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Pläne der EU-Kommission: Industrie bangt um "Made in Germany"-Siegel

Die EU will die Vergabe des Labels "Made in Germany" erschweren - und bringt*damit deutsche*Unternehmen gegen sich auf: Der Industrie- und Handelsverband DIHK warnt vor den Folgen für die Wirtschaft. Auch Verbrauchern drohe der Verlust einer Orientierungshilfe.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...809251,00.html
  1. #200

    Bin auch für größere "Etiketten"

    Zitat von flieder2 Beitrag anzeigen
    Dann gewoehnen wir uns eben an das neue Label:
    Designed/Kreated/ oder Developed in Germany.
    Designed in Italy
    Developed in Germany
    Produced in Korea

    ...so ein Kfz könnte mir gefallen!
  2. #201

    Einfallspinsel

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Deutschland erwirtschaftet hohe Exportüberschüsse. Für unsere Exporterlöse sollten wir es uns schon leisten, im Gegenzug auch im Ausland hergestellte Produkte zu beziehen, für die im Ausland gearbeitet wurde, sonst macht Export keinen Sinn.

    Wer unter vietnamesischen Produktionsbedingungen hergestellte T-Shirts nicht kauft, weil sie nicht deutschen Produktionsbedingungen entsprechen, der schadet nicht nur der vietnamesischen Wirtschaft, sondern senkt auch den eigenen Wohlstand, schießt sich selbst ins Knie.
    Exportiert wurde früher um notwendige Rohstoffe importieren zu können. Die vietnamesische Wirtschaft braucht den schrumpfenden deutschen Markt gar nicht. Diese benötigt deutsche Investitionsgüter. Diese damit produzierden T-shirts werden in andere Rohstoffexportierende Länder exportiert. Deutschland exportiert zudem immer mehr Kenntnisse, international know-how genannt.
  3. #202

    Einheitsbrei oder wie wir Globalisierungsjünger wurden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die EU will die Vergabe des Labels "Made in Germany" erschweren - und bringt*damit deutsche*Unternehmen gegen sich auf: Der Industrie- und Handelsverband DIHK warnt vor den Folgen für die Wirtschaft. Auch Verbrauchern drohe der Verlust einer Orientierungshilfe.

    Pläne der EU-Kommission: Industrie bangt um Siegel "Made in Germany" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Die Wahrheit ist, dass die deutsche Industrie sich doch schon längst von den Qualitätsmaßstäben eines "made in Germany" verabschiedet hat. Ich habe das immer bedauert, denn das war stets ein Merkmal für das jeder bereit war etwas mehr auf den Tisch zu legen. Ein Label, dass alleinstellungscharakter hatte und weltweit geschätzt wurde.
    Aber anstatt dieses noch auszubauen, hat man es aufgegeben, sich unter die anderen Hersteller gemischt und die hohen Ansprüche an Qualität und vor allem Haltbarkeit wurden zum Mittelmaß.
    Dann ist es natürlich klar, dass man plötzlich mit den Löhnen des Chinesen und anderen konkurrieren musste.
    Von einer etwas nationaleren Sichtweise hätten die deutschen Unternehmen und vor allem unser Land mehr gehabt. Aber welcher Mensch durfte denn zu Beginn der Entwicklung etwas gegen Globalisierung haben?
    Derjenige wurde doch in den Medien zum Gespött gemacht oder kam erst gar nicht zu Wort.
    Wir sehen, "alternativlos" ist keine merkelsche Erfindung.
  4. #203

    Außenwirtschaftliches Gleichgewicht beachten

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Deutschland erwirtschaftet hohe Exportüberschüsse. Für unsere Exporterlöse sollten wir es uns schon leisten, im Gegenzug auch im Ausland hergestellte Produkte zu beziehen, für die im Ausland gearbeitet wurde, sonst macht Export keinen Sinn.

    Wer unter vietnamesischen Produktionsbedingungen hergestellte T-Shirts nicht kauft, weil sie nicht deutschen Produktionsbedingungen entsprechen, der schadet nicht nur der vietnamesischen Wirtschaft, sondern senkt auch den eigenen Wohlstand, schießt sich selbst ins Knie.
    Sehr richtig, nennt sich auch "Außenwirtschaftliches Gleichgewicht" und das Ziel des Deutschen Stabilitätsgesetzes von 1967.

