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Plagiatsaffäre: Wie Guttenberg seine Krise überstehen will

Karl-Theodor zu Guttenberg hat öffentlich gebeichtet, sich entschuldigt, auf seinen Doktortitel verzichtet. Ein dreistes Schauspiel, findet die Opposition. Doch der Verteidigungsminister und die Union hoffen, dass die Plagiatsaffäre damit ausgestanden ist. Die Chancen stehen nicht schlecht.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...747022,00.html
  1. #1

    Frei nach Erich Kästner (hat heute Geb-Tag):

    Die Sache mit dem Plagiat

    Karl-Theo ist ein Renommist.
    Ihr wisst vielleicht nicht, was das ist?
    Ein Renommist, das ist ein Mann,
    der viel verspricht und wenig kann.

    So ließ er einst von sich verbreiten:
    „Ich schreibe gleich 400 Seiten!“
    ...
    (kompletter Text unter: http://bit.ly/fMdYhr)
  2. #2

    Jetzt muss es aber gut sein!

    Nun sollten sich alle wieder setzen und ihre Arbeit machen. Es gibt wichtigeres in unserem Land zu tun.
    Dieses Land und die darin gelebte Demokratie bracht Herrn zu Guttenberg! Wobei man das von den grünen Politikern nicht sagen kann!
  3. #3

    Schlacht gewonnen Krieg verloren

    Kann ja sein,daß er diese Schlacht überstanden hat aber ob er den Krieg noch gewinnen kann? Überstanden ist die Sache jedoch noch nicht, zumindest nicht für seine Frau und seine Kinder. Das Spießrutenlaufen kommt erst noch...
  4. #4

    Liebe

    Liebe sieht anders aus.Von was für Umfragen wird hier geredet? Bei fast allen Online-Umfragen (selbst Bild) ist die Mehrheit für einen Rücktritt.Das Volk "liebt" KTvG nicht...mehr.GsD.
  5. #5

    An die Redaktöre

    ...aha, da hat er sich also "entschuldigt". Ja, das ist inzwischen modern geworden. Man macht was falsch, schwupps "entschuldigt" man sich bei den Opfern, und alles ist gut. Man hat sich ja "entschuldigt", oder?
    Diese Ausdrucksweise ist inzwischen üblich geworden. Und leider versteht man das inzwischen auch oft so. Nur:
    Entschuldigt. Frei von Schuld ist man also. Fein dabei, dass ja der TÄTER das bestimmt, nicht das Opfer. Kann der Täter sich also freisprechen?
    Nein! Wer sich "entschuldigt", der begeht gelinde gesagt eine weitere Unverschämtheit. Das Opfer vielleicht kann von Schuld freisprechen oder verzeihen, aber niemals der Täter selber. Der kann nur um Entschuldigung bitten.
  6. #6

    Diebstahl ist Diebstahl

    Dann haette ja diese Kassiererin, die das Broetchen GEKLAUT hat, wieder eingestellt werden muessen!!!
    Und dann noch diese boese Aeusserung, dass die Medien drei Tote Soldaten in den Hintergrund stellen.
    Wenn sich hier nichts aendert sollten alle Wahlberechtigten nicht mehr die CDU waehlen, dann MUESSTE er gehen und wird er H4 Empfaenger, denn keiner will ihn mehr haben!!
    Am besten er nimmt dann auch die anderen DOKTORINNEN mit!
    Vorweg die Landpommeranze mit den unbrauchbaren Titeln.
    Klimaqueen, Finanzlady usw? Und Dr.nat.Wozu ist dieser Titel noetig?? Zum Protzen??
  7. #7

    Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Karl-Theodor zu Guttenberg hat öffentlich gebeichtet, sich entschuldigt, auf seinen Doktortitel verzichtet. Ein dreistes Schauspiel, findet die Opposition. Doch der Verteidigungsminister und die Union hoffen, dass die Plagiatsaffäre damit ausgestanden ist. Die Chancen stehen nicht schlecht.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...747022,00.html
    Hier hat Einer etwas zurückgegeben, das er sich unberechtigt angeeignet hat.
    Und dann kommt die zweite Volksweisheit zum tragen:
    Keine Krähe hackt der anderen ein Auge aus.
    Hätten wir nur eine Wahl.
  8. #8

    Die Chancen stehen nicht schlecht?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Karl-Theodor zu Guttenberg hat öffentlich gebeichtet, sich entschuldigt, auf seinen Doktortitel verzichtet. Ein dreistes Schauspiel, findet die Opposition. Doch der Verteidigungsminister und die Union hoffen, dass die Plagiatsaffäre damit ausgestanden ist. Die Chancen stehen nicht schlecht.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...747022,00.html
    Die Verwendung des dienstlichen Briefpapiers für seine *Privatangelegenheit* dürfte die Chancen nicht gerade erhöhen, vgl. "Affäre Möllemann" und den gleichartigen Vorfall "in der Provinz" vor einigen Tagen -- nicht gerade ein Indiz für wohlüberlegtes Handeln (lies: nächster grober Fehler)... irgendwann sollte es genug sein.
  9. #9

    Pech nur. daß es inzwischen zwei Affären gibt

    Die Plagiatsaffäre mag zuende sein, wenn jetzt die Uni seinen Titel auch offiziell aberkennt - er hat ja zugegeben, daß seine Arbeit den Titel nicht verdient hat und er ist für seinen Job auch nicht auf den Titel angewiesen.

    Pech nur, daß inzischen die zweite Affäre die erste bei weitem überschattet. Und für einen Minister und womöglich Möchtegerne-Kanzler sollte diese zweite Affäre viel schädlcher sein:
    Wie ein vereidigter Staatsdiener versucht, der Nation Sand in die Augen zu blasen und die erste Affäre hinwegzulügen - abstrus!
    Verzeihung - "Abstrus!" - Zitat Ende (KTvG, letzten Freitag, öffentliche Interview-Äußerung - so, damit sei der Pflicht, seine Quellen offenzulegen, Genüge getan.)

    Oder - sollte KTvG unter der irrigen Annahme leiden, daß er sich auf irgendeinen Quellenschutz nach Journalistenbrauch berufen kann? Das wäre dann ähnlich "abstrus" wie seinerzeit Kohls Einlassung, er könne seine illegalen Parteispender nicht verraten, er habe ihnen sein Ehrenwort gegeben. Rächt es sich jetzt, daß man ihn damals damit hat davonkommen lassen? Sind unsere moralischen Standards tatsächlich demoliert? Gut möglich.


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