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Plädoyer zur Organspende: Mehr Mut für ein hilfreiches Geschenk
DPADie Organspendereform hat den Bundesrat passiert - nun soll die Zahl der Spender steigen. Doch einige Menschen zweifeln am Hirntod, andere wollen nicht darüber nachdenken. Der Medizinethiker Urban Wiesing zeigt in einer Nutzen-Schaden-Abwägung, warum ein Geschenk fürs Leben nach dem Tod so wichtig ist.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...835319,00.html
- #170 19.06.2012 14:49 von
Typische Nebelkerze, denn darauf kam es für jeden außer Ihnen klar erkennbar nicht an. Der eigentlichen Frage, ob jemand, der gerade erst frisch zur Ansicht Pro-OS bekehrt wurde, überhaupt noch eine Erinnerung durch seine KV benötigen wird, um sich einen Ausweis zu besorgen, sind Sie wie immer ausgewichen.
Und was das heißt, habe ich Ihnen ja auch schon längst gesagt, nämlich entweder, dass entweder die meisten Bundesbürger wegen des unfairerweise ausgeübten moralischen Drucks nur behaupten pro OS zu sein, aber eigentlich überhaupt nicht überzeugt davon sind, was sich erst in der Beschaffung eines OS-Ausweises manifestieren würde. Oder aber das Thema geht den meisten sogenannten "Befürwortern" so am Allerwertesten vorbei, dass sie schlichtweg zu faul dazu sind - was ebenfalls dafür spricht, dass eben doch keine Überzeugung pro OS vorhanden ist.
Warten wir es ab. Druck in diese Richtung wird ja bereits mit diesem Gesetz ausgeübt - und das ist bei einem derart sensiblen Thema unangemessen. Entweder will man eine freiwillige Spende. Dann braucht man keinen Druck auszuüben, oder man will eben doch nur mehr Spenderorgane, koste es was es wolle, dann tut man genau das, was jetzt im Gesetz steht: Man drängt die Leute, sich gefälligst dafür zu entscheiden.
Nach dem Motto "steter Tropfen höhlt den Stein" einfach so lange mit OS-Spam zuschütten, bis der Adressat entnervt zustimmt, damit er wenigstens zu Lebzeiten seine Ruhe hat. Eine wahrhaft moralisch überlegene Haltung... Mit echter Überzeugung hat eine solche Entscheidung dann aber nichts mehr zu tun. Wer wirklich von der OS überzeugt ist, der handelt sowieso aus eigenem Antrieb und hatte schon vor dem Gesetz einen Ausweis. Die Dumpfbacken, die wirklich erst einen Tritt in den Allerwertesten gebraucht haben, aber dadurch zur Überzeugung Pro-OS gelangt sind, besorgen sich den spätestens nach dem ersten Kontakt durch ihre KV. Der Rest will eben nicht und das sollten auch Sie gefälligst akzeptieren.
Nö, Sie sind nur nicht im Stande, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.
Für Ihre fehlende Sensibilität kann ich nichts. Fakt ist, dass Sie selbst in Ihrem Beitrag zugegeben haben, moralischen Druck ausüben zu wollen. Genau das finde ich nicht in Ordnung und außerdem heuchlerisch, weil ja angeblich nur freiwillige Organspenden gewünscht sind. - #171 19.06.2012 15:04 von
Den für diesen Thread relevanten Teil, nämlich dass Sie Organempfänger sind und deshalb auch so vehement pro OS eingestellt sind, haben Sie selbst hier veröffentlicht. Da ich lese, was Leute schreiben, bevor ich ihnen antworte ist mir das nicht entgangen. Der Rest Ihrer Lebensgeschichte tangiert mich - sorry - extrem peripher.
Anscheinend doch nicht.
Oh Sie verkannter Robin Hood.
Und da bekanntlich nicht sein kann, was Sie nicht wahrnehmen, muss die gute Frau natürlich unrecht haben, gell? Sie hat Ihnen bereits mehr als deutlich dargelegt, inwiefern die Freiheit, nicht entscheiden zu müssen, von dem neuen Gesetz eingeschränkt wird. Ich habe es Ihnen nochmals begründet. Auf Gegenargumente warte ich immer noch. Bis jetzt kam nur "Ich sehe es anders". Das ist doch ziemlich dürftig.
Ganz einfach: Um das tun zu können, muss man den Schrieb erstmal gelesen haben. Es ist ja nicht die einzige Post, die man von seiner KV bekommen könnte. Ungelesen wegwerfen geht also nicht - und in dem Moment, in dem man anfängt zu lesen, ist man automatisch gezwungen, sich wieder damit zu beschäftigen. Das ist ja auch die Absicht dahinter - aber es zeigt eben auch, dass man eine Entscheidung gegen die OS eben nicht akzeptiert, sonst bestünde kein Grund mehr, erneut nachzufragen.
Das ist Ihre scheinheilige Version - nach dem Motto "war ja nur ne Frage". Sorry, wenn es nur eine Frage wäre, würde diese Frage nur einmal gestellt - und nicht solange, bis man sich pro OS "entscheidet".