    Leider wissen das geschätzte 98% der deutschen Bevölkerung leider nicht, und solange die BLÖD-Zeitung titelt "Hurra, wir sind Exportweltmeister" ohne auf die negativen Folgen des Außenwirtschaftlichen Ungleichgewichts hinzuweisen wird das wohl auch so bleiben...

    Das nimmt ja teils abstruse Formen an - auf der einen Seite profitieren wir davon, dass Asiaten, Amerikaner und Europäer unsere deutschen Autos kaufen und auf der anderen Seite wirst du in Deutschland als "Vaterlandsverräter" beleidigt wenn du dir einen Ami oder Japaner kaufst.
  5. #204

    Total irre.

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    Hallo,
    das zeigt aber auch das die löhne und die sozialen ausgaben des staates in D viel zu hoch sind. Gerade hier sollte was apssieren denn es ist doch besser wenig zu haben dafür aber arbeit. Auch wird das ganze am ende für alle schlecht ausgehen wenn keiner mehr unsere waren kauft weil diese viel zu teuer sind. Also runter mit löhnen und sozialausgaben und auch der überversorgung in vielen bereichen.
    Was Sie fordern, ist völlig irrational. Gerade, weil die Löhne und Renten und auch das Arbeitslosengeld viel zu niedrig sind in diesem unsozialen Deutschland, deshalb sind die Betroffenen gezwungen, wenn überhaupt, dann das billige Zeug zu kaufen, denn für teure Produkte haben sie kein Geld.
    Wenn die Lage noch zu retten ist, dann nur durch erheblich höhere Löhne, Renten und durch wesentlich mehr Geld für Arbeitslose.
    Auch die Übernahme der "Lohnnebenkosten" durch den Staat wäre notwendig (Beispiel Dänemark). Keine Abzüge mehr vom Lohn für Rente und Krankenkasse, Bezahlung über eine höhere Einkommenssteuer.

    In Deutschland erhalten über 10 Millionen Rentner weniger als 700 Euro Rente. unter diesen sind allein 2 Millionen ehemals Selbständige.
    Die Altersarmut wird noch viel grösser, wenn die jetzt zu Niedrigstlöhnen arbeitenden Menschen einmal in Rente kommen.
    Dann werden auch noch mehr ehemalige "Unternehmer" im Alter bitter arm sein, weil viele von denen sich Beiträge für eine Rentenversicherung gar nicht leisten konnten.

    Weitere infos: Grundrente 1300 Euro für alle
  6. #205

    Maggot in Germany

    Genau so ist es, in "made" in Germany ist ohne hin die Made (engl. maggot).
    Ich arbeite in einer privaten chinesischen Fabrik wo wir u.a. auch Bauteile für deutsche Kunden herstellen. Einige dieser Kunden verlangen von uns, die Teile mit "Made in Germany" zu kennzeichnen. Zu meiner eigenen Beruhigung ob diesen Betrugs kann ich nur sagen, dass die Fertigung und das Material ehemaligem deutschen Qualitätsstandard entsprechen. Gehen diese Produkte direkt an die Endkunden unserer deutschen Auftragsgeber tragen internationale Speditionen dafür Sorge, dass die Waren mit "original deutschen" Papieren dort ankommen.

    Noch Fragen zu "Made in Germany"?
  7. #206

    falsches Label

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die EU will die Vergabe des Labels "Made in Germany" erschweren - und bringt*damit deutsche*Unternehmen gegen sich auf: Der Industrie- und Handelsverband DIHK warnt vor den Folgen für die Wirtschaft. Auch Verbrauchern drohe der Verlust einer Orientierungshilfe.

    Pläne der EU-Kommission: Industrie bangt um Siegel "Made in Germany" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    "Made in Germany" wurde einst eingeführt, um es Käufern leichter zu machen, deutsche Produkte zu boykottieren. Jetzt, da die Produkte mit diesem Label praktisch nicht mehr deutsch sind, ist der Sinn nicht mehr da. Eine sinnlose Bestimmung aufzuheben ist kein Mehr an Bürokratie, sondern ein Weniger.
  8. #207

    Wenn man A sagt, muss man auch B sagen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die EU will die Vergabe des Labels "Made in Germany" erschweren - und bringt*damit deutsche*Unternehmen gegen sich auf: Der Industrie- und Handelsverband DIHK warnt vor den Folgen für die Wirtschaft. Auch Verbrauchern drohe der Verlust einer Orientierungshilfe.

