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Pläne für Polit-Boykott: Ukraine droht EM-Fiasko

REUTERSFreiheit für Julija Timoschenko, fordert die Bundesregierung. Sonst wollen Kanzlerin Merkel und ihre Minister der Fußball-EM in der Ukraine fernbleiben. Die Partei von Präsident Janukowitsch reagiert wütend. Doch mancher deutsche Politiker verlangt sogar mehr als einen Polit-Boykott.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830459,00.html
  1. #50

    Zitat von prospektor Beitrag anzeigen
    Wenn die Ukrainer mehr zahlen als wir Deutsche, und man mal die unterschiedliche Wirtschaftslage berücksichtigt, dann ist das doch schon merk-würdig. Wie es bei Reuters so schön heißt: Der Deal sorgte für hochgezogene Augenbrauen. Und dabei blieb's dann nicht.
    Auch wenn das so stimmen würde, dass die Ukraine Gas teurer bezog als Deutschland, was ich füglich bezweifle, wäre es immer noch keine Korruption, sondern allenfalls unfähiges Regierungshandeln gewesen. Dafür kann man nur nach stalinistischen Gesetzen verknastet werden. In Demokratien spricht in solchen Fällen der Wähler ein Machtwort oder auch nicht.

    Der eigentliche Skandal war die anschließende Bereicherung des Oligarchen Firtasch durch Janukowitsch in Milliardenhöhe zu Lasten des ukrainischen Staatshaushaltes - kaum dass er an der Macht war.
  2. #51

    No you can't

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    Wenn einem ein Vertrag nicht passt, dann kann die Nachfolgeregierung ihn kündigen

    Zitat von altmannn Beitrag anzeigen
    Kann man?
    Nein, kann man in diesem Falle nicht:
    "Attempts by Yanukovich's cabinet to renegotiate the 2009 deal have so far been unsuccessful and Moscow warned Kiev on Tuesday against trying to use Tymoshenko's trial as leverage.

    "The gas agreements in question were drawn up in strict compliance with the laws of Russia and Ukraine and the applicable norms of international law," the Russian Foreign Ministry said in a statement."(reuters)

    Also selbst trotz einer Verurteilung deswegen gilt der Vertrag. So zumindest der russische Standpunkt.
  3. #52

    1936?!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Freiheit für Julija Timoschenko, fordert die Bundesregierung. Sonst wollen Kanzlerin Merkel und ihre Minister der Fußball-EM in der Ukraine fernbleiben. Die Partei von Präsident Janukowitsch reagiert wütend. Doch mancher deutsche Politiker verlangt sogar mehr als einen Polit-Boykott.

    Pläne für Polit-Boykott: Ukraine droht EM-Fiasko - SPIEGEL ONLINE
    Im Jahr 2012 sollten meiner Meinung nach in faktischen Diktaturen in Europa keine internationalen Sportveranstaltungen mehr stattfinden. Das gilt für die Ukraine und z.B. auch für Ungarn. Egal wie viel Schmiergeld dafür an Herrn Blatter ging.

    Es wäre doch mal wirklich ein Zeichen von Konsequenz und Größe, wenn sich die nationalen Fußballverbände wie z.B. der DFB und der KNVB einigen würden, ihr Vorrundenspiel in einem anderen Land aus zutragen.
    Das lokale Publikum? - Tja, wie man sich (als Volk) bettet, so liegt man. Im Zweifel dann auch ohne Fußball.

    Der Janukowitsch wurde ja irgendwie gewählt - ebenso wie Herr Orbán in Ungarn - und, ach übrigens, auch Hitler und seine NSDAP sind durch Wahlen an die Macht gekommen. Demokratie treibt manchmal seltsame Blüten - aber nicht jede Blüte muss einem gefallen.
  4. #53

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Freiheit für Julija Timoschenko, fordert die Bundesregierung. Sonst wollen Kanzlerin Merkel und ihre Minister der Fußball-EM in der Ukraine fernbleiben. Die Partei von Präsident Janukowitsch reagiert wütend. Doch mancher deutsche Politiker verlangt sogar mehr als einen Polit-Boykott.

    Pläne für Polit-Boykott: Ukraine droht EM-Fiasko - SPIEGEL ONLINE
    1) Es wäre ja nicht das Schlechteste, wenn unsree PolitikerInnen nicht auf unsere Kosten zur EM fahren (ganz egal wo die sind).
    2) Wir als Bundesrepublik würden natürlich jeden Strafgefangenen, der einfache Rückenprobleme hat, und sich von deutschen Ärzten nicht untersucht werden will ins Ausland zur Krankenbehandlung (und in die Freiheit) entlassen
    3) In der Ukraine herscht vermutlich keine Demokratie nach unseren Vorstellungen. Weder heute noch zu Frau Timoschenkos Zeiten. Warum mischen wir uns dort ein?
  5. #54

    Nicht alles

    Zitat von adal_ Beitrag anzeigen
    Auch wenn das so stimmen würde, dass die Ukraine Gas teurer bezog als Deutschland, was ich füglich bezweifle, wäre es immer noch keine Korruption, sondern allenfalls unfähiges Regierungshandeln gewesen. Dafür kann man nur nach stalinistischen Gesetzen verknastet werden. In Demokratien spricht in solchen Fällen der Wähler ein Machtwort oder auch nicht.

    Der eigentliche Skandal war die anschließende Bereicherung des Oligarchen Firtasch durch Janukowitsch in milliardenhöhe, kaum dass er an der Macht war.
    Die Geschichte geht ja auch noch weiter, daß Frau Timoschenko durch einige ihrer Firmen mit 400 Millionen Dollar beim russischen Verteidigungsministerium in der Kreide stand und laut Untersuchungskommission so unter Druck gesetzt wurde und den Vertrag derart abschloß. Vorteilsgewährung fällt unter den Korruptionsbegriff. Das ganze Verfahren war durchaus weniger willkürlich als man glauben möchte.

    Daß "die andere Seite" eventuell genauso schlimm ist, kann ich nicht ausschließen. Aber die können (sofort oder später) mit denselben Gesetzen bestraft werden.

    Daß sie allerdings der World Bank, US diplomats und Russia's Foreign Ministry nicht trauen und immer noch an den Gaspreisen zweifeln, ehrt Sie. Glaube ich.
  6. #55

    Verlogene Bande-

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Freiheit für Julija Timoschenko, fordert die Bundesregierung. Sonst wollen Kanzlerin Merkel und ihre Minister der Fußball-EM in der Ukraine fernbleiben. Die Partei von Präsident Janukowitsch reagiert wütend. Doch mancher deutsche Politiker verlangt sogar mehr als einen Polit-Boykott.

    Pläne für Polit-Boykott: Ukraine droht EM-Fiasko - SPIEGEL ONLINE

    unsere Politikclowns waren doch alle bis eben noch auf Tauchstation, nämlich, als man in Bahrain lustigem Kreisfahren kein Sterbenswörtchen entgegensetzte.
    Die Chalifa Sippe foltert und verursacht Tote - dennoch gab es keine Einwände (auch nicht von dem vorlauten Herrn Aussenminister ) gegen das Spektakel.
    Julia hat's am Rücken und jetzt schreien sie laut auf.

    Die Orange - Revolution - bestens von US CIA vorbereitet - war ein Misserfolg. Julia war eine teure Fehlbesetzung - was zum Teufel mischen sich unsere Vorturner da ein?

    Wer zu den Vorgängen in Bahrain geschwiegen hat und schweigt, hat
    keine Berechtigung jetzt die große Schau abzuziehen.

    Menschenrechte sind unteilbar und gelten überall. Sie gelten auch in Bahrain.
  7. #56

    Zitat von prospektor Beitrag anzeigen
    Nein, kann man in diesem Falle nicht
    Doch, kann man. Janukowitsch hat ja nachverhandelt und einen günstigeren Preis ausgehandelt.

    Die Differenz ist der Schaden, den man Timoschenko ans Bein bindet. Die 137 Millionen, die sie aus eigenem Vermögen zahlen soll.

    Wie schon gesagt: Selbst wenn das so stimmt, ist es keine Korruption.
    Janukowitsch hat im übrigen unter neuen Voraussetzumngen mit Russland verhandelt, nämlich unter der Voraussetzung, der Zollunion unter russischer Vorherrschaft beizutreten. Das ließen sich die Russen natürlich was kosten.
  8. #57

    Zitat von prospektor Beitrag anzeigen
    Ist natürlich klar, die ukrainische Regierung hat denen die Bandscheiben vorsätzlich zertrümmert, oder wie? Die anderen werden halt "nur" von ukrainischen Ärzten behandelt, wogegen sich Frau Timoschenko verwehrt - für sie kommt nur die Charité in Frage. Guter Geschmack ist eben teuer.
    Timoschenko ist etwas mehr als eine ukrainische Bürgerin.
    Sie ist eine der wenigen Politiker, die ein Gegengewicht zu Janukowitsch und seiner Bande bilden kann.
    Wie viele wissen überigens, dass der Janukowitsch vorbestrafter Straftäter ist (wegen Vergewaltigung, noch zur Sowjetzeit)?.

    Wenn man sie jetzt im Stich lässt, gibt es überhaupt keine Hoffnung mehr, dass Janukowitsch irgendwann mal geht. Dann hat man noch einen dritten kriminellen Diktator for life in Osteuropa.
  9. #58

    Die EU ist ja auch nicht demokratischer als die Ukraine, also würde ich vorschlagen, die Europäer bessern zuerst mal da nach. Sowieso kann ich auf den Anblick von Politikern verzichten, die sich aus PR Gründen im Glanz ihrer Nationalmannschaften sonnen wollen. Von scheinheiligen Politikern notabene, die über diktatorische Regimes kein Wort verlieren, solange sie gute Geschäfte mit ihnen machen können.
  10. #59

    Auch wenn es öfflichkeitswirksam ist, halte ich nicht viel davon, sportliche Großereignisse zur Durchsetzung politischer Interessen zu gebrauchen und diese insbesondere mit Forderungen zu versehen, die eine Einmischung in die Rechtsauslegung anderer Staaten bedeuten.
    Inwieweit diese Auslegung tatsächlich gerecht ist, sei hier einmal dahingestellt.








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