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Plagiatsverdacht: Freiburger Sportmediziner im Titelkampf

DPADas Plagiatsverfahren gegen den Leiter der Freiburger Sportmedizin nähert sich dem Ende: In großen Teilen der Habilitationsschrift von Hans-Hermann Dickhuth finden sich Übereinstimmungen mit Doktorarbeiten, hat die Uni ermittelt. Der Anwalt des Professors widerspricht Plagiatsvorwürfen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...840252,00.html
  1. #1

    In der Medizin völlig üblich. Sowohl die Länge der Habilarbeit als auch textliche und grafische Übereinstimmungen mit den der Arbeitsgruppe zugehörigen Doktoranden. Das kann man nur schwer mit geisteswissenschaftlichen Arbeiten à la Guttenberg vergleichen. Wenn diese Maßstäbe angelegt werden kann man gleich einem Großteil der Medizinprofessoren die Habilarbeit entziehen.
    Die Frage ist höchstens, wer von wem abgeschrieben hat. Wenn die Doktoranden selber sagen, Textteile erhalten zu haben, ist das wohl eher ein Fall für den Promotions- denn für den Habilitationsausschuss.
  2. #2

    die Wahrheit wird

    sich wohl nicht finden lassen. Hat Dickhut alles selbst geschrieben dann haben sieben Doktoranten geschummelt. Letztlich ist das aber egal - ob einer oder sieben ist nur ein gradueller Unterschied. Wie schon bei Guttenberg u.a. haben andere Personen - warum auch immer - böse geschlampt und können dafür nicht mal zu Rechenschaft gezogen werden. Diese Schnüffelei soll endlich " begraben " werden. Bei der Schavan ging das doch auch. Heute spricht keiner mehr darüber und sie schämt sich auch nicht mehr, weder offen noch heimlich.
  3. #3

    Falsche Doktoren.

    Eins,zwei,drei.
    Jeder dritte Doktortitel ist ein Schummeltitel.
  4. #4

    schlecht von der Badischen abgeschrieben, Plagiat?

    „Laut Frankfurter Allgemeine sollen Aussagen auf rund 40 Seiten der 167 Seiten starken Habilitationsschrift von Hans-Hermann Dickhuth, dem Chef der Freiburger Sportmedizin, nahezu identisch sein mit dem Text einer ebenfalls 1983 veröffentlichten Freiburger Dissertation.“
    (Zitat aus: Badische Zeitung, Südwest: Sportmedizin unter Plagiatsverdacht – Dickhuth betroffen?
    Mittwoch, 2.03.2011 von Wulf Rüskamp)

    Die nach mehr als einem Jahr abgeschlossenen Untersuchungen der Universität haben ergeben, dass sich 65 seiner 75 Seiten starken Arbeit mit Texten aus sieben Dissertationen decken, die alle unter seiner Obhut Anfang der 80er Jahre geschrieben worden sind.(Zitat aus: Badische Zeitung, Plagiatverdacht gegen Sportmediziner Dickhuth erhärtet sich, 20.06.2012 von Wulf Rüskamp)

    Dass die Badische Zeitung es nicht immer wirklich genau nimmt, sind wir gewohnt.
    Wenn allerdings schon bei so banalen Sachen wie Seitenzahlen keine Klarheit herrscht, möchte ich nicht wissen, wie viele Unwahrheiten wir täglich zu lesen bekommen.
    Vom Spiegel hätte ich mir etwas bessere Recherchen erwartet.
    Schliesslich werden hier öffentlich, namentlich und bildlich Menschen zur Schau gestellt, deren Schuld noch längst nicht bewiesen ist.
  5. #5

    .

    Wir reden hier über Medizin. Da gelten sowieso ganz andere Massstäbe. Mit Wissenschaftlichkeit haben diese Massstäbe kaum etwas zu tun. Ob dann noch abgeschrieben worden ist, ist dann nicht mehr so wichtig.
  6. #6

    Blödsinn kann jeder schreiben.

    Zitat von allereber Beitrag anzeigen
    Eins,zwei,drei.
    Jeder dritte Doktortitel ist ein Schummeltitel.
    Ihnen ist es diesmal treffend gelungen.
  7. #7

    Also...

    ..ich meine, was soll das ? 1983, wird ja immer schoener.

    Irgendwann kommt noch raus, dass DaVinci aus der Bibliothek von Alexandria abgeschrieben hat... Ach nein, die hat ja gebrannt, als er sie gerade verlies...

    Mann oh mann...
    Geändert von ( um Uhr)
    Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
    Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst.
  8. #8

    Nicht zu leicht nehmen

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Wir reden hier über Medizin. Da gelten sowieso ganz andere Massstäbe. Mit Wissenschaftlichkeit haben diese Massstäbe kaum etwas zu tun. Ob dann noch abgeschrieben worden ist, ist dann nicht mehr so wichtig.
    Da stimme ich Ihnen teilweise zu. Medizin ist wirklich ein Spezialfall bei denen mit Doktortiteln nur so herumgeworfen wird. Wissenschaftliches Arbeiten zum erlangen eines Dr. med. ist eher selten. Man beachte allein schon die lächerlich kurze Zeit die es braucht einen Dr. in Medizin zu erlangen.

    Dennoch finde ich es wichtig zu klären ob jemand abgeschrieben hat oder nicht. Abschreiben ist klarer Betrug, der zur Erschwindlung eines Titels bis hin zur Erschleichung von Posten führt.
    Jeder sollte sich einmal überlegen wie er es fände, bei einer Bewerbung von jemanden überboten zu werden, weil dieser seinen Lebenslauf massiv gefälscht hat. Ich persönlich wünsche mich nicht in eine derartige Lage und auch nicht in eine Position in der mein Vorgesetzter nur deshalb mein Vorgesetzter ist weil er weniger Moral aufweist als ich.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Plagiatsverfahren gegen den Leiter der Freiburger Sportmedizin nähert sich dem Ende: In großen Teilen der Habilitationsschrift von Hans-Hermann Dickhuth finden sich Übereinstimmungen mit Doktorarbeiten, hat die Uni ermittelt. Der Anwalt des Professors widerspricht Plagiatsvorwürfen.

    Freiburger Sportmedizin: Uni prüft Plagiatsverdacht gegen Dickhuth - SPIEGEL ONLINE
    Ich glaube ja, das es niemanden mehr gibt der nicht irgendwie abgeschrieben hat. Bin dafür das jeder seinen Titel aberkannt bekommt. Dann spart man sich die ganze Suche und kann sich wieder wichtigeren Dingen zuwenden :)








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