Eigentlich hätte Karl-Theodor zu Guttenberg in Sachsen-Anhalt Wahlkampf betreiben sollen - doch nach dem Wirbel um die angeblichen Plagiate in seiner Doktorarbeit bleibt der Minister lieber in Berlin.*Den Termin in Barleben sagte er kurzfristig ab.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...746238,00.html
dass Sie jetzt genauso entschieden dafür eintreten die Dissertationen aller Politiker genau zu prüfen. Oder sollte hier nur einer rausgepickt werden? Die Herren Plagiatsjäger müssen sich jetzt ALLE vornehmen - zumindest in Parlament und Regierung - ohne Ansehen und Parteizugehörigkeit - das erwarte ich jetzt und das verlange ich auch. Und ich hoffe dass dies sehr, sehr viele erwarten und verlangen. Oder sind Sie nicht dieser Meinung?
Aber ja doch!
Gewiß doch!
Gern auch über "alle Politiker" hinaus.
Jede Dissertation muss einer solchen Überprüfung standhalten. Jede. Jederzeit. Von der ersten bis zur letzten Seite.
Das Einzige, was eine regelgerechte Doktorarbeit partiell "entwerten" kann, ist der Fortschritt der Wissenschaft, der einen neuen Erkenntnisstand liefert, der über den in der Arbeit dargelegten hinausgeht.
Selbstverständlich bin ich das.
Fußnote: Meine steht für jedermann einsehbar in mind. 2 öffentlich zugänglichen Bibliotheken in Südniedersachsen. Zur Prüfung bereit. Wenn Sie mal in die Gegend kommen, ...
Es geht hier um akademische Hygiene. Um nichts anderes. Die Verdächtigungen aus gewissen Kreisen, dass es eine "linke Verschwörung" ist, sind .... "abstrus".
Spruch des Tages: 'Dokterst du schon, oder kopierst du noch?'
gerade kam in den Radionachrichten das eine öffentliche Entschuldigung alles erledigen könnte und Murksel ihm den Rücken stärkt.
Schon komisch bei anderen wurde der Titel entzogen, plus die juristischen Folgen. Aber vielleicht bekommen die 'Oberen' bald wieder 3 Wählerstimmen und der Pöbel nur 1 - wie früher auch.
egal wie es ausgeht, nun ist auch der Doktor nichts mehr wert. Wie Grundgesetz, usw.
Wieso NUR die der Politiker? Wenn ich ihre Forderung logisch verfolge, dann müssen ALLE überprüft werden. Bescheixx eine Gruppe dürfte die andere es ebenso machen.
Und da liegt die große Gefahr - am Ende muss alles dreifach überprüft sein und auch dann wird es noch angezweifelt. Am Ende braucht man für jeden Vorgang einen Kontrolleur und einen Oberkontrolleur für diesen Kontrolleur und für den Ober noch einen DoppelOber - alle kassieren Kohle doch niemand produziert etwas.
Die Glaubwürdigkeit ist endgültig verspielt worden. Und auf Glaubwürdigkeit ist hier alles aufgebaut. Nun haben wir bald den Bürokratenstaat der nur noch Geld verbrennt und jede normale Entwicklung verhindert, weil 'Änderung ist gefährlich'.
Hatte vor Jahren einer seinen Doktor, dann wusste man, der hat etwas geleistet. Heute ist es eher so dass sich der Doktor etwas geleistet hat.
War doch klar, was im Kanzlerinnenamt passieren würde: Statt im wortlos die Kündigungsurkunde zu überreichen (oder noch besser gleich vom Pförtner aushändigen zu lassen: "FRau Merkel hat jetzt keine Zeit für Sie"), hat sie in reingebeten, es gab Häppchen, er hat sich angekuschelt und sich ausgeheult ("Alle sind soooo gemein zu mir! Wäääähhh!), und sie hat liebevoll durchs Haar ge...glitscht.
"Eine Akademikerkarriere: Dissertation, Habilitation, Rehabilitation."
Alexander Eilers, Aphoristiker
Unser von-und-zu-hand-dampf-in-allen-gassen überspringt bloß - echt Streber - die 2. Stufe.
Ja, nicht?
Leider leben wir in der Wirklichkeit.
Gerade hat sich Seine Herrlichkeit auf Phoenix entleert.
Vorher hatte man alle Journalisten in Berlin fadenscheinig in die Bundespressekonferenz gelockt, wo ein belämmerter Seibert als Platzhalter saß.
Seine Baronlichkeit hat zeitgleich in seinem Ministerium in die Kamera souveränisiert. Journalisten waren keine dabei!
Ablenken und falsche Fährten legen kann er.
Ach ja: und er will "aktiv" der Universität helfen, die Sache ....
vermutlich will er die Ecke des Teppichs hochhalten, während die Herrn Professoren die Besen bedienen.
Weggetreten!
daran fehlts, nämlich zu differenzieren.
Die Medien und ein Teil der Politikerkaste nutzt jedoch das aggressive Krawallpotential in der Bevölkerung, um jenen besonders "Aktiven" gerade auch in Foren eine Arena für das Abladen ihres Unwohlseins, ihrer Lebensunzufriedenheit, ihrer neidvollen Missgunst und ihres unterentwickelten Anspruchs an die eigene Intelligenz zu bieten.
Jegliche Sachlichkeit und Divergenz verschindet hinter dem Rabulismus-Bedürfnis, wie entsprechende Verbalinjurien verdeutlichen.
Sollten sich die Plagiatsvorwürfe in der Form bestätigen, wäre es wohl am sinnvollsten, mit entsprechender Begründung den Dr. einfach zurückgeben.
Seine Ministerarbeit, die er h.E. wesentlich besser wahrnimmt als viele seiner Vorgänger auf diesem Schleudersitz "Verteidigungsminsiterium", darf davon keine Berührung erfahren, zumal ihm seine Vorgänger einen "verschlampten" Laden hinterließen.
Berlin kann es sich auch h.E. einfach nicht "leisten", noch einen Minister (und zwar einen, der gute Arbeit macht), zu verlieren, zumal aus solchem für das Ministeramt eher nachrangig wichtigem "Grund". Da gab's doch in der Vergangenheit ganz andere Anlässe, ohne dass denen ein Rücktritt od. eine Abberufung gefolgt wären.
Den "Daumen-runter"-Protagonisten aus der "Nero-SpOnitischen "Brot- und Spiele"-Arena wird schon bald wieder eine neue Spielwiese geboten werden.