Sie können vor allem nichts zur Kenntnis nehmen, was nicht ohnehin Ihrer Ansicht entspricht. Das wurde hier mehr als klar. - #172 19.06.2012 15:45 von
Nein. Moralische Urteile fälle ich nicht. Wenn Sie meine Beiträge lesen würden, hätten Sie das kapiert. Aber Sie möchten mich eben als "Feind" sehen, also sehen Sie mich auch so
Auch Sie ärmster anonymer Ollowain. Wird im SpOn vom anonymen Softship "genötigt".... Lächerlich. Zeigen Sie mich doch an.
Überhaupt nicht. Das tunSie ganz von alleine. Warum denn?
Gratuliere - das haben Sie nun messerscharf erkannt. - #173 19.06.2012 15:56 von
Nein, man drängt die Leute, ihre Entscheidung oder auch Nicht-Entscheidung zu dokumentieren.
Wie kommen Sie auf die Idee, dass es so läuft? Auch wenn man sich als Spender hat registrieren lassen, kommt nach 5 Jahren wieder Post.
Ach, das können nur Sie? Sehr lustig.
Aber nein, ich habe nicht zugegeben, moralischen Druck ausüben zu wollen. Sie haben das aber so interpretieren wollen. Dafür kann ich nichts. - #174 19.06.2012 16:05 von
Dann schreiben Sie nicht so'n Unsinn.
Was soll der Sch…? Warum sollte ich mich sonst in diesem Thread aufhalten wenn es mir nicht alleine um die Sache geht?
Wird sie aber nicht. Das habe auch ich deutlich genug dargelegt.
Sehe ich aber nun mal anders. Wenn ich keinen Druck erkennen kann, selbst wenn mir es angeblich dargelegt wird, ist es eben so. Nur weil es dargelegt wird, muss ich nicht meine Meinung ändern – genau so wie Sie es auch nicht müssen, obwohl ich hier ständig Sachen darlege.
Ach Gottchen – ist das tragisch. Mir kommen die Tränen…
Eben nicht. Es gibt (wie ich bereits dargelegt habe) Menschen, die ihre Meinung ändern. Und es wird nicht "solange, bis man sich pro OS entscheidet" gefragt, sondern auch danach.. - #175 19.06.2012 17:22 von
Ach, wenn man auf den naheliegenden Zusammenhang zwischen Ihrer Eigenschaft als Organempfänger und der Vehemenz verweist, mit der Sie sich hier selbst einfachsten logischen Schlüssen verweigern, dann ist das natürlich Unsinn. Klaro, was frage ich eigentlich. Hugh, his Softness hat gesprochen.
Vielleicht wegen Profilneurose?
Versuchen Sie es mal mit einer logischen Begründung. DAS wäre dann deutlich genug. Bis jetzt haben Sie nur Ihre unbegründete Meinung zum besten gegeben.
Von mir aus. Meine Bereitschaft gegen die dumpfe Ignoranz anzuschreiben, hat ihre Grenzen, und für Ihre Defizite kann ich nichts.
D'accord, bloß behaupten Sie dann nicht, es ginge Ihnen um die Sache. Ihnen geht es um Propaganda, nicht um einen sachlichen Disput. Sie führen hier aus Gründen persönlicher Betroffenheit einen Propagandakreuzzug pro OS, nicht mehr und nicht weniger. Egal, wer Ihnen was auch immer schreibt, entweder verstehen Sie es gar nicht oder Sie verdrehen es absichtlich solange, bis es sinnentstellt genug ist, um selbst von Ihnen widerlegt werden zu können. Ängste der OS-Gegner nehmen Sie sowieso nicht ernst. Hauptsache es stehen immer genug Organ für jedwede gewünschte TP zur Verfügung. Sollen wir dann vielleicht noch bei jedem Bürger eine Ablebensvereinbarung treffen? Ist doch unpraktisch, wenn er zu einem unvorhergesehenen Zeitpunkt stirbt, und man seine Organe nicht mehr zweitverwerten kann, weil er zu lange irgendwo herumliegt. Besser, er stirbt anständig zum festgelegten Zeitpunkt in einer zur Organentnahme geeigneten Klinik. Keine Angst, wir werden die Anzahl an zur Verfügung gestellten (von "gespendet" kann man dann aber nicht mehr sprechen) Organen schon noch maximieren.
Jaja, wenn es keine Argumente gibt, kann man es ja auch mal mit Heulen versuchen. Machen Kinder in einem gewissen Alter ja gerne...
Wollen Sie weiterhin ernsthaft leugnen, dass das Gesetz mit dem Ziel eingeführt wurde, die Anzahl an Organspendern deutlich zu erhöhen? Haben Sie eigentlich die ganze Debatte in den letzten 2 Jahren nicht mitverfolgt? Quer durch alle Parteien wurde ganz klar als Ziel formuliert, dass es mit diesem Gesetz mehr Spender geben solle als vorher. Es ist daher absolut lächerlich, wenn Sie weiterhin behaupten, man wolle ja nur nachfragen und ganz bestimmt niemand in seiner Entscheidung beeinflussen. Freilich will man, weil man im Ergebnis mehr Spender haben will. Das ist alles. - #176 19.06.2012 17:42 von
Die Reaktionen auf dieses Vorhaben, respektive die Wirkung auf die Adressaten, hat noch niemand beleuchtet. Wie empfinden die Leute ein solches Schreiben und wie reagieren sie darauf?
Um die 100.000 deutschen Bundesbürger haben sich gemäß der österreichischen Widerspruchsregelung ins Register eintragen lassen und sind somit bis auf Widerruf als mögliche Spender aus dem Rennen. Man fährt in den Urlaub, fürchtet einen Unfall und damit das Schlimmste. Um das zu vermeiden wird vorbeugend abgelehnt. Ich kann hier nur spekulieren, denke aber, dass diese Personen eine Bedrohung durch die gesetzliche Regelung empfinden. Mit dem Wissen um die gesetzliche Lage wird also durchaus kategorisch verweigert. Damit ist die Denkarbeit erledigt und man muss sich nicht mehr mit dieser unangenehmen Geschichte plagen.
Genau das wird von den Initiatoren natürlich anders gesehen. Sie wollen Zuspruch. Ich behaupte, den werden sie nicht kriegen. - #177 19.06.2012 17:44 von
Nein, nein, gewiss nicht. SIE doch nicht. Die anderen allerdings, aber Sie... Arme verfolgte Unschuld!
Nö, die Ehre muss ich Ihnen leider absprechen. Um mein "Feind" zu sein, müssten Sie schon etwas mehr Format zeigen als bisher. Feindschaft setzt Respekt voraus, und den muss man sich immer noch verdienen... Sie arbeiten aber erfolgreich am Gegenteil: Mitleid.
Eine wahrhaft "geniale" Idee. Jeder, der sich mit einem anderen Foristen nicht einigen kann, zeigt den einfach an. Ein sehr deutscher Ansatz zwar, aber an Lächerlichkeit dafür nicht zu überbieten - aber man weiß ja, von wem es kommt...
Womit ich Ihnen offenbar etwas voraus habe, da nur Sie sich darüber zu wundern scheinen, wenn man mal den Spieß umdreht und Sie Ihrerseits ausnahmsweise auch mal die moralische Keule zu spüren bekommen, von der Sie vorher ja schon so freigiebig Gebrauch gemacht haben. - #178 19.06.2012 20:11 von
Welchen logischen Schluss denn?
Dass ich als Organempfänger die Transplantationsmedizin verteidige ist wohl eine Selbstverständlichkeit - und diese funktioniert eben nicht ohne Organspender. Aber ich verteidige Sie nicht – wie von Ihnen unterstellt – weil ich noch davon selbst einen Nutzen hätte, sondern weil andere Menschen diesen haben könnten. Was ist denn daran so schwer zu begreifen? Warum meinen Sie mich diesbezüglich diskreditieren zu müssen? Weil Sie es nicht ertragen, dass ich eine andere Meinung habe? Habe ich weniger Recht leidenschaftlich dabei zu sein als Sie? Warum greifen Sie auf persönliche Attacken zurück, statt sich auf die Diskussion des Themas zu beschränken?
Wie wäre es, wenn Sie aufhören würden mir bestimmte Motive zu unterstellen? Wie wäre es, wenn Sei alleine wegen der Sache argumentieren würden, statt völlig aus der Luft gegriffene Unterstellungen abzusondern. Ich habe hier schon einige Male geschrieben, dass ich verstehe, wenn Menschen vor der Spende Angst haben. Ich fände es aber aufrichtig, wenn sie es zu zugeben würden. Ich habe auch geschrieben, dass ich der Meinung bin, dass wenn Menschen die Organspende aus moralischen Gründen ablehnen, sie auch den Empfang einer Organspende ablehnen müssten. Sonst sind sie nicht glaubwürdig. Ich habe hier auch geschrieben, dass ich es gut fände, wenn Menschen gegen einer Spende sind, sie das dokumentieren.
Was haben Sie denn dagegen einzuwenden? Wenn es Ihnen so schwer fällt "Nein, kein OS" zu dokumentieren, dann können Sie auch noch die Entscheidung delegieren. Und wenn das alles noch zu viel verlangt ist, können Sie einmal alle 5 Jahre den Shredder bedienen. So schlimm kann das auch nicht sein. Ich denke es kann einem erwachsenen Mensche zugemutet werden alle 5 Jahre einmal darüber nach zu denken, ob "JA", "NEIN", "Delegieren" oder "Shreddern". Oder ist Ihr Problem einfach, dass Sie gerne das "moralische Hintertürchen" für den Empfang der Spende offen lassen möchten, und Sie aber andererseits so moralisch gestrickt sind, dass Sie erkennen, dass das nicht in Ordnung wäre? Sogar das wäre verständlich. - #179 19.06.2012 20:20 von
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