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Pläne für Ikea-Stadtteile: Endlich kommt die DDR in bunt!

Alle sitzen auf dem gleichen Sofa-Modell, weil Fremdwaren in den farbenfrohen Wohnklötzen ja verboten sind: So könnte es zugehen in den Stadtteilen, die der Möbelgigant Ikea mit seiner Immobilienfirma errichten will. Und Menschen mit schlechten Zähnen gibt es dort auch nicht mehr.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...851966,00.html
  1. #1

    Ganz wunderbar

    Leben in Sperrmüll. Das ist, was bleibt, wenn das Bewusstsein für Qualität verloren gegangen ist. Und das betrifft ja nicht nur Möbel, sondern auch Filme, Musik, Einstellungen und Ansichten, Sex sowieso und selbstverständlich die Freunde und Partner, mit welchen man sich zumüllt.

    Ganz wunderbar.
  2. #2

    Richtig gut ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle sitzen auf dem gleichen Sofa-Modell, weil Fremdwaren in den farbenfrohen Wohnklötzen ja verboten sind: So könnte es zugehen in den Stadtteilen, die der Möbelgigant Ikea mit seiner Immobilienfirma errichten will. Und Menschen mit schlechten Zähnen gibt es dort auch nicht mehr.

    Ikea plant Stadtviertel - SPIEGEL ONLINE

    ... beschrieben, die IKEA-Möglichkeiten.
    Da ich, als richtiger Deutscher zwar, lange Zeit und jetzt wieder auf dem Gebiet der DDR (ex?) lebe, kann ich mit Fug und Recht behaupten: so bunt wie die schwedische Möbelbude war die DDR nie und jetzt gleich gar nicht, wenn man mal die Bieretiketten außen vor lässt.

    Den Zwangsrundgang ohne zwischenzeitliche Fluchtmöglichkeit habe ich mir nur ein Mal in München (wo, ist sowieso egal) angetan.
  3. #3

    Klassentrennung in Hamburg

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle sitzen auf dem gleichen Sofa-Modell, weil Fremdwaren in den farbenfrohen Wohnklötzen ja verboten sind: So könnte es zugehen in den Stadtteilen, die der Möbelgigant Ikea mit seiner Immobilienfirma errichten will. Und Menschen mit schlechten Zähnen gibt es dort auch nicht mehr.

    Ikea plant Stadtviertel - SPIEGEL ONLINE
    Nach Movie Land,Disneywelt,Europa Park eben jetzt Ikea Park !

    Der Ikea Park bringt euch nach oben...
    Eigentlich müsste durch diesen weltweiten Touristensturm Hamburg fast keine Arbeitslosen und arme Einwohner mehr haben,da Sie jetzt Eintritt ala Kurtaxe von jeden Touristen nehmen könnten.Wie dass auch Griechenland tunen könnte?!

    Komisch wäres ,wenn alle Parks zu einen gemeinsamen Park zusammengefasst werden,vermutlich heißt der dann Berlin?

    Die Dauerwerbe Sendung ala steuerfinanzierten Bundestagtheater haben wir leider schon.Ehrenamtlichkeit ,ja dass sollen schön die Bürger machen,aber doch nicht Berufspolitiker!

    900 Euro brutto per Bürgerarbeit in Hamburg - Und WER bezahlt eigentlich IHRE Rente ?

    Neben der Altersarmut wegen Dumping Job und Zeitarbeit (auch bei IKEA),
    kein Geld für neue Zähne oder neue Einrichtungen,da der Regelsatz gerade so für Essen,Trinken,paar Schuhe und monatlichen Mobilität,Energiekosten reicht.

    Aber trotz des Elends dass IKEA Beispiel ,ist ein mustergültiges Beispiel wie man die maroden und total überflüssigen Stadt und Mini Staaten wie Bremen,Saarland und dieses Hamburg,wieder per Wirtschaftsleistung auf die Beine bringen könnte.
    Nach den die Bürokratie per Länderfusion halbiert wurde.

    In freien Wildbahn lassen sich in vers. Großstädten auch die merkwürdigsten Formen von Bewohner besichtigen,besonders in den USA gab es ganze Zeltstädte der ehem.Mittelschicht.

    Vermutlich ist es bald die gleiche Mittelschicht,da Jahres-Arbeitsverträge,freiberufliche wie selbstständige Tätigkeiten von heute auf morgen zusammenbrechen können,wie mit Partnerschaften im Privatleben.
  4. #4

    Tja...

    ... der Artikel war wohl schon geschrieben, als herauskam, dass es IKEA-City in Hamburg niemals geben wird. Also kurz am Anfang halbherzig drauf hinweisen, dass die angeblichen Pläne nur schlecht ausgedacht sind - und dann trotzdem raus damit, is' ja eh alles egal. Wenn IKEA-Bashing spätestens seit 'Fight Club' (1999) nur nicht so unsagbar Gähn wäre...
  5. #5

    Gähn - langweilig?

