Plagiatsaffären in Rumänien: "Hier und da täuschen Politiker"
CorbisErst der Erziehungsminister, dann der Regierungschef: Rumänien macht mit prominenten Plagiatsaffären Schlagzeilen. Der Rektor der Universität Bukarest, Mircea Dumitru, ist angetreten, um harte Standards durchzusetzen - und um politische Gefälligkeiten in der Wissenschaft zu unterbinden.
Wenn das Online-Zeitalter auch negative Seiten hat, so hat es in der Wissenschaft eben eine sehr gute Seite. Plagiate und Betrug werden schnell enttarnt. Es sollte wissenschaftlicher Standard werden die Werke online zu veröffentlichen. Das steht auch nicht im Gegensatz zu Monographien bzw. Büchern (welche eh nicht mehr Standard sind), denn die können auch online erscheinen.
Zuletzt sei auch darauf hingewiesen, dass man ohne starken Kontrollmechanismus eben auch "scientific fraud" (wissenschaftlichen Betrug) nicht wirklich unterbinden kann. Das Internet scheint da eine längst fällige Kurskorrektur herbeizuZWINGEN.
Nicht anders verhält es sich nach wissenschaftlicher ökonomischer Theorie überall, wo man Prestige, Geld oder sonstigen Nutzen hinzugewinnen kann. Daher liegt es im Interesse aller einfache Regeln zu haben, die man auch konsequent und leicht umsetzen kann. Das sollte auf dem Pharma- oder dem Bankensektor auch so umgesetzt werden. Auch der Steuerdschungel gehört gelichtet - einfache und schnelle Kontrolle führt dazu, dass man zu mehr Ehrlichkeit gezwungen wird. Und das ist gerecht!
Nun ja, was kann man denn Anderes in einem Land erwarten, das sich tagtäglich seine eigene Geschichte schönschreibt, die Herkunft seines Staatsvolkes herbeiorakelt und seit Jahrzehnten senen Menschen eine bessere Zukunft vorlügt?