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Plädoyer zur Organspende: Mehr Mut für ein hilfreiches Geschenk

DPADie Organspendereform hat den Bundesrat passiert - nun soll die Zahl der Spender steigen. Doch einige Menschen zweifeln am Hirntod, andere wollen nicht darüber nachdenken. Der Medizinethiker Urban Wiesing zeigt in einer Nutzen-Schaden-Abwägung, warum ein Geschenk fürs Leben nach dem Tod so wichtig ist.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...835319,00.html
  1. #180

    nachgedacht

    Zitat von Softship Beitrag anzeigen
    Ich denke es kann einem erwachsenen Mensche zugemutet werden alle 5 Jahre einmal darüber nach zu denken, ob "JA", "NEIN", "Delegieren" oder "Shreddern".
    Mit welcher Begründung denn? Eine regelmäßige Anfrage über den Bedarf einer Lebensversicherung macht Sinn und ist ok? Möchten Sie regelmäßig darüber befragt werden, ob Sie Kindern in Not spenden möchten? Spendenanfrage für die Caritas? Alle 5 Jahre?
    Das eigene Leben, der eigene Körper und der eigene Tod sind intime Angelegenheiten wie die eigene Sexualität. Es geht niemanden etwas an und schon lange nicht turnusmäßig alle 5 Jahre. Das ist eine massive Einmischung in die Privatsphäre.
    Wenn ich mir das in seiner Ganzheit so durch den Kopf gehen lassen, dann entwickelt sich langsam der Drang zu klagen und das auf Unterlassung. Böse formuliert sollen hier Haustürgeschäfte abgewickelt werden. Unangeforderte Post mit nicht angefordertem Werbematerial, sowas muss man nicht dulden. Das ist schlicht aufdringlich, wenn nicht gar Nötigung.
  2. #181

    nun

    Zitat von Softship Beitrag anzeigen
    Wie ich bereits einmal schrieb – natürlich kann es sein, dass es anschließend weniger Spender gibt. Aber das wäre dann auch richtig so – denn es entspräche den Willen der Patienten. Was haben Sie denn dagegen?
    Weil man vorher ein ganzes Land aufschreckt und den Bürgern eine Denkaufgabe unterschiebt, die sie gar nicht erledigen wollen?
    Wieso kommt niemand auf die Idee und betreibt öffentliche Werbung? Wieso muss man allen was in den Briefkasten schieben?
  3. #182

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Mit welcher Begründung denn? Eine regelmäßige Anfrage über den Bedarf einer Lebensversicherung macht Sinn und ist ok? Möchten Sie regelmäßig darüber befragt werden, ob Sie Kindern in Not spenden möchten? Spendenanfrage für die Caritas? Alle 5 Jahre?
    Why not? Die Anfrage kann ich genau so shreddern wie Sie die Anfrage zur Organspende.
    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Das eigene Leben, der eigene Körper und der eigene Tod sind intime Angelegenheiten wie die eigene Sexualität. Es geht niemanden etwas an und schon lange nicht turnusmäßig alle 5 Jahre. Das ist eine massive Einmischung in die Privatsphäre.
    Es besteht überhaupt keine Pflicht, die Frage zu beantworten! Also wo ist denn die "Einmischung"?
    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    … Unangeforderte Post mit nicht angefordertem Werbematerial, sowas muss man nicht dulden. Das ist schlicht aufdringlich, wenn nicht gar Nötigung.
    Stelle ich das diesem Beitrag gegenüber:
    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    …Wieso kommt niemand auf die Idee und betreibt öffentliche Werbung? Wieso muss man allen was in den Briefkasten schieben?
    dann verstehe ich Sie überhaupt nicht mehr. Sie fänden es besser, wenn im Radio und Fernsehen jede Stunde für Organspende "geworben" wird, an jedem Bus, an Hauswänden angepinselt, usw. eine kleine "Erinnerung" steht, dass Sie sich vielleicht als Spender registrieren möchten? Aber betrachten das als erheblich weniger nötigend als einmal alle 5 Jahre Post von der Krankenkasse? Ich verstehe Sie überhaupt nicht mehr. (Es sei denn Sie verlassen nie die Wohnung und hören kein Radio und sehen nicht fern…)
  4. #183

    optional

    Wer sich im Zustand des - irreführender Weise als Hirntod bezeichneten - schweren Hirnversagens zum Zwecke der Gewinnung seiner Organe für die Transplantation töten lassen will, kann dies gem. TPG ohne Risiko für die Akteure tun. Eine Werbung dafür - oder gar die Übertragung der Entscheidung darüber auf Andere - verbietet sich m.E. aus ethischen und rechtlichen Gründen!

    Werden aus sogenannten Hirntoten ohne Narkose Organe zur Verpflanzung entnommen, so besteht die akute Gefahr, dass diese ihre Tötung mit unvorstellbaren Schmerzen bewusst miterleben. Die Gabe von muskelentspannenden Medikamenten macht sie lediglich reaktionsunfähig und verschlimmert die Lage für die Patienten auf dem Operationstisch. Das Gesicht von Explantierten ist sichtbarer Ausdruck für das Schreckliche.


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