss er dafür gerade stehen. Nur dann bin ich auf den nächsten Fall gespannt. Vielleicht kommt dann raus das Nahles gar keine Abschlussarbeit geschrieben hat und den Abschluss nur ihrer Partei verdankt.
  10. #179

    haarig

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Zitat: „Die Doktorarbeit sei an mehreren Stellen "ein dreistes Plagiat"...“

    Summa cum laude – klasse abgekupfert, Karl-Theodor, und vorm Rigorosum einen Extra-Schuss Gel in die Haare gekippt. ...
    Jeder Hobbyschrauber weiß es:
    Wer gut schmiert, der gut fährt.


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