    Pläne der EU-Kommission: Industrie bangt um Siegel "Made in Germany" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Tja, wenn man eine einheitliche Währung hat, muss man auch dieses akzeptieren. Bei Euro kann man zwar nach genauer Prüfung erkennen, wo er gedruckt worden ist, aber in einer Währungszone spielt dies keine Rolle.
    Das Europa-Komplott: Wie EU-Funktionäre unsere Demokratie verscherbeln: Amazon.de: Hans Herbert von Arnim: Bücher
  9. #208

    "Auch Verbrauchern drohe der Verlust einer Orientierungshilfe." ...

    ... die schon lange keine war. Denn es werden Produkte Made in China oder sonstwo als "Made in Germany" deklariert, selbst, wenn ein paar Teilchen in Deutschland zusammengeschraubt bzw. das Produkt hier nur eingepackt wird.

    Auch werden "Hersteller" solcher Produkte, die tatsächlich keine eigene Herstellung haben sondern in Asien in nicht eigenen Fabriken produzieren, mit Steuergeldern in Millionenhöhe gefördert. Hier in Hamburg kenne ich einen besonders dreisten Fall, in welchem der Firmeninhaber sich als Erfinder innovativer Technologie feiern lässt - für in Hong Kong patentierte Innovationen, wobei die Patente einem chinesichen Unternehmen gehören, in wessen Fabrik er lediglich herstellen lässt - als reine Auftragsarbeit. Dafür hat er schon einen wichtigen Förderpreis bekommen. Dass die Presse davon berichtete, hat daran nichts geändert. Solche Geschäftemacher finden schon den richtigen Sponsoren in der Politik, der durch Dick und Dünn zu denen hält ("alte Freunde".

    Auch weiß ich von einer befreundeten Inhaberin eines Exportunternehmens, dass ihre zuständige Behörde bei der Ausstellung von Certificate of Origin überaus hilfsbereit sei und ein Auge zudrücke, wenn die Ware doch nicht aus Deutschland stammt. Das sei in Deutschland gang und gäbe.

    Nun wird man die Bestimmung entweder boykottieren oder sich mit der bitteren Wirklichkeit abfinden, dass "Made in Germany" zu einem Großteil nicht stimmt. So müssen auch die Exportstatisken entsprechedn korrigiert werden, zumal für anderswo hergestellte Waren, die Deutschland lediglich fürs Erlangen dieses Zertifikats passiern.
  10. #209

    .

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    das zeigt aber auch das die löhne und die sozialen ausgaben des staates in D viel zu hoch sind. Gerade hier sollte was apssieren denn es ist doch besser wenig zu haben dafür aber arbeit. Auch wird das ganze am ende für alle schlecht ausgehen wenn keiner mehr unsere waren kauft weil diese viel zu teuer sind. Also runter mit löhnen und sozialausgaben und auch der überversorgung in vielen bereichen.
    Wenn Sie dies in Griechenland veröffentlichen würden, wäre es angebracht und richtig.
    In D ist es völlig daneben. Unser Problem sind nicht zu geringe Exporte und zu hohe Importe, sondern zu geringe Importe und zu hohe Exporte. Am Ende führt das zu einem Export von Wohlstand, weil wir mehr arbeiten als wir dafür als Gegenwert konsumieren.

    Wenn Sie für wenig Geld viel Arbeit suchen, dürfen Sie gerne meinen Garten pflegen, den Rasen mähen und das Haus putzen. 3 Euro pro Stunde wären oK?

    Nein, die Löhne in Deutschland sind deutlich zu niedrig, die Aufwendungen für das Sozialsystem sind nicht zu hoch, die Realrenten sind seit 2004 um 8,4% gesunken, d.h. die Rentner werden jedes Jahr ärmer. Das soll gut sein?








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