Dies ist eine gute und zugleich aufschlussreiche Zusammenfassung des Glaubensbekenntnis der Liberalen.
Nur analog zur Religion hapert es mit dem Beweis, dass stets möglichst feier Wettbewerb "Gutes" entstehen lässt.
Was wird unter Gutes Verstanden? Alleiniges Wachstum des BSP?
Als Zeuge oder Beweis wird entweder das Scheitern des Kommunismus oder der in der westlichen Welt (meines Erachtens maßgeblich in der Nachkriegszeit) erreichte allgemeine Wohlstand herangezogen.
Der Aussage, dass der Kommunismus eine Fehlkonzeption ist, muss man nichts hinzufügen.
Aber es ist schon zu hinterfragen, ob nicht überwiegend Sondereffekte in der Nachkriegszeit zu einer allgemeinen Erhöhung des Wohlstandes geführt haben - also Kalter Krieg inkl. enorme Rüstungsausgaben, Marshallprogramm, später Mangel an Arbeitsplätzen usw.
Was passiert denn ohne diese Sondereffekte? Eine allgemeine Verbesserung der Lebensumstände kann ich nicht mehr erkennen.
Prinzipiell scheint mir Wettbewerb missverstanden als eine Garantie zu einer Entwicklung zu immer Besseren.
Die Ursache für diese Denke ist vermutlich darin zu suchen, dass man glaubt Wettbewerb führt analog zur Natur zu einer evolutionären Entwicklung im Sinne des "Survival of th fittest". Hier aber verstanden als des Überleben des Besten, nicht aber - wie ursprünglich intendiert - als des Angepasstesten.
In der Natur ist Evolution - obwohl dies häufig missverstanden wird - nicht zielgerichtet. D.h. von Evolution als Optimierungsprozess der Lebensumstände für alle Beteiliigten kann überhaupt nicht die Rede sein.
Meines erachtens führt auch in der Wirtschaft freier Wettbewerb ohne Hinzunahme weiterer von der Gesellschaft aufgestellter "Selektionskriterien" - also gesetzlichen Regelungen - nicht zu einem nachhaltig guten Zustand.

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