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Plagiatsfall in der FDP: Mathiopoulos droht Verlust der Honorarprofessuren

DPAFür die FDP-Politikerin Margarita Mathiopoulos steht viel auf dem Spiel: Sollte sie ihren Doktorgrad verlieren, wäre sie nach Informationen des SPIEGEL wohl auch ihre beiden Honorarprofessuren los. Der Plagiatsstreit läuft seit Jahren, die Entscheidung soll diese Woche fallen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...827645,00.html
  1. #20

    Promotionsfeiern der Universität Bonn

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Sind halt die Geisteswissenschaftler wiedermal.
    Ich warte auf den ersten Naturwissenschaftler, der abschreibt.
    Naturwissenschaftler der Universität Bonn bekommen ihre Promotionsurkunde von der Sekretärin des Promotionsbüros oder dem Briefträger überreicht, während die Philosophische Fakultät noch eine Promotionsfeier mit Übergabe der Promotionsurkunden durch den Dekan veranstaltet.

    Wenn man bedenkt, wie viel Lebenszeit, Nerven und schlechte Bezahlung für eine naturwissenschaftliche Promotion investiert, um nach frühestens drei Jahren seine Dissertation einreichen zu dürfen, ist das schon ein Hohn.

    Da Naturwissenschaftler anders als die Philosophen zitieren, fallen die Plagiate innerhalb einer Arbeitsgruppe nur im "Material und Methoden"-Teil auf. Die Diskussion ist sowieso der wichtigste Teil einer naturwissenschaftlichen Disseration. Wer solche Teile abschreibt, hatte sich schon im Promotionskolloquium bestens verkauft und hätte auch ohne Doktortitel Verkäufer werden können ;-).
  2. #21

    Zitat von curti Beitrag anzeigen
    ..... jetzt der Titel wg. betrügerisch erworbenen Titels aberkannt werden, sollte dies auch auf die darauf basierend, ebenso betrügerisch erworbenen Honorare etc. erstreckt werden. Dies wäre nur allzu angemessen!
    Eine Honorarprofessur ist (meistens) ein Ehrenamt, also nix mit Honorar, auch wenn der Begriff etwas anderes vermuten lässt. Auch z.B. ein Honorarkonsul zeichnet sich dadurch aus, dass er eben kein Honorar bekommt.
  3. #22

    Zitat Uwe Semmler: "Wenn Frau M. der Doktorgrad entzogen wird, sollten die zu Unrecht gezahlten Honorare ausnahmslos eingeklagt werden."

    Honorarprofessuren sind zum überwiegenden Teil ehrenamtliche wahrgenommen Tätigkeiten. Denn "Honorar" hat hier nichts mit Geld zu tun, sondern leitet sich von dem lateinischen "honor" ab, das soviel wie Ehre oder Staatsdienst bedeutet.
  4. #23

    Zitat Uwe Semmler: "Wenn Frau M. der Doktorgrad entzogen wird, sollten die zu Unrecht gezahlten Honorare ausnahmslos eingeklagt werden."

    Honorarprofessuren sind zum überwiegenden Teil ehrenamtliche wahrgenommen Tätigkeiten. Denn "Honorar" hat hier nichts mit Geld zu tun, sondern leitet sich von dem lateinischen "honor" ab, das soviel wie Ehre oder Staatsdienst bedeutet.
  5. #24

    Geisteswissenschaftler

    Zitat von loeweneule Beitrag anzeigen
    Können die denn schreiben?
    ...können doch auch nicht schreiben, sondern nur abschreiben oder schwafeln.
  6. #25

    .

    Zitat von TLR9 Beitrag anzeigen
    Naturwissenschaftler der Universität Bonn bekommen ihre Promotionsurkunde von der Sekretärin des Promotionsbüros oder dem Briefträger überreicht, während die Philosophische Fakultät noch eine Promotionsfeier mit Übergabe der Promotionsurkunden durch den Dekan.....
    Bei Naturwissenschaftlern hat man dann eben andere Problemzonen, etwa wenn Messreihen und Versuchsprotokolle frisiert werden.

    Auch empirisch arbeitende Sozialwissenschaftler könnten da in Versuchung geraten.
  7. #26

    Zitat von Ausfriedenau Beitrag anzeigen
    Geisteswissenschaftler
    ...können doch auch nicht schreiben, sondern nur abschreiben oder schwafeln.
    Haben Sie an Universitäten Hausverbot, oder woher reimen Sie sich das zusammen?
  8. #27

    Zitat von Rubeanus Beitrag anzeigen
    Bei Naturwissenschaftlern hat man dann eben andere Problemzonen, etwa wenn Messreihen und Versuchsprotokolle frisiert werden.
    Natürlich gibt es dazu auch ein Beispiel, das wieder aus Bonn kommt:
    Forschungsbetrug: Vom Nobelpreis-Aspiranten zum Scharlatan - SPIEGEL ONLINE

    Solche Fälle gibt es natürlich auch. Sie sind aber auch nicht die Regel. Wenn solche Daten erfolgreich publiziert werden, dann liegt es auch daran, dass die Gutachter oder ihre Ghost Writer das Manuskript nicht kritisch betrachtet haben.
  9. #28

    wer keine Ergebnisse hat, muss diese diskutieren

    Zitat von TLR9 Beitrag anzeigen
    Die Diskussion ist sowieso der wichtigste Teil einer naturwissenschaftlichen Disseration.
    Und ich hatte bis heute gedacht, die (Forschungs)ERGEBNISSE seien das Wichtigste!
    Wie sich die Zeiten ändern!
  10. #29

    Honorarprofessor geht andernorts auch ohne Doktor

    Der Verlust ließe sich sicher schnell ersetzen. Frau Mathiopoulos sollte sich an den Politik-Berater Moritz Hunzinger wenden. Sie sollte genug vernetzt sein, ihn bereits zu kennen. Der kann ihr sicher Tipps geben, wie sie in der Ukraine an einen "Dr. phil. h.c." und einen Honorarprofessor kommt. Dafür bräuchte sie dort eigentlich nicht mal ein Abitur (er ist der lebende Beweis), hätte die Gewissheit von ihm in gemeinsamen Talk-Show-Auftritten damit ständig angesprochen zu werden und wenn der Moderator Günther Jauch heißt, der dies auch geflissentlich wiederholt. Es reicht ja oft schon, wenn man nur den Ruf hat "Prof. Dr." zu sein (der h.c. wird sowieso oft "vergessen"). Nur ob und wie man es auch auf Visitenkarte und Türschild schreiben darf, da heißt es natürlich aufpassen.








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