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Plagiatsvorwürfe: Dr. Schavans Gewissensfrage
dapd"Person und Gewissen": Mehr als 32 Jahre ist es her, dass Annette Schavan zu dem Thema ihre Doktorarbeit schrieb. Jetzt wird die Dissertation zum Politikum, die Bildungsministerin soll abgeschrieben haben. Rechtsexperten sprechen von "gravierendem wissenschaftlichen Fehlverhalten".
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...831550,00.html
- #130 05.05.2012 20:35 von
.
Und der wissenschaftliche Gehalt?
Fächer, in denen sehr viele Absolventen promovieren, sind prädestiniert für eher dünne Bretter.
Allein Ihre Wortwahl "beaufsichtigende Profs" sagt fast alles. Als echter Doktor wird man nicht beaufsichtigt vom Prof, man diskutiert mit ihm, man lässt sich beraten und man erzählt ihm etwas, schliesslich weiss man wesentlich mehr über das eigene Thema als alle anderen Forscher auf der Welt. - #131 05.05.2012 20:38 von
- #132 05.05.2012 20:43 von
merkwürdig?
wenn ich die Texte lese, den Uni-Betrieb kenne, lobe ich mir eine Meisterprüfung, live. Nix abschreiben, falsch zitieren, aus Bausteinen was "eigenes" bauen. Ich habe einige Doktorarbeiten gelesen, Medizin und Sozialwissenschaften und die Verfasser jedesmal gefragt - wo ist Deins? was möchtest Du sagen? Du schlägst den interessierten Leser tot mit anderer Leute Zitaten. Ein Forist schrieb zuvor über die eigene Idee, den Inhalt. Wenn das nicht da ist hätten manche Doktoren besser eine andere Prüfung abgelegt, denn sie tragen zur Wissenschaft dann doch nicht bei oder? zumal wenn sie dann nicht wissenschaftlich arbeiten, aber das ist natürlich ihre persönliche Lebensentscheidung. Nur...WARUM dann einen angreifbaren Doktortitel machen? Das wäre meine persönliche Frage an die Wissenschaftsministerin Dr. Schavan.
- #133 05.05.2012 20:48 von
Bitte Herrn Kultusminister Althuesmann in Niedersachsen nicht vergessen. Auch ihm wurden Plagiatsvorwürfe gemacht. Hat sich alles in Luft aufgelöst. Es scheint hier vieles im Nebel stattzufinden, oder wie ist das möglich, daß plötzlich nichts gewesen ist? Unsere Schlaumeier hier werden es wissen.
- #134 05.05.2012 20:57 von
Geändert von ( um Uhr)
In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch. - #135 05.05.2012 20:58 von
Titel weg, klarer Fall
Nachdem man sich die unzähligen Fundstellen auf schavanplag angeschaut hat, bleiben nicht mehr viel Zweifel. In jeder akademischen Arbeit der HHUD (und wahrscheinlich aller anderen deutschen Universitäten steht auf der letzten Seite:
"Hiermit erkläre ich daß ich die ...Arbeit mit dem Titel ... selbständig verfaßt und keine anderen als die angegebenen Quellen benutzt habe. Die Stellen der Arbeit sowie evtl. beigefügte Zeichnungen, Skizzen oder graphische Darstellungen, die anderen Werken dem Wortlaut ode dem Sinn nach entnommen sind, habe ich unter Angabe der Quelle als Entlehnung kenntlich gemacht.
Düsseldorf, den...
Unterschrift" - #136 05.05.2012 21:00 von
Aber Hallo
Hat schon jemand die Doktorarbeit vom alten Einstein geprüft. So langsam wird das Überprüfen alter Dissertationen zum Volkssport. Vieleicht sollte man meine Diplomarbeit "Mathematische Modellierung des dynamischen Verhaltens... bürstenloser Gleichstrommotore" auch überprüfen? Sicherlich hab ich da ein paar Fehler in der Fußzeile (Literaturangabe). - #137 05.05.2012 21:02 von
Neue Maßstäbe??
Uii, was für ein Aufschrei, dass man doch die "ollen" Kamellen in der Vergangenheit lassen soll, dass alles jetzt "supergenau" genommen wird..
So neu ist die genaue Betrachtungsweise einer Arbeit - zumindest vielen Studenten - gar nicht. Seit vielen Jahren wird bei Belegen, Hausarbeiten und seit einiger Zeit sogar bei Laborprotokollen der Student seitens der Dozenten bereits unter Generalverdacht gestellt, noch bevor das die erste Seite geschrieben wurde.
Zumindest fördert es zumindest die derzeitig stattfindenden nachträglichen Untersuchungen von Promotionsarbeiten das Gleichgerechtigkeitsgeführ vieler Studenten. - #138 05.05.2012 21:07 von
der unterschied
die leute die sich hier aufregen und insbesondere der selbsternannte ermittler haben keine ahnung von wissenschaftlichen arbeiten und vor allem von dem sinn von zitaten:
1. soll durch zitate gekennzeichnet werden, dass es sich nicht um eine eigene idee handelt
2. soll durch eine bestimmte zitierWEISE dem leser auf den ersten blick vor augen geführt werden, um welche art quelle es sich handelt
frau schavan hat nicht gegen punkt 1 verstoßen. punkt 1 ist allerdings der einzig erhebliche, da es sich nur bei einem verstoß gegen diesen punkt um ein plagiat handelt.
punkt 2 ist eine reine formanweisung. nicht einmal eine formvorschrift. - #139 05.05.2012 21:09 von
Bummerang
So wie das jetzt läuft - eine anonyme Öffentlichkeit analysiert formale Verstösse (wenns denn welche sind) - wird mit den Prüfgremien, die dem öffentlichen Druck nachgeben, die gesamte Struktur unglaubwürdig. Jeder nicht öffentlich "untersuchte" Titelträger steht unter Verdacht. So kann das nicht gewollt oder gemeint gewesen sein.
Aber warten wirs mal ab.
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