DPAEr schrieb seine Doktorarbeit über die eigene Partei und bediente sich aus unsauberen Quellen: Florian Graf, Berliner CDU-Fraktionschef, will seinen Doktortitel los werden. Mit der Bitte um Aberkennung kam er wohl einem Titelentzug durch die Universität Potsdam zuvor.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...830302,00.html
Wuerden Sie es einem Straftaeter auch Strafnachlass gewaehren, wenn er gerade dann gesteht, wenn ihm klar wird, es kann ihm alles anchgewiesen werden. For zwei Wochen ist auch ein koreanischer politiker erwischt worden, der ist wenigstens sofort zurueckgetreten und aus seiner Partei ausgestreten. Aber die Freaks in DE machen auch noch lustig weiter.
Woher wissen Sie das Dr.-Ing der schwierigste Doktortitel ist, haben Sie in jedem wissenschaftlichen Gebiet eine Dr. Arbeit geschrieben? Oder waran bemisst sich das, was ueberhaupt schwierig ist und was eher nicht? War es wohl schwierig den Satz des Pythagoras herzuleiten, als er noch nicht bekannt war? Oder hat sich das der alte Grieche so einfach aus dem Aermel geschuettelt? Also ich kenne ein paar Dr.-Ing und die fanden das eher den lockeren Teil der Arbeit an der Uni. Uebrigens Raumplaner sind auch Dr.-Ing. und die machen zum Teil Soziologie, was ich nicht abwertend meine.
Wieso mußte Graf in Potsdam promovieren? Wäre das Thema bereits bei der Abgabe des Expose´s an der FU-Berlin abgelehnt worden?
Da denkt sich dieser Titelbetrüger das er den ergaunerten Titel schnell zurück gibt, bevor es groß öffentlich wird und danach ist alles so wie vorher? Wäre da nicht die jetzige Gefahr der Enttarnung gewesen, hätte er seine Gaunerei wohl weiter geheim gehalten und sich mit dem Doktortitel geschmückt.
Es ist doch nicht über Sinn oder Unsinn eines akademischen Grades zu diskutieren, es geht simpelst um einen weiteren Betrugsversuch.
Tatsache ist offensichtlich, dass H. Graf, Fraktionsvorsitzender der CDU Berlin, der Aufdeckung eines Plagiats und deren Folgen zu vor kommen will, um sein Amt zu retten. Ein erbärmliches Festhalten an den Fresstöpfchen der verkomenen Politik.
Wie lange wartet denn der Wähler noch um solche Vögel zu mindest per Stimmzettel aus den Parlamenten zu prügeln ?
Im Artikel steht ja auch, dass er damit dem Titelentzug 'zuvorkommt'. Die Lunte brennt ja anscheinend schon. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass ein deutscher Politiker aus Ehrgefühl einen Fehler öffentlich eingesteht, erst recht wenn es so unglaublich peinlich ist.
Hier handelt es sich um blosse Schadensbegrenzung. 'Respekt', 'Leistung', 'leisester Zweifel' - Diese Nebelkerzen und drolligen Euphemismen sind doch das Bullshit-Bingo der Erwischten.
Ich bin der Netzgemeinde unendlich dankbar, dass sie die Leichen aus den Kellern dieser Blender ans Licht holt, und anscheinend auch die Universitäten damit veranlasst, aus ihrem dementen Nickerchen zu erwachen und endlich einmal richtig zu prüfen.
Wenn sie mit ihrer Vergangenheit gebrochen haben und jetzt einen vernünftigen Weg gehen - warum nicht?
Die Titelbetrüger zeigen jedenfalls keine Reue (jedenfalls nicht bis sie erwischt wurden), und würden Volk und wissenschaftliche Gemeinde ohne Reue dauerhaft und weiterhin betrügen, und sich Vorteile und Ansehen durch Betrug erschleichen.
Aber um denen, die sich tatsächlich um den Doktortitel nicht nur 'bemühen', wie sie sagen, sondern auch dafür arbeiten, endlich Rechts- und Statussicherheit zu verschaffen, schlage ich folgendes vor:
- Alle Träger akademischer Grade haben eine eidesstattliche Erklärung abzugeben, dass dieser Grad zu 100% durch eigene Arbeit nach den international gültigen wissenschaftlichen Qualitätsanforderungen erreicht wurde.
- Ausnahmslos alle Doktor-und sonstigen wissenschaftlichen Arbeiten die zum Erreichen eines Titels oder Grades führen, in einer zentralen Datenbank frei in elektronischer Form der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Gerade die CDU/CSU sollte darüber glücklich sein. Angeblich hat ja jemand, der nichts zu verbergen hat auch nichts zu befürchten. Und richtige Wissenschaftler publizieren ihre Ergebnisse ohnehin in der Fachpresse, wo sie von der Öffentlichkeit kritisch hinterfragt werden können.
Win-win.
Nachzutreten? Der Mann ist ein Betrüger, der diesen Umstand nur zugibt, weil er demnächst sowieso herausgekommen wäre. Zur Schadensbegrenzung.
Darin kann ich beim besten Willen nichts Ehrenhaftes sehen. Im Gegenteil, das sieht mir schwer nach niederen Motiven aus. Die gleichen niederen Motive, die ihn dazu gebracht haben, sich einen Titel zu erschleichen.