    Zitat von lomexx Beitrag anzeigen
    ... der Artikel war wohl schon geschrieben, als herauskam, dass es IKEA-City in Hamburg niemals geben wird. Also kurz am Anfang halbherzig drauf hinweisen, dass die angeblichen Pläne nur schlecht ausgedacht sind - und dann trotzdem raus damit, is' ja eh alles egal. Wenn IKEA-Bashing spätestens seit 'Fight Club' (1999) nur nicht so unsagbar Gähn wäre...

    Schon alle Regale aufgebaut?
    Ob es in Hamburg IKEA-City jemals oder niemals geben wird ist unerheblich.
    Vielleicht sensibilisiert dieser Artikel IKEA und andere mögliche Standorte, auch besser ausgedachte solche Pläne gleich zu den Regalen zu stellen.
    "Es is` eh nich alles egal".
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle sitzen auf dem gleichen Sofa-Modell, weil Fremdwaren in den farbenfrohen Wohnklötzen ja verboten sind: So könnte es zugehen in den Stadtteilen, die der Möbelgigant Ikea mit seiner Immobilienfirma errichten will. Und Menschen mit schlechten Zähnen gibt es dort auch nicht mehr.

    Ikea plant Stadtviertel - SPIEGEL ONLINE
    Mein irrelevanter Protest gegen eine irrelevante Kolumne (war diese IKEA-City-Geschichte in Hamburg nicht schon dementiert?): In der DDR hatten wir Diversität durch Haltbarkeit. So eine Couchgarnitur war, wenn nicht gar eine Lebensanschaffung, so doch etwas, das man nicht alle paar Jahre ausgetauscht hat, und so kam, quer durch die sozialistischen Wohnzimmer, schon einiges zusammen: Junge Leute, die noch das ganze alte Zeug vom Dachboden der Großeltern in die erste eigene Bude gestellt haben, stolze Neuanschaffer mit dem letzten Schrei aus der (ja, sowas gabs!) Fernsehwerbung und dazwischen allerlei Modelle aller Altersstufen dazwischen. Dazu natürlich noch die ganze Bandbreite möglicher Schondecken und -bezüge, die höchstens zweimal im Jahr zu den richtig großen Festen entfernt wurden und im Stadium zunehmenden Verschleißes irgendwann zum festen Bestandteil eines Möbels wurden.

    IKEA kann da leider nicht so ganz mithalten. Das liegt natürlich nicht ausschließlich an der Minderwertigkeit der Möbel, ein Stück weit verhält man sich Sachen gegenüber, die eh nur auf Zeit gekauft sind, weniger vorsichtig. Aber ein gutes stückweit gab es auf unserer Seite des eisernen Vorhangs eben doch Möbel von Qualität. Und wer kennt heutzutage schon noch Leute, die ein liebgewordenes Sitzmöbel zum Polsterer schleppen würden, um das Arrangement der guten Stube nicht zu sprengen?
  7. #7

    Klasse gegriffen!

    So ist es wohl und es ist abzusehen, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir erleben dürfen, was für uns geplant wurde. Alles andere ist ja auch schon Wirklichkeit geworden. Wie schön!
  8. #8

    IKEA das passt schon

    In der Schweiz baut seit Jahren FRANKE Altersiedlungen, Bauknecht hippe Lofts und jeder Innenarchitekt drückt auf seiner Projekt-Villa seinen Stempel auf, Bauhaus-Architektur mit Bauhausmöbel, in jeder Hotel und Resort Kette läuft es so ab mit Architektur und Inneneinrichtung..........

    IKEA Homes passen da vorzüglich zwischen Armani Hotels und Ralp Lauren Ressorts.......


    Den Trend-Häuser mit B&O Anlage, Corbusier-Liege, USM Möbel, Armani Farbtöne an der Wand und Audi in der Garage sieht man auch bei fast jedem ab der Stange kaufenden Premiumhaushalt.
  9. #9

    Jeder wie er will und kann

    Zitat von cythere Beitrag anzeigen
    Leben in Sperrmüll. Das ist, was bleibt, wenn das Bewusstsein für Qualität verloren gegangen ist. Und das betrifft ja nicht nur Möbel, sondern auch Filme, Musik, Einstellungen und Ansichten, Sex sowieso und selbstverständlich die Freunde und Partner, mit welchen man sich zumüllt.

    Ganz wunderbar.
    Wenn Gutverdiener ihr Geld nicht in zwielichtige Steuersparmodelle stecken würden, könnte der Staat den sozialen Wohnungsbau fördern.

    Was bringt das überkandidelte Gewäsch der Autorin, wenn der Rentner heutzutage die Hälfte seiner Einkünfte für Miete ausgeben muss.
    Wer seinen bioenergetisch ernährten Hintern unbedingt auf eine Rolf Benz Couch setzen muss, soll dies tun.
    99% der Bürger haben weder das Geld noch den Wunsch, sich überteuerten Marken- und Desing-Sperrmüll in die Wohnung zu stellen.

    Die 1% der Bevölkerung, die sich anmaßen bestimmen zu können, was Qualität sei, mögen weiterhin willenlos den Marketing-Kampagnen der Ins and Outs folgen und ihren Prosecco-Hugo reinschütten, bis ihnen ihre Design-Herren einen neuen Schrott als "Super-Toll" verkaufen.


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