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Plagiatsaffäre: Uni Heidelberg entzieht Koch-Mehrin Doktortitel

Ihre politischen Spitzenämter hat sie bereits abgegeben, nun verliert Silvana Koch-Mehrin ihren Doktortitel. Die Universität Heidelberg hat das Werk geprüft, das Urteil: In "substantiellen Teilen" besteht die Dissertation aus Plagiaten.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...768607,00.html
  1. #380

    Liberale Medizin = liberale Religion

    Zitat von Juro vom Koselbruch Beitrag anzeigen
    Und nun die liberale Medizin:

    Die besteht in einer Philosophie des Liberalismus, denn das gesellschaftlich Gute entstehe nicht durch staatliche Planung, sondern durch den freien Wettbewerb der Ideen und Akteure.
    Dies ist eine gute und zugleich aufschlussreiche Zusammenfassung des Glaubensbekenntnis der Liberalen.
    Nur analog zur Religion hapert es mit dem Beweis, dass stets möglichst feier Wettbewerb "Gutes" entstehen lässt.

    Was wird unter Gutes Verstanden? Alleiniges Wachstum des BSP?

    Als Zeuge oder Beweis wird entweder das Scheitern des Kommunismus oder der in der westlichen Welt (meines Erachtens maßgeblich in der Nachkriegszeit) erreichte allgemeine Wohlstand herangezogen.

    Der Aussage, dass der Kommunismus eine Fehlkonzeption ist, muss man nichts hinzufügen.

    Aber es ist schon zu hinterfragen, ob nicht überwiegend Sondereffekte in der Nachkriegszeit zu einer allgemeinen Erhöhung des Wohlstandes geführt haben - also Kalter Krieg inkl. enorme Rüstungsausgaben, Marshallprogramm, später Mangel an Arbeitsplätzen usw.

    Was passiert denn ohne diese Sondereffekte? Eine allgemeine Verbesserung der Lebensumstände kann ich nicht mehr erkennen.

    Prinzipiell scheint mir Wettbewerb missverstanden als eine Garantie zu einer Entwicklung zu immer Besseren.

    Die Ursache für diese Denke ist vermutlich darin zu suchen, dass man glaubt Wettbewerb führt analog zur Natur zu einer evolutionären Entwicklung im Sinne des "Survival of th fittest". Hier aber verstanden als des Überleben des Besten, nicht aber - wie ursprünglich intendiert - als des Angepasstesten.

    In der Natur ist Evolution - obwohl dies häufig missverstanden wird - nicht zielgerichtet. D.h. von Evolution als Optimierungsprozess der Lebensumstände für alle Beteiliigten kann überhaupt nicht die Rede sein.

    Meines erachtens führt auch in der Wirtschaft freier Wettbewerb ohne Hinzunahme weiterer von der Gesellschaft aufgestellter "Selektionskriterien" - also gesetzlichen Regelungen - nicht zu einem nachhaltig guten Zustand.
  2. #381

    Wahl

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    Aus ihrer Sicht sicher nur die ausgleichende Gerechtigkeit, da sie zuvor ja doppelt da war. Was natürlich die Frage aufwirft, inwiefern die Anwesenheit von Angehörigen im embryonalem und fetalem Stadium parlamentarischen Vertretungsstatus genießt.
    Wurde der auch gewählt?? :-)
  3. #382

    Glückwunsch

    Zitat von Roger11 Beitrag anzeigen
    Ich kenne diese soziale Umgebung, die versucht, Dich zu einem dieser miesen Charaktere zu formen. Als Sohn eines WP´s aus Rheinland Pfalz mit Drähten zu allerlei FDP-Granden hatte ich oft die zweifelhafte Ehre, deren Ränkespiele und Einfädelungsspielchen zu beobachten. Da kommt Hans Dietrich.....
    Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer Entscheidung. Es gibt nichts schöneres, als ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Man hat nichts geerbt, ist nicht "gefördert" worden, man muss niemanden zu Dank verpflichtet sein. Ich bin frei, während ich sonst ein Gefangener in einem Beziehungsgeflecht bin. Ich möchte nicht mit ihm/ihr tauschen, selbst wenn ich dafür die ganze Welt gewinnen könnte.

    Die lohnenden Werte im Leben, wie Liebe, Anerkennung, Respekt, Hochachtung können Sie nicht kaufen, die müssen Sie sich verdienen. Beziehungen oder Geld sind da eher hinderlich.
  4. #383

    Vip

    Zitat von adebalasser Beitrag anzeigen
    Nur analog zur Religion hapert es mit dem Beweis, dass stets möglichst feier Wettbewerb "Gutes" entstehen lässt.

    Was wird unter Gutes Verstanden? Alleiniges Wachstum des BSP?
    Oh nein. Das hingegen ist besonders einfach: Das Gute ist alles was zu einem messbaren Wachstum der Dicke der Brieftasche der Wichtigen Personen führt (also ganz sicher nicht _unserer_ Brieftaschen :-) )
  5. #384

    ^l^

    Zitat von Luscinia007 Beitrag anzeigen
    Schafft das Ausbildungs-Unwesen endlich ab!
    Was brauchen wir Ausbildungsabschlüsse wie Doktor, Magister, Meister, Diplom. Weg damit. Genauso wenig brauchen wir Abitur, Mittlere Reife, Gesellenprüfung, Hauptschulabschluss. Wozu auch. Welchen Wert hat denn ein Gesellenstück?
    Es ist lediglich die Fortsetzung des Zunftwesens und stellt daher eine dementsprechende Unterwerfungsgestik dar.

    Es hätte nur Gutes zur Folge, wenn dieser Etikettenbetrieb abgeschafft würde - und einem freien Wettbewerb der tatsächlichen Fähigkeiten Platz machen würde.
    Der Schaden der indes aus der Autoritäts- und Titelgläubigkeit hervorgeht, ist kaum abzusehen.
  6. #385

    Faulheit?

    Zitat von JohnDoe24 Beitrag anzeigen
    . Wem faellt ein untaetiger Politiker dort schon auf?
    JD
    Jetzt, nach dem Rücktritt vom Vize, wahrscheinlich gar keinem mehr. Gar nicht mal so dumm der Rücktritt.
  7. #386

    .

    Zitat von sarandanon Beitrag anzeigen
    Falsch, rechtlich interessant ist, dass durch eine Urheberrechtsverletzung betrügerisch und unrechtmäßig ein Titel erworben wurde. Außerdem schadet Sie sich nicht nur selbst, sondern auch der Fakultät und der Gesamtheit der wissenschaftlich Promovierten. Das Anführen des Beispiels Spicken ist in diesem Zusammenhang grober Unfug.
    Die Politiker stehen im Mittelpunkt, weil es große Aufmerksamkeit erregt, wenn man da jemanden abschießen kann.

    Aber wir wollen doch nicht so tun, als wären Politiker unter den Promovierten Ausnahmen. Im Fernsehen habe ich einen Bericht gesehen, da wurde eine Promotion eines Zahnarztes gezeigt, 27 Seiten, davon 7 selbst geschrieben. Würde man mal systematisch die Promotionen durchforsten, würde man sicherlich reichlich fündig werden. Es ist doch eher unwahrscheinlich, dass ein leitender Arbeitnehmer oder Selbstständiger neben seinem Job noch wissenschaftlich arbeiten kann, wenn auch nicht ausgeschlossen.

    Für Politikerbashing eignet sich das Thema nicht so sehr, da gibt es bessere. Zumal man in der Politik wirklich keinen Dr.-Titel braucht, da kann man es auch ohne jeden Schulabschluss und mit halbkrimineller Vergangenheit ganz nach oben bringen.
  8. #387

    Ehrenamt

    Zitat von SNA Beitrag anzeigen
    Jaja, die Stammtischpolitikerschelte. Warum machen SIe eigentlich nicht den Job?
    Ich hätte da eine Idee. Alle politischen Ämter sind Ehrenämter und können nur von Menschen mit entsprechender Berufs- und Lebenserfahrung erlangt werden. Die sogenannten Alten werden immer jünger und so ein "Ehrenamt" ab dem 65.Lebensjahr wäre doch ein wunderbarer Abschluss des Lebens. Ich stelle mein Können und meine Erfahrung meinen Mitbürgern zur Verfügung.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es sehr viele Menschen in Deutschland gibt, die dafür geeignet wären. Wäre es so verkehrt, wenn wir die Weisheit des Alters nutzen würden?
  9. #388

    ..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ihre politischen Spitzenämter hat sie bereits abgegeben, nun verliert Silvana Koch-Mehrin ihren Doktortitel. Die Universität Heidelberg hat das Werk geprüft, das Urteil: In "substantiellen Teilen" besteht die Dissertation aus Plagiaten.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...768607,00.html
    Frau Koch-Mehrin sollten wir dankbar sein. Sie schenkt uns einen Prototypen des zu varachtenden Berufspolitikers. 0 politische Anliegen und 100 Versorgungsdenken+enormer Faulheit. Wir sind es ja schon gewöhnt, dass das EU Parlament eine Pensionierungsanstalt für Altgediente ist, aber viele Junge drängen jetzt an diesen Futtertrog.

    Da möchte man nur sagen:"Grunz, grunz, quiiiik, quiiiik"
  10. #389

    Das wäre ja alles halb so schlimm...

    ...wenn die Dame nicht unlängst ausgerechnet mit dem Slogan

    Leistung muss sich wieder lohnen!
    Wahlkampf gemacht hätte. Und heute erklärt sie, dass Sie schon seit 11 Jahren wisse, dass ihre Doktorarbeit "kein Meisterstück" sei...


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