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Pläne für mehr Kooperation: Der Traum vom neuen Europa

REUTERSSpaniens marode Banken, Italiens lahmende Konjunktur, Griechenlands Rekordschulden: Die Krise zwingt die EU, sich Gedanken über eine stärkere Kooperation zu machen. In Brüssel werden intern erste Schritte hin zu einem europäischen Bundesstaat entworfen - aber wollen das die Bürger überhaupt?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838173,00.html
  1. #480

    Träume

    Eigentlich glaube ich schon lange nicht mehr an ein Europa, und schon gar nicht an dieses Europa.
    Mittlerweile ist mir sogar Deutschland egal - nicht das Land, aber die Leute.
    Ich träume davon mir meine einbezahlten Beiträge für Rente und Sozialversicherung ausbezahlen zu lassen (ich weiß, dass schon alles verbraten ist) und diesem Land und dem Kontinent den Rücken zu kehren.
    Ich bin es satt in einem Land zu leben, das ich nicht mehr verstehe und das mir von Tag zu Tag fremder wird - nicht nur durch das Aussehen meiner "Mitbürger".
    Ein vereintes Europa kann nur in einem Albtraum enden!

    Leider nur ein Traum ...
  2. #481

    Reichtum!

    Zitat von agua Beitrag anzeigen
    Wer Ihren Beitrag liest,erhaelt den Eindruck,als wenn jeder 'Reiche' zu Reichtum gekommen waere durch gute Planung und schweisstreibende Arbeit.Vielleicht ist der 'Reiche'der bessere Stratege,vielleicht hatte der Reiche aber auch einfach mehr Glueck.Einmal existierenden Reichtum zu vermehren,ist dann nicht mehr so schwierig,weil :'Der Teufel schei... immer auf den groessten Haufen'
    Reichtum erwirbt man entweder durch Erbschaft oder "Lug und Betrug". Kam doch erst vorgestern eine diebezügliche Sendung auf ZDF zum Reichtum der ukranischen Oligarchen. Wie von denen die erste Million erworben wurde, steht dabei vollständig in den Sternen, ganz offensichtlich jedoch nicht auf legale Weise. Und wenn jetzt jemand ernsthaft behauptet, dass dies in Deutschland anders wäre...dann(grr)!
  3. #482

    Also geht es doch nur um

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Nein. Ziemlich sicher nicht. Ich habe einen ausgesprochen krisensicheren Job und meine Schaefchen auch sonst im Trockenen.
    Also geht es doch nur um eigene, kleine, pisselige Egoismen.
    Jeder ist sich selbst der Nächste.
    Wenn jeder an sich denkt, ist auch an alle gedacht.

    Aber nach Solidarität schreien, wenn's doch mal bergab geht, im eigenen kleinen Paradis...
    Ok der letzte Satz betrifft Sie vielleicht nicht. Sie würden sicher eher mannhaft untergehen; in einem herbeigesehnten Bürgerkrieg...
  4. #483

    Dies ist wirklich ein Beweis

    dass Jeder in etwas Geschriebenes interpretiert,was er interpretieren moechte.Ich stellte meiner Meinung nach eine Tatsache in den 'Raum' und zwar wertfrei.Sie unterstellen mir Neid. Jegliche Ideen,die sie auffuehren,waeren mir nicht in den Sinn gekommen.Ich waere lediglich fuer eine angemessene Steuerabgabe und fuer einige Einschraenkungen von Verguenstigungen,denn wer reich ist,braucht nicht auch noch beguenstigt zu werden.Darueber wurde sich ja auch im Forum ausgiebig in Bezug auf Griechenland ereifert.
  5. #484

    Eben,

    Zitat von C_K99 Beitrag anzeigen
    So wie Ihnen geht es vielen. [..]Das das Wirtschaftssystem krank ist und krank macht - heisst für mich noch lange nicht, den Traum eines Europas aufzugeben. Die Wirtschaftsstrukturen kann man ändern. Ich denke mit Europa sogar leichter als im nationalstaatlichen Kleinklein.
    es ist nämlich gar nicht "Europa", es sind die Sachzwänge unseres weltweiten Finanzsystems, welche diese Irrungen und Wirrungen ständig neu gebähren.

    Man sollte also, bevor man einzelnen Personen oder Volksgruppen den schwarzen Peter zuschiebt, lieber überlegen, wie man aus diesen bescheuerten Kausalitäten dieses Systems herauskommt.

    Sonst wird es, unabdingbar, früher oder später dazu kommen nicht mehr bei "H&M" heiße Klamotten, sondern bspw. bei "H&K" harte Ware einkaufen zu müssen, um sich hernach zu fragen :

    "Wie konnte das passieren ?"
  6. #485

    Zitat von B.Lebowski Beitrag anzeigen
    Wir haben jetzt schon weniger Demokratie, dank der EU.

    Ich konnte bei keinem der schwachsinnigen Beschlüsse der Eurokraten meine Zustimmung oder Ablehnung erteilen. Ich konnte bei keinem europaweiten Finanztransfer mitbestimmen. Ich konnte nicht über die tolle Energiesparlampe mitbestimmen, obwohl ich Dank des Quecksilbers in selbigen akut gefährdet bin. Wir müssen Vertragsbruch begehen, damit die Vorratsdatenspeicherung nicht eingeführt wird, mit der Folge, dass unser Staat von der EU verklagt wird.

    Was ist daran ein "Mehr" an Demokratie?
    Ach ja wir haben dank der EU weniger Demokratie? Vielleicht beschäftigen Sie sich mal mit der Organisation EU und wer dort wieviel zu sagen hat! Nicht die EU hat die Demokratie verringert sondern die Regierungen der Nationalstaaten, denn das EU- Parlament hat kaum etwas zu sagen im Gegensatz zzu den Kommissionen, die von den Nationalregierungen deer Mitgliedsstaaten berufen werden. Also meine Energiesparlampe habe ich nun seit fast 20 Jahren.
  7. #486

    Zitat von moev Beitrag anzeigen
    Da eine Riesenameise gemäß square-cube law durch das gewicht des eigenen Panzers erdrückt werden würde, schlussfolgern Sie also das es auch keine kleinen Ameisen geben kann?

    Einfacher gesagt: Man kann nicht alle Gebilde x-beliebig groß machen.

    Weil es in Deutschland noch relativ gut klappt wird es deshalb nicht automatisch ganz-europäisch klappen.

    Am Beispiel Deutschland sieht man ja schon die Grenzen, immerhin sind die Schweizer und Österreicher keine Bundesstaaten sondern seit Jahrhunderten unabhängig.
    Was bewegt Sie zu der Annahme das es in D funktionieren würde? Und was zur Annahme das es in Europa nicht funktionieren würde?
  8. #487

    Zitat von agua Beitrag anzeigen
    Wer Ihren Beitrag liest,erhaelt den Eindruck,als wenn jeder 'Reiche' zu Reichtum gekommen waere durch gute Planung und schweisstreibende Arbeit.Vielleicht ist der 'Reiche'der bessere Stratege,vielleicht hatte der Reiche aber auch einfach mehr Glueck.Einmal existierenden Reichtum zu vermehren,ist dann nicht mehr so schwierig,weil :'Der Teufel schei... immer auf den groessten Haufen'
    Jeder?
    Das wird wohl nicht so sein.
    "Schweisstreibende Arbeit"? Wenn Sie durch schweisstreibende Arbeit reich werden wollen, ist das wohl nur auf der Konzertbühne mit körperlichen, ekstatischen Zuckungen und vielen Fans möglich sein.

    Glück gehört immer dazu.

    Nur ist ihnen schon mal aufgegangen, dass die meisten Wetten sich in recht sichere Geschäfte änderen, wenn sie das Bildungsgesetz der Wahrscheinlichkeit in der entsprechenden Wette verstanden haben?

    Sonst wären Casinos nicht immer die Gewinner.

    Genau so ist es, wenn Sie in 46% der Fälle Geld verlieren und in 54% gewinnen. Das ist immer noch besser als in 100% der Fälle nichts zu gewinnen.

    Man muss nur die Finger von politischen und manipulierten Märkten lassen.
  9. #488

    Man muss ja

    Zitat von RogerRabit1962 Beitrag anzeigen
    Wenn er Italiener wirklich kennen würde, dann hätte er das nicht geschrieben.
    Wenn er Geschäfte mit Italienern gemacht hätte, dann wäre sein Erfahrungshorizont ein anderer.

    Alleinig, dass er von "den Italienern" spricht, zeigt das Unverständnis. Mailänder sprechen nicht mal von "den Italienern".
    einen Anfang machen. Und wie Mailänder über Sizilianer sprechen, kann man unmöglich in diesem Forum unterbringen, weil der Zensor das nicht durchlässt.

    Übrigens auch eine gute Frage, was mit den Staaten Belgien und Italien eigentlich so mittelfristig passieren wird...

    Der Punkt ist nach meiner Meinung, dass viele hier gar nicht kapieren, wie gefährlich die Lage ist. Die EURO Propagandisten haben die Karre richtig an die Wand gefahren, eine gute Lösung gibt es nicht. Man kann wirklich nur Schadensbegrenzung betreiben und das ausgerechnet durch den Zentralstaat zu versuchen, zeigt erst recht, wie weit sich die "Europäer" von der Realität entfernt haben.

    Es sei denn, es gäbe da was, was wir alle nicht wissen und das wäre die Entschlossenheit, den Zentralstaat auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen.
  10. #489

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Ja, es geht doch nichts über eine gepflegte Neiddebatte. Da die "Reichen", hier die "Armen" Schlucker...
    Vielleicht machendie, die Reich sind und es schaffen, es zu bleiben, irgendwas richtig.
    Das es nicht jedem gegeben ist, reich zu sein, sieht man an vielen Beispielen von Lotto-Millionären, die ihr Vermögen in kurzer auf den Kopf hauen und verpulvern und oft genug hinterher schlechter dastehen als vor dem Gewinn.
    Aber ich weiß schon Sie wollen bestimmt eine "Reichendeckelung". Mehr als ein Gesamtvermögen (Geld, Schmuck, Wertpapiere, Immobilien, Produktionsmittel, etc.) mit Wert "X" darf eine eine einzelne Person nicht haben...
    Neid, Neid, Neid, Neid, Neid. Das macht das Leben und die eigene Weltanschauung so schön einfach.
    Es geht gar nicht um eine Neiddebatte, sondern um das Grundproblem einer Wirtschaftsform, die auf Fiatgeld basiert.

    Vermögen kann darin nur existieren, wenn es durch Schulden anderswo gedeckt ist.

    Es geht also gar nicht darum Vermögen zu verteufeln, sondern einfach nur darum, Schulden nicht zu verteufeln. Denn wer Vermögen gutheißt, muss eben auch mit Schulden leben. Wer das nicht versteht, ist zu seinem Vermögen wahrscheinlich wirklich nur durch nen dummen Zufall gekommen, denn er hat keine Ahnung von der aktuellen Finanzwitschaft.

    Was jetzt viele Foristen hier fordern kommt der Selbstgeißelung gleich.
    In dem Moment, wo sie erwarten, dass Länder ihre Schulden abbauen, ist es es nichts anderes als der Verzicht auf Vermögen in der anderen Waagschale.

    Wie soll das bitte gehen. Jetzt soll die Pflegeversicherung auch teilprivatisiert werden. Eine neue Vermögensbildung als Geschenk an die Versicherungswirtschaft. Vermögensbildung geht aber immer mit Schuldenmachen an anderer Stelle einher. Schön nicht wahr. Wenn keiner mehr Schulden machen darf, wie soll dann die eine private Vermögensbildung zur Pflegeversicherung möglich sein. Die private Rentenversicherung lassen wir dabei am besten noch unerwähnt, die heizt das Vermögens-Schulden-Konstrukt erst recht an.


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