Er war der Student "mit Sprengsätzen in den Ellenbogen": Sachsens Kultusminister Roland Wöller (CDU) meisterte sein Diplom bei seinem späteren Doktorvater Ulrich Kluge mit Bravour. Den Doktortitel aber trage der Minister zu Unrecht,*sagt Historiker Kluge jetzt in der "Zeit".
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...808510,00.html
Mich macht eher dieser Ton stutzig:
Zitat aus dem Artikel:
..."Für den Doktorvater liegt der Fall ganz anders: Wöller sei ein "Scharlatan", der "den Boden unter den Füßen verloren" habe, sagte Kluge der Wochenzeitung. Er "gräme" sich und habe Wöller, damals erst Abgeordneter im sächsischen Landtag, dann ab September Sachsens Umweltminister, bereits 2007 in einer Mail mitgeteilt: "Ich schäme mich für Sie." Auf diese E-Mail habe Wöller "frech" geantwortet."
Und wer behauptet, jemand sei "frech" geworden, setzt sich selbst auf ein ziemlich hohes Ross.
Sie kennen Ihn wahrscheinlich nicht!
Herr Kluge ist einer der anerkanntesten Historiker Deutschlands. Er ist aufrichtig, anständig und bescheiden.
Kurz: er ist eine Persönlichkeit und kann etwas!
Herr Wöller, nun ja... Herr Wöller ist "ein Scharlatan". Wer in einer DOKTORARBEIT eine Magisterarbeit eines STUDENTEN! zitiert stellt sich ein geistiges Armutszeugnis aus!
Ein Karrierist wie fast alle Politiker der sächsischen CDU. Im wesentlichen besteht das Führungspersonal in Sachsen heute aus Flaschen, Aufschneidern, Wendehälsen (Ministerpräsident) oder sonsitigen geistigen Tieffliegern und Blendern.
Ausnahmen, also wirklich herausragende Persönlichkeiten, findet man auf der Arbeitsebene.
Armes Sachsen!
Hmm,
woher will man eigentlich wissen, wer in diesem Fall von wem abgeschrieben hat? Die Magisterarbeit war unveröffentlich. Vielleicht hat Wöller seinen Kommilitonen ja geholfen, da er sich eben gerade auch mit dem Thema beschäftigt hat. Die Beweislast ist hier schwieriger als im Fall Guttenplag.