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Plagiatsaffäre: Schavan geht mit Anwälten gegen Uni Düsseldorf vor

REUTERSDrei Stunden hat der Promotionsausschuss im Plagiatsfall Schavan beraten. Doch was dabei herauskam, soll niemand ohne die Zustimmung der Ministerin erfahren. Das haben ihre Anwälte durchgesetzt, sagt der Uni-Rektor - und entschuldigt sich.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-861866.html
  1. #1

    Transparenz...

    ...ist irgendwie das letzte, was unsere "Volksvertreter" wollen. Und nein, Persönlichkeitsrechte anzuführen, wenn es unbequem wird, gilt nicht, schließlich hat der Titel, so sehr es mir widerstrebt, eben doch eine Auswirkung auf die Karriere und damit auch den Aufstieg in diverse Ämter der Politik. Ich verlange lückenlose Aufklärung.
  2. #2

    Seit dem Wonnemonat Mai

    hatte/hätte sie Zeit gehabt, die Vorwürfe zu entkräften.
    Sie wird ohnehin zurücktreten, aber sie hätte eine Chance gehabt, das "in Würde" zu tun.
    Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen und bereits grün angelaufen. Ihre Anwälte können es auch nicht wiederbeleben.

    --> warum nimmt bei solchen Leuten typischerweise die Einsichtsfähigkeit proportional zur Machtfülle ab?
  3. #3

    Zitat von abc-xyz Beitrag anzeigen
    ...ist irgendwie das letzte, was unsere "Volksvertreter" wollen. Und nein, Persönlichkeitsrechte anzuführen, wenn es unbequem wird, gilt nicht, schließlich hat der Titel, so sehr es mir widerstrebt, eben doch eine Auswirkung auf die Karriere und damit auch den Aufstieg in diverse Ämter der Politik. Ich verlange lückenlose Aufklärung.
    Das sollte auch rechtlich kein Problem sein. Frau Schavan ist eine Person des öffentlichen Lebens, steht als MdB und Ministerin im Dienste der Öffentlichkeit, und ihre berufliche Qualifikation hat in erheblichem Masse Einfluss auf das Fortbestehen des Beschäftigungsverhältnisses, und darum besteht auch ein besonders ausgeprägtes öffentliches Interesse.

    Es gibt also absolut keinen keinen Grund, der Öffentlichkeit irgendwelche Informationen vorzuenthalten. Wenn Frau Schavan diese Angelegenheit als ihre Privatsache ansieht, dann liegt sie falsch. Es wäre in der Tat unverschämt, wenn hier nicht lückenlos und transparent aufgeklärt würde.
  4. #4

    Nun, dann ist ja doch was dran !

    Transparenz und Offenheit ist nicht Schavans Ding und nun ist sie völlig unglaubwürdig - sie muss zurücktreten, denn ein Vorbild ist sie nun ganz und garnicht mehr. Peinlich, die Deutschen werden im Ausland nun noch mehr um Reputation bangen müssen.
  5. #5

    optional

    Auf der einen Seite die Offenlegung einer Steuererklärung fordern, auf der anderen die Aufklärung bei einer "Plagiatsaffäre", wenn es denn überhaupt eine sein sollte, durch Anwälte verhindern. Sicher war das Vorgehen der Uni nicht richtig, denn es gehört sich wohl, immer zuerst den Betroffenen zu informieren und dann meinetwegen die Presse.

    Politiker müssen sich allerdings sehr wohl fragen lassen, warum sie öffentliche Ämter und damit auch öffentliches Interesse anstreben, um dann möglichst doch im Hinterzimmer herumzuhanswursten und sich sofort mit Händen und Füßen zu wehren, sobald es um das Thema Transparenz geht. Politiker müssten Vorbilder sein, dass sie das nicht sind, ist jedem inzwischen klar, aber dann darf sich auch niemand beschweren, wenn sich keine Sau mehr für Politik interessiert oder nur mehr auf die Menschen, die da komplett versagen, schimpft.
  6. #6

    Kann man das jetzt als Schuldeingeständnis werten? Wenn sie nichts zu befürchten hätte müsste sie ja nicht mit anwaltlicher Hilfe gegen eine Veröffentlichung des Ergebnisses vorgehen.
    Warum manövrieren sich Menschen in solchen Positionen durch solche Aktionen immer selbst ins Abseits? Wenn erst mal die Anwälte eingeschaltet werden hat das immer einen Geschmack von Ausweglosigkeit...
  7. #7

    »Denn, so Piper, Schavan habe über ihre Anwälte mitteilen lassen: Ohne die Zustimmung der Ministerin sollten keine Informationen herausgegeben werden. In dem Schreiben der Anwälte heißt es, "dass zu den bisherigen Ergebnissen, der Untersuchung und derer unmittelbarer Konsequenzen ohne die Zustimmung von Frau Professor Schavan keine Information an dieser Stelle weitergegeben werden dürfen", sagte Piper.«

    Komisch. Wenn die Dame ihren Doktorgrad verliert und ihren Personalausweis, ihren Eintrag im Abgeordnetenhandbuch und bei Munzinger ändern lassen muss und wenn sie nicht mehr als "Frau Doktor" angeredet werden darf, dann erfährt es doch sowieso jeder!
  8. #8

    Wichtig in diesem Zusammenhang zu wissen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Drei Stunden hat der Promotionsausschuss im Plagiatsfall Schavan beraten. Doch was dabei herauskam, soll niemand ohne die Zustimmung der Ministerin erfahren. Das haben ihre Anwälte durchgesetzt, sagt der Uni-Rektor - und entschuldigt sich.

    Plagiatsaffäre von Annette Schavan: Uni Düsseldorf prüft - SPIEGEL ONLINE
    Schavan hat ihr Studium mit der Dissertation abgeschlossen, sie durchlief kein Staatsexamen, hat keinen Magisterabschluß, verfügt über kein Diplom.

    Wird ihr der Doktor-Titel entzogen, verliert sie vermutlich erst recht ihre Honorarprofessur in Berlin und steht ohne Berufsabschluß dar.

    Es geht also um wesentlich mehr, als um den Titel.

    Wird ihr der Doktor-Titel entzogen, ist damit zu rechnen, daß Schavan diese universitäre Entscheidung gerichtlich angreifen wird und das wird sich lange hinziehen.

    Entzieht ihr die Uni den Titel, reicht das aus wissenschaftlicher Sicht aus, das vorsätzliche Täuschen als zutreffend anzunehmen - dann hat sie spätestens politisch den Hut zu nehmen.

    Die von der Betroffenen nun veranlaßte Nebeltechnik paßt zu der Person. Würde sie nicht um weitere Entdeckung bangen, sollte gerade sie als öffentliche Person zulassen, daß die Öffentlichkeit zumindest über die Entscheidungen in Entscheidungsetappen unterrichtet wird - es geht um eine Ministerin, es geht um die Ministerin der Forschung und Wissenschaft.
  9. #9

    Peinlich

    Damit hat sich Frau Schavan nun selbst abgeschossen.
    Statt aufzuklären will sie nun wohl vertuschen, was noch möglich ist, und setzt die Universität unter Druck. Das ist schon dreist, diese Art Einmischung sollte sich die Universität net gefallen lassen. Auch für Frau Schavan gelten die gleichen Massstäbe wie für alle anderen Träger akademischer Grade. Fremdschämen